Unterwegs mit Bahn und Bus – und Paddy dem Zugvogel

Tag 1

Die Reise startet ganz früh morgens, um 07.00 Uhr in Heuston Station, einem der Bahnhöfe von Dublin. Von hier fahren Züge in Richtung Süd, West und Ost, Züge in Richtung Norden fahren ab Dublin Connolly Station.

Erste Etappe: Von Dublin nach Cork mit dem Zug, weiter mit dem Bus zum Blarney Castle.

Unterwegs werden wir mit Tee und einem Irish Breakfast im Zug verpflegt, genau das richtige für uns, bei so einem frühen Start in den Tag.

In Cork wartet der gelbe Railtours Bus, der uns zum Blarney Castle und Gardens bringt. Der kleine Ort Blarney liegt nur eine kurze Fahrtstrecke von Cork entfernt. Wer früh aufsteht, hat etwas vom Tag! Um 10:00 Uhr sind wir bereits vor dem Blarney Castle, machen Fotos und fragen uns, ob wir den Stein küssen sollen. Das macht dann Paddy für uns! Gut, dass wir ihn dabeihaben.

Auch die Gärten sind wunderschön, ein langer Spaziergang steht auf dem Programm und die Aufenthaltsdauer bis nach dem Mittagessen reicht völlig aus. Auf dem Gelände um das Blarney Castle befindet sich der große Shop von Blarney Woollen Mills. Schon 1823 war hier eine Weberei, die Tweed und Wolle produzierte. Inzwischen gibt es viele Blarney Woollen Mills Shops in ganz Irland, aber hier ist das Original, das Christy Kelleher aufgebaut hat. Es ist ein Shopping Paradies und im angeschlossenen Café kann man zu vernünftigen Preisen etwas Frisches zu Mittag essen. Aufpassen: Auf dem Parkplatz zwischen all den Reisebussen befindet sich immer noch ein kleines graues Gebäude – der erste Blarney Woollen Mills Shop von damals.

Zweite Etappe: Von Blarney Castle mit dem Bus nach Cork

Die Stadt Cork, die zweitgrößte der irischen Republik, ist definitiv eine Reise wert. In der Stadt ist immer etwas los, man kann sich leicht am Fluss Lee orientieren und durch die Straßen spazieren. Für Hungrige bietet sich der English Market oder eines der vielen Pubs an, für Einkaufslustige die Straßen rund um die Patricks Street. Wir lassen es locker angehen und sitzen mit Paddy auf einer sonnigen Bank im Fitzgerald´s Park.

Dritte Etappe: Von Cork mit dem Zug in die Küstenstadt Cobh

Cobh ist wunderschön - und im Sonnenschein noch viel schöner! Von der St. Colman´s Cathedral hat man einen tollen Blick über die ganze Stadt. Der steile Aufstieg lohnt sich auf alle Fälle. Im kleinen Park am Wasser findet ein Konzert im Pavillon statt, Paddy lässt sich zu einem Tänzchen hinreißen. Danach spazieren wir in den kleinen Hafen, schauen im Titanic Café vorbei und lassen es uns gutgehen. Die meisten der anderen Reisenden sind im Cobh Heritage Centre und erfahren alles über die Geschichte der Auswanderung. Cobh war für viele der letzte irische Hafen, bevor sie nach Amerika und andere Länder ausgewandert sind, in der Ausstellung „Queenstown Story“ ist dies alles sehr anschaulich dargestellt. Auch über die Titanic gibt es hier ein tolles Museum, die Titanic Experience Cobh. Der alte Steg von damals ist übrigens noch zu sehen, sehr verwittert und teilweise eingestürzt, aber immer noch als Zeitzeuge vor Ort.

Vierte Etappe: Von Cobh mit dem Zug nach Killarney

Schon etwas müde aber sehr glücklich steigen wir in den Zug und verlassen Cobh. Die Zugfahrt führt uns nach Killarney, im gemütlichen Bahnhof mit nur einem Gleis (!) kommen wir am Abend an. Ein kleiner Bummel durch das lebendige Örtchen zeigt: Hier sind wir prima untergebracht. Es gibt viele Restaurants und Pubs um den Abend ausklingen zu lassen. Paddy bettelt und so kaufen wir ihm noch ein Eis. Beim irischen Eisladen Murphy´s wird das Eis noch mit viel Liebe selbst zubereitet und es gibt ganz viele Sorten – wir haben wirklich die Qual der Wahl.

Von Dublin bis Killarney

Um kurz vor 07:00 Uhr treffen wir in Heuston Station die Railtours Gruppe, ein paar Amerikaner, ein paar Deutsche und vor allem die Railtours Mitarbeiter. In den gelben Jacken sind sie prima zu erkennen. Dave, unser Railtours Betreuer kümmert sich auch um die Verladung des Gepäcks, es gibt einen extra Gepäckwagen im Zug dafür und wir müssen keine Taschen schleppen.

Blarney Castle und Gardens liegt nur eine kurze Fahrtstrecke von Cork entfernt. Wer den Blarney Stein küsst, soll der Legende nach die Gabe der freien Rede erhalten.

Viele kleine bunte Boote liegen im Hafen von Cobh. Der Ort wird aber auch von großen Kreuzfahrtschiffen angefahren, die hier Station machen.

Von der St. Colman´s Cathedral hat man einen tollen Blick über die ganze Stadt. Der steile Aufstieg lohnt sich auf alle Fälle.

Der Bahnhof von Killarney ist etwas für das Auge. Und putzig klein, mit nur einem Gleis. Geradezu ein Muss ist das zweisprachige Schild. Auch die Stationen in den Zügen sind zweisprachig angegeben.

Tag 2

An diesem Tag wird viel Bus gefahren! Die Sonne lacht schon wieder, es ist das beste Wetter für eine Panoramatour entlang der berühmten Küstenstraße. Im Gegenuhrzeigersinn bewegt sich unser Bus von Killarney in Richtung Killorglin, weiter nach Cahersiveen, Waterville, Caherdaniel, Sneem und Kenmare. Unterwegs staunen wir über das glasklare Wasser, schauen den Iren beim Baden zu und halten zum Mittagessen an einer sehr hübschen Stelle, dem Scarriff Inn bei Caherdaniel.

Es ist eine lange Fahrtstrecke aber für uns kurzweilig mit den Geschichten des Guides, der Lustiges über die Gegend erzählt. Wer möchte kann unterwegs Irish Coffee trinken oder ein Softeis essen, eine Schäferhund-Vorführung erleben oder im Kerry Bog Museum mehr darüber erfahren, wie die Iren im 18. Jahrhundert gelebt und gearbeitet haben. Paddy ist etwas unzufrieden mit dem Begriff „Ladies View“ – wir finden es ist die beste Kulisse, um etwas der Dudelsack-Musik zu lauschen.

Rund um den Ring of Kerry

Der Blick auf die Berge vom Parkplatz des Kerry Bog Village. Die Wanderstiefel wären ja eigentlich schnell angezogen?

Sieht es so im Kerry Bog Village aus? Diese Hinweistafel findet sich jedenfalls am Eingang, und Paddy bringt Farbe ins Spiel.

Im Scarriff Inn lässt es sich prima Mittag essen oder einen Tee trinken. Oder wandern. Entweder auf dem ausgeschilderten Kerry Way oder nur mal kurz die Straße entlang, um Schafe zu beobachten.

In Killarney lässt es sich schön shoppen, die kleinen Läden bieten alles vom irischen Wollpullover bis zum Whiskey.

Tag 3

Wir haben uns entschlossen, in unser Railtours Programm einen Puffertag in Limerick einzubauen. Wir fahren gemeinsam mit der Gruppe im Zug nach Limerick und bleiben dann den ganzen Tag dort. Unser Gepäck wird freundlicherweise von Dave, unserem Railtours-Guide schon einmal in Bunratty im Hotel abgeliefert, dies wäre der nächste Stopp an diesem Tag gewesen.

Limerick hat sich in den letzten Jahren sehr gemacht und ist wirklich hübsch geworden. Wir spazieren entlang des Shannon auf einem Fußgängerweg direkt am Wasser und bewundern das mächtige King John´s Castle. Im Juni 2013 war es leider noch nicht wieder eröffnet, es entsteht dort ein ganz neues Besucherzentrum rund um das Castle. Dem Hunt Museum statten wir einen Besuch ab, es ist die private Sammlung des Ehepaares Hunt, das hier ausgestellt wird. Frau Hunt war übrigens eine Deutsche! Sie waren in der ganzen Welt unterwegs und haben vom Porzellanteller bis zum römischen Tontopf alles gekauft und gesammelt, was ihnen gefallen hat. Das ist nun liebevoll auf mehreren Etagen ausgestellt und keine Minute langweilig. Der angeschlossene Shop ist einer der schönsten, die wir in Irland gesehen haben.

Im georgianischen Viertel von Limerick in der Nähe des Bahnhofs finden wir schließlich eine Oase der Ruhe, im Innenhof des Hotels Nr 1 Perry Square. Dort schmecken die Tea and Scones gleich nochmal besser und wir strecken die vom vielen Spazieren erschöpften Füße unter dem Bistro Tisch aus.

Von dort ist es nur ein Katzensprung zurück zur Limerick Station und wir nehmen den Bus, der direkt in das Örtchen Bunratty fährt.

In Bunratty haben wir an diesem Abend noch viel vor. Das mittelalterliche Bankett im Bunratty Castle beginnt um 20:45 Uhr. Dudelsackmusik empfängt uns vor der Burg, eine Hofdame begrüßt uns mit Knicks und schon bald schlürfen wir Honig Met und essen Sparerips mit den Fingern. Unterhalten werden wir von einer Riege an mittelalterlichen Musikern und Tänzern, die uns erklären, wie es damals im Schloss zuging, als der Lord und die Lady of the Castle hier noch gegessen haben.

Von Killarney nach Limerick

Schon seit dem 13. Jahrhundert steht es an dieser Stelle – und jetzt ist es für Besucher noch interessanter gemacht worden. Einen Besuch des St. Johns Castle sollte man unbedingt einplanen.

Die private Sammlung des Ehepaares Hunt wird im Hunt Museum ausgestellt. Sie waren in der ganzen Welt unterwegs und haben vom Porzellanteller bis zum römischen Tontopf alles gekauft und gesammelt, was ihnen gefallen hat. Auch Hungrige und Souvenir-Shopper kommen hier auf ihre Kosten.

Beim mittelalterlichen Bankett in Bunratty Castle erfährt man wie es damals zuging, beim Empfang von Lord und Lady. Und einer sitzt immer im Kerker, na ja, für ein paar Minuten wenigstens.

Tag 4

Erste Etappe: Bunratty Folk Park

Morgens treffen wir eine neue Railtours-Gruppe, der Guide kommt mit gelber Jacke auf uns zu und nimmt uns und die anderen mit in den Bunratty Folk Park. Gestern Abend waren wir ja bereits im Castle beim Bankett, heute gibt es für uns noch eine interessante Führung durch das alte Gemäuer der Burg. Wir lernen viel über die Sitten und Gebräuche von damals und stapfen die Treppen bis nach ganz oben für das Panorama der Umgebung.

Auch für den Rest des Bunratty Folk Park bleibt noch etwas Zeit. Eine alte Dorfstraße ist dort nachgebaut, man kann die Schule besuchen, eine alte Apotheke oder einen Kramerladen. Ein Blick in ein originalgetreu wiederaufgebautes Cottage zeigt, wie wenig Platz die Familien früher zum Leben hatten. Es gibt Hühner, Schafe und andere lebende Tiere, Paddy macht so seine Erfahrungen mit den Schweinen des Parks. Und im großen Bauernhaus gleich neben dem Eingang backen zwei Damen Brot – während wir den wahrscheinlich besten Apfelkuchen des Landes essen, gleich nebenan.

Zweite Etappe: Von Bunratty nach Doolin mit dem Bus

Zum Mittagessen halten wir in Doolin, einem kleinen Örtchen in der Nähe der Cliffs of Moher. Von hier könnte man auch zu den Cliffs wandern, immer entlang der Küstenlinie. Wir sparen uns das und essen dafür im Vorzeigepub Gus O´Connors Pub etwas Deftiges zu Mittag. Der Ort Doolin ist zwar klein, aber es gibt viel zu sehen. Paddy schaut sich im Doolin Chocolate Shop ganz genau die verschiedenen Fudge an, auch etwas typisch irisches, eine Art weiche Karamellsüßigkeit in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Und natürlich gibt es auch Souvenirs – oder hübsche Wollpullover. Aber bei dieser Hitze ist an einen Pullover ja gar nicht zu denken.

Dritte Etappe: Von Doolin zu den Cliffs of Moher mit dem Bus

Gut gestärkt kann es nun zu den Cliffs of Moher gehen. Paddy ist schon ganz aufgeregt, weil er denkt, dass er von den Klippen aus Amerika sehen wird. Na ja, ganz so weit ist es nicht, obwohl wir nun wirklich im Westen angekommen sind. Wir laufen vom neuen Besucherzentrum in Richtung Klippen und dann links den Berg hinauf, ein wunderschöner Spazierweg, der es ermöglicht, die Cliffs auch mal von der Seite zu fotografieren. Die Möwen kreischen und tragen ihren Teil zum perfekten Urlaubsfeeling bei.

Vierte Etappe: Durch das Gebiet des Burren mit dem Bus

Wo soeben noch alles grün war ist es jetzt grau und steinig. Überall. Wir steigen aus, zwicken uns und stellen fest: Immer noch alles grau! Wir sind in der Karstlandschaft des Burren angekommen, ein Landschaftsphänomen, das Irland der Eiszeit zu verdanken hat, und das inzwischen zu einem Nationalpark erklärt wurde. Wer genau hinsieht entdeckt viele kleine Blumen zwischen den Steinplatten. Nicht zu übersehen ist der Poulnabrone Dolmen, ein Megalithgrab aus der Zeit von ca. 3200 v. Chr. 

Fünfte Etappe: Burren–Galway mit dem Bus

Die Fahrt im Bus führt uns weiter entlang der Küste, zum Black Head Aussichtspunkt und zu Dungaire Castle, einer weiteren wichtigen Burg der Gegend. Das Meer in der Galway Bay glitzert und wir würden am liebsten an jeder Ecke aussteigen, um ein paar Fotos zu machen. Aber Galway ruft, wir müssen einen Zug erwischen und wollten uns noch ein bisschen in der Stadt umsehen.

Sechste Etappe: Von Galway mit dem Zug nach Dublin

Uns bleibt leider nur eine Stunde Zeit für Galway, bevor der Zug nach Dublin fährt. Das ist wenig, gibt uns aber einen Eindruck der quirligen Stadt zum Feierabend. Die Quay Street ist voll einkaufswütiger Menschen und auf dem Eyre Square genießen viele noch die letzten Sonnenstrahlen des Abends. Galway ist eine Reise für sich und wir beschließen, bald mal wieder zu kommen, für ein ganzes Wochenende in Galway.

Von Bunratty über Galway zurück

Im Bunratty Folk Park kann man originalgetreue Cottages besichtigen – und sich dann noch mehr über die komfortablen irischen Hotels und B&B´s freuen.

Paddy posiert für sein Irland-Album! An den Cliffs of Moher im Sonnenschein!

Der Chocolate Shop in Doolin. Wer einmal reingeht, kommt lange nicht mehr heraus. Und schon gar nicht ohne Fudge in der Hand.

So schön ist Irland aus dem Busfenster. Auch Dungaire bietet wie Bunratty Führungen und mittelalterliche Bankette an.

Im Park am Eyre Square mitten in Galway lässt es sich prima faulenzen. Oder Leute beobachten. Oder einen Kaffee trinken. Oder oder oder…!

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