Game of Thrones – Filmstars mit Fell

Irland-Experte Stefan Nink über einen nordirischen Bauernhof und seine berühmten Tiere

Das da auf dem Foto sind Murphy und Hennessy. Also: Die beiden Hunde sind das. Der Mann rechts heißt Kenny Gracey. Kenny züchtet alte Haustierrassen: Schweine, die noch wie Schweine aussehen zum Beispiel. Oder Rinder, um die man auf der Weide vorsichthalber einen Bogen macht. Vor ein paar Jahren ist Kenny mit seinen Tieren von den Scouts der Serie „Game of Thrones“ entdeckt worden, die ja überwiegend in Nordirland gedreht wird. Deren Macher legen höchsten Wert auf die kleinen Details, bei den Schweinen, bei den Rindern, vor allem aber auch bei den Hunden: In einem entlegenen Außenposten wie Winterfell haben Schoßhündchen nix zu suchen, und so ein Modemops hätte da auch keine zwei Tage überlebt. Entweder hält man sich auf Winterfell einen Direwolf (wie die Kinder der Starks). Oder eben Wolfshundmischlinge wie Murphy und Hennessy. 


Und so wurden die beiden zu Filmstars; mitterweile sind sie in etlichen Folgen zu sehen. Herrchen übrigens auch, als Statist im Lederrock, weil ja jemand auf die beiden Riesenhunde aufpassen muss. Auch alle anderen Tiere in der Serie stammen von Graceys Hof: Pferde, Esel, Geflügel sowie die Hirschkuh Jana, die Kenny mit der Flasche groß gezogen hat. Und natürlich sämtliche Kühe und Schweine.

Für Kenny waren die Dreharbeiten ein absoluter Glücksfall: Bevor es los ging mit „Game of Thrones“, stand seine Forthill Farm in der Nähe von Armagh nämlich kurz vor dem Aus. Mittlerweile haben die Dreharbeiten seine alten Haustierrassen derart bekannt gemacht, dass er sich um die Zukunft seiner Farm erst einmal keine Sorgen machen muss: Murphy, Hennessy und die anderen haben bereits über siebzig Folgeaufträge bei anderen Produktionen ergattert.

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