Stadtleuchten in der Herbstsonne

Im Oktober kann das Licht in Dublin ganz besonders sein. (Sonst natürlich auch.)

Kameras und Smartphones aufladen – und dann schnell aus dem Hotelzimmer raus in die Stadt. Der Himmel! Die Häuser! Die Farben! Irland! Dublin!

Manche Menschen behaupten ja, es gebe auf Gottes weiter Welt kaum etwas Schöneres als einen Oktobertag in Dublin. Die allermeisten dieser Menschen sind natürlich Iren, und die meisten dieser allermeisten wiederum sind Iren, die in Dublin wohnen. Aber selbst unbefangene Besucher der irischen Hauptstadt soll an einem Oktobertag in Dublin schon einmal die Ahnung beschlichen haben, dass es möglicherweise kaum etwas Schöneres auf Gottes weiter Welt gibt als – nun ja: einen Oktobertag in Dublin. 
Wenn man Glück hat, wacht man auf an so einem Tag, und die Stadt draußen vor dem Fenster badet gerade in Gold. Die Sonne ist in einen babystrampelanzugsblauen Himmel geklettert, der Atlantikwind hat über Nacht die letzten Staub- und Rußpartikel aus der Atmosphäre geblasen, und alles scheint von innen heraus zu leuchten, die bunten Fassaden der Häuser, die Kopfsteinpflasterstraßen, die Mauern des Trinity College und die Statue von Molly Malone, die ganze große alte Stadt. 

Das Licht in Dublin kann außergewöhnlich sein, wahrscheinlich hat das mit der Nähe des Meeres zu tun, mit diversen Luftströmungen und anderen hochwissenschaftlichen Dingen. Muss man nicht wissen. Muss man nicht verstehen. Kann einem völlig egal sein an so einem Oktobermorgen, an dem sogar die gute, alte Liffey zauberhaft  schimmernd vor sich hin fließt. Und wie die Schwalben ihre Achten in den Himmel fliegen! Und wie die Fenster in den oberen Stockwerken die Strahlen der Sonne zurück schleudern! Anders gesagt: Alles ist perfekt an so einem Morgen. So lange, bis mittags dann die ersten Wolken aufziehen. 

(Aber bis dahin ist ja noch Zeit, viel Zeit, also raus aus dem Hotel, raus, raus, raus!)

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Dublin: Überraschend. Natürlich.