Erkunden Sie ein eindrucksvolles Denkmal, das an Irlands Kampf um politische Unabhängigkeit erinnert.
Obwohl die Zellen seit mehr als einem Jahrhundert leer sind, jagt der bedrohliche graue Steineingang von Kilmainham Gaol immer noch Schauer über den Rücken. Im Jahr 1796 wurde dieser furchterregende Ort als Dublins Grafschaft Gaol eröffnet, und seine kalten Steinmauern waren bald untrennbar mit Irlands turbulentem Streben nach Unabhängigkeit verbunden. Im Laufe der Jahre wurden hier Revolutionäre, Dichter und politische Führer inhaftiert, deren Namen nun durch die Geschichte hallen. Bis zu seiner Schließung im Jahr 1924 war Kilmainham Zeuge von Momenten, die eine Nation prägen.


Kilmainham Gaol, Dublin
Nehmen Sie an einer Führung durch Kilmainham teil, und Sie können in die unglaublichen Geschichten und dramatischen Ereignisse eintauchen, die noch immer in den Korridoren und verlassenen Zellen nachhallen. In Kilmainham wurden neben politischen Gefangenen, die hier von der Rebellion 1798 bis zum irischen Bürgerkrieg von 1922-23 festgehalten wurden, auch Tausende von Menschen untergebracht, die geringfügige Straftaten begangen hatten und auf ihre Deportation nach Australien warteten. Die meisten dieser „Kriminellen“, darunter auch Kinder, wurden in dem beengten, dunklen und unheilvollen Westflügel festgehalten, der in seinem ursprünglichen Zustand erhalten geblieben ist.
Der Ostflügel hingegen wurde im 19. Jahrhundert erbaut und spiegelt eine viktorianische Strafphilosophie wider, die auf Überwachung, Ordnung und Reform ausgerichtet war. Die Zellen sind um ein architektonisch bemerkenswertes zentrales Atrium angeordnet, mit drei Ebenen offener Laufstege aus Metall. Draußen auf dem Stonebreakers’ Yard mussten männliche Häftlinge, die zu Zwangsarbeit verurteilt waren, schweißtreibende Stunden bei der Arbeit verbringen. An diesem Ort wurden 1916 die Anführer des Osteraufstands hingerichtet.


Phoenix Park, Dublin
Mit freundlicher Genehmigung von Rob Durston
Heute steht Kilmainham Gaol als faszinierendes Denkmal für die politische Vergangenheit Irlands. Auf drei Ausstellungsebenen können Sie die Gesellschaftsgeschichte des Gefängnisses und anderer irischer Gefängnisse im 19. Jahrhundert erkunden: die Geschichte des irischen Nationalismus und Republikanismus vom 18. bis zum 20. Jahrhundert und die Restaurierung des Gefängnisses in den 1960er Jahren.
Nehmen Sie sich anschließend etwas Zeit, um die Pubs, Restaurants und Besucherattraktionen der Gegend zu erkunden. Nur einen kurzen Spaziergang entfernt befindet sich das Irish Museum of Modern Art, das im Royal Hospital Kilmainham aus dem 17. Jahrhundert untergebracht ist und mehr als 3.500 Kunstwerke von irischen und internationalen Künstlern beherbergt. Ein Spaziergang über den Fluss Liffey führt Sie in den Phoenix Park – einen riesigen ehemaligen königlichen Jagdpark – und zum National Museum of Ireland, Collins Barracks, das die dekorative Kunst und Geschichte Irlands zeigt.
Von hier aus können Sie ganz entspannt Smithfield und Stoneybatter entdecken. Genießen Sie die Atmosphäre in Pubs wie The Cobblestone, L Mulligan Grocer und dem superhippen Fidelity, und speisen Sie anschließend in lokalen Lieblingsrestaurants wie Fish Shop, Grano und Vada.