Die komplette Insel mit dem Wohnmobil (3 Wochen)

Die komplette Insel mit dem Wohnmobil erkunden

Woche 1

Mit An- und Abreise in Dublin, dem historischen Osten der grünen Insel, beginnt dieser Tourenvorschlag für Wohnmobile und Camper. Eine spannende Zeitreise durch die Jahrtausende liegt vor Ihnen.

A driving 80km
caravan and camping
Newgrange

Tag 1

Ab in die Steinzeit: Newgrange

Mit Nord-Kurs startet unsere 21tägige Umrundung der Insel von der irischen Hauptstadt über die M1 Richtung Drogheda. Schon die erste Etappe dieser Tour führt Sie in die Magie der großen geschichtsträchtigen Orte Irlands: zu den Megalithanlagen von Newgrange, Knowth und Dowth – mitten in die Steinzeit mit dem parkeigenen Bus! (Wohnmobile stehen auf dem engen Parkplatz am Visitor Center übrigens bequemer in der hinteren Sektion – an der Einfahrt geradeaus weiterfahren.) Ein Besuch des Weltkulturerbes ist ein beeindruckendes Erlebnis. Die Monumentalgräber sind älter als 5.000 Jahre. Sie stammen zum Teil aus Zeiten vor dem Bau der ägyptischen Pyramiden. Aber im Boyne Valley wird auch die frühere Neuzeit präsent. Die Schlacht am Boyne River entschied 1690 für mehr als dreihundert Jahre über die irische Geschichte, über die britische Besatzung und die spätere Teilung der Insel, die bis in die heutige Zeit wirkt.

B driving 105km
caravan and camping
Dundonald Touring Caravan Park

Keltische Spiritualität: Monasterboice

Auf dem weiteren Weg nach Nordirland lohnt der Abstecher nach Monasterboice. Der Parkplatz liegt gleich gegenüber dem prächtigen alten Friedhof. Die Klosterruine aus dem 6. Jhd. hat ihren wunderschönen Rundturm erhalten. Drei berühmte Hochkreuze aus dem 9. Jhd. bezeugen die keltische Spiritualität der sakralen Kunst jener Zeit.

Knapp 40km sind es noch zur offenen nordirischen Grenze. Hier gelten Meilen und britisches Pfund. Erstes Übernachtungsziel ist Dundonald, so nah an Belfast, dass der Ort oftmals für eine Vorstadt der nordirischen Hauptstadt gehalten wird. Wer sich die Zeit nimmt, verlässt die A1 und bummelt ab Newry über Newcastle die A24 dorthin. Die Straßen führen durch die landschaftlich schöne Region der Grafschaft Down. Abends ist die City von Belfast vom Campingplatz aus recht schnell mit Bus und Bahn oder dem Taxi erreichbar.

C walking Verweiltag
caravan and camping
Belfast

Tag 2

Visit Belfast: in Nordirlands Hauptstadt
Verweiltag in Dundonald: Belfast steht auf dem Programm, eine weltoffene, dynamische Metropole. Bus- und Bahn-Haltestellen liegen an der Kilmarnock Road, einen kleinen Fußmarsch vom Campingplatz entfernt. Eine besondere Empfehlung, in die nahe Hauptstadt zu fahren, sind die historischen schwarzen Taxis: Die berühmten Black Cabs holen ihre Gäste auch gleich vom Campingplatz ab: zu unterhaltsamen und geschichtsträchtigen Stadtrundfahrten in die Belfaster Gegenwart und die vergangenen Zeiten der späten 1960er bis 1990er Jahre. Die einstigen Troubles sind heute nach 20 Jahren mahnende Historie. Eine Tour zum nordirischen Parlament und zu den politischen Stätten vergegenwärtigt diesen bedeutsamen Friedensprozess. Seit dem Handshake von 1998 schreitet er stetig voran. 

Unvergessen: an den Docks der Titanic

Doch weit mehr prunkt Belfast heute in der pulsierenden Innenstadt rund um die City Hall mit großer Gastfreundschaft und seiner reichen Kultur. Sie reicht zurück bis zur Gründung durch die Normannen. Neben der modernen City und der lebendigen Musikszene gehört das Titanic Museum auf jedes Besuchsprogramm: an den ehemaligen Docks von Belfast gelegen, im futuristischen Titanic-Building, ist die dramatisch inszenierte Multivisionsshow über den Bau und die schicksalhafte Fahrt des Luxusliners ein unvergessliches Erlebnis für jeden Besucher.  


D driving 55km
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The Gobbins

Tag 3

Nordirlands Traumstraße: die Causeway Coastal Route 
Stadteinwärts nach Belfast, dann über die Autobahnen M2 und M5 geht es von Dundonald zum südlichen Einstieg der „Causeway Coastal Route“. Die Schilder weisen lapidar den Weg: „The North“. Von Carrickfergus und seinem mächtigen Castle aus schlängelt sich Nordirlands Traumstraße an der wundervollen Antrim-Küste nordwestwärts, rechter Hand das weite Meer. Von nun an weisen die braunen Schilder „The Causeway Coastal Route“ an der Küste entlang. Das heutige Etappenziel ist Bushmills. Der schönste Weg dorthin führt über Larne und Ballycastle. Etliche Attraktionen liegen am Wegesrand: der Gobbins Klippenpfad etwa, oder Glenarm Castle und Gardens.


E driving 85km
Glens of Antrim

Zwischen Antrims Tälern und Küsten

Wunderbare Ausblicke eröffnen sich fast hinter jeder Kurve. Zuweilen sind einige der meeresnahen Parkplätze mit ihren höhenbegrenzten Barrieren zwar nicht für Wohnmobile erreichbar: dann eben der nächste. Vor Cushendall führt ein lohnenswerter Abzweiger hinauf in den Glenarrif Forest Park und zu den wunderbaren Glens of Antrim. Meeresnah indessen geht es mit großartigem Panorama am North Channel entlang, in der Ferne am Horizont die schottische Küste: recht voraus im Norden die Insel Islay, rechter Hand und mehr nordöstlich der Mull of Kintyre. Von dort kamen die Ulster Scots auf die grüne Insel. Schottland und Irland sind einander in so vielerlei Hinsicht so nah: Vom schottischen Campbeltown aus – so weiß man – kann man in klaren Nächten die Lichter der Antrim Coast sehen. Im Sommer verkehrt sogar eine kleine Personenfähre zum schottischen Southend: hin und zurück. 


Wenn Sie etwas mehr Zeit haben

Nehmen Sie nach Bushmills den Schwenk über die Küstenstraße von Ballycastle nach Ballintoy – vorbei an den Ruinen des Kinbane Castle – und genießen Sie den Ausblick auf die vorgelagerte Insel Rathlin Island. Übrigens soll es in Ballycastle – kurz vor dem Fähranleger – eine der besten Fish-´n-Chips-Buden Nordirlands geben.

F Verweiltag
Giant's Causeway

Tag 4

Aktiv am Giants Causeway

Ein Verweiltag in Bushmills hält so viele Optionen offen: allen voran die Basaltküste am Giant’s Causeway, dem Weltnaturerbe, und Carrick-a-Rede, die Hängebrücke zur Insel der Lachsfischer. Hier wie dort ist Wandern angesagt. Die nahen Küstenpfade sind fantastisch, das Panorama gigantisch. Und es ist ein Leichtes, das eigene Fahrzeug stehen zu lassen. Am Eingang des Campingplatzes stoppt der „Causeway Rambler“, ein lokaler Bus-Service, der von Mai bis September alle Attraktionen an dieser wunderbaren Küste anfährt– über Dunluce Castle bis nach Portrush. An der Rezeption gibt es Tagestickets. Steigen Sie ein und lassen Sie sich für kleines Geld zu großen Erlebnissen kutschieren. Oder nehmen Sie das Bike – leihweise oder das eigene. Die Radwege eröffnen wunderschöne Routen. In Gehweite liegt Irlands älteste Destillerie Old Bushmills, die Teilnahme an einer Tour mit einem Tasting des berühmten irischen Whiskey sollten Sie am besten frühzeitig vorab online buchen.

G
Dark Hedges

Von Fionn mac Cumhaill zu Game of Thrones

Fantasy-Fans werden die Drehorte von „Game of Thrones“ nicht nur an der Küste um Ballintoy finden, dem fiktiven Hafen der Eiseninseln. Landeinwärts geht das Fabelland des Riesen Fionn mac Cumhaill (Finn McCool) über in „Die sieben Königreiche“. Hier finden Sie die Dark Hedges, die den Königsweg markieren. In der blutrünstigen Fantasy-Saga führt er aus Norden zum Hof von „Kings Landing“. Man parkt am nahen Hotel und schreitet – wie Abertausende begeisterter Fans zuvor – über die verknorzte Buchenallee, über die Lord Starks Tochter Arya ihren Verfolgern unerkannt entkam, ins Land der Helden von Westeros.

H driving 70km
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Derry~Londonderry

Tag 5

Zum Stadbesuch nach Derry an den River Foyle

Es geht weiter nach Derry~Londonderry. Die Anfahrt erfolgt über Coleraine auf der A2 und die große Brücke über den River Foyle. 1968 – vor nunmehr 50 Jahren – war die „Walled City“ ein Brennpunkt des Nordirlandkonflikts. Ein geführter Rundgang vom Visitor Information Center führt über die alten Stadtmauern zu den Wandgemälden von  „Free Derry“, in die große Vergangenheit, in die Zeit der Troubles und zurück in die jetzt friedliche Stadt. Annäherung schafft Gemeinsamkeit. 2013 war Derry die Kulturhauptstadt Großbritanniens.

I driving 70km
Malin Head

Von Nordirland nach Donegal

Nach dem morgendlichen Stadtbummel geht es von Nordirland zurück in die Republik Richtung Letterkenny und Downings. Hier ist der nordöstliche Einstieg in den Wild Atlantic Way erreicht. Ziel heute ist der hohe Norden Irlands, die Landspitze Melmore Head in der Grafschaft Donegal. Abseits der Route am nahen Malin Head, dem nördlichsten Punkt der Insel, liegt ein Schauplatz einer völlig anderen Welt: ein Drehort für „Die letzten Jedis“ aus der  Star Wars Verfilmung. Wer indessen unterwegs noch Zeit für die realen Schönheiten der Gegenwart erübrigen kann, nimmt den Abzweiger zum großartigen Glenveagh National Park. Vom Visitor Center gehen – auch kurze – Wanderungen aus: in die melancholischen Seenlandschaften von Donegal. Der Übernachtungsplatz ist Melmore Head.

J driving 115km
Slieve League

Tag 6

Südlich oder nördlich des Glenveagh National Park 

Melmore Head beglückt den Besucher im oberen Teil der Halbinsel mit zwei traumhaften Stränden: Tra Na Rosann Beach im Westen zum Sonnenuntergang und Mulroy Bay im Osten zum Morgenbad. Dann heißt es sich losreißen und aufbrechen. Von Rosguill aus weist der Wild Atlantic Way immer weiter westwärts. Wer bei der Anreise keine Zeit für den Abzweiger zum Glenveagh National Park fand, kann das zu Beginn der Weiterfahrt über die südliche Anfahrtsroute nach Gweedore nachholen (N56 – R251 – N56). Es lohnt sich. Anderenfalls führt die nördliche Schleife des Wild Atlantic Way über die N56 hinauf zu den einsamen Küsten Donegals.

Von Traumstränden zu Strandträumen

Beide landschaftlich schönen Strecken treffen in Gweedore wieder aufeinander. Von hier geht es in das nette Städtchen Dungloe, das während des Sommers für sein lebensfrohes Mary of Dungloe Festival bekannt ist. Maghery Beach, der weiße Sandstrand, liegt 5 km westlich. Nach einem Picknick schwenkt die Tour von dort südwärts zum Übernachtungsplatz in Killybeggs. Wer mag kann über die engen Straßen den Abstecher nach Slieve League wagen. Die höchsten Klippen Donegals bieten einen fantastischen Ausblick über den Atlantik. Der Parkplatz oben ist zwar auch für Wohnmobile zugänglich, läuft aber sackförmig zu und könnte besonders den größeren Fahrzeugen Probleme beim Wenden bereiten. Gesünder und anregender ist in jedem Fall der Weg zu Fuß hinauf. Ein Eiswagen oben am Klippenrand verheißt eine extra Belohnung. 


K
caravan and camping
Fermanagh

Tag 7

Vom südlichen Donegal zurück nach Nordirland
Heute geht es für einen Tag zurück nach Nordirland. Wer noch den Abstecher zu den Cliffs von Slieve League unternehmen möchte, muss 20 km hin und zurück rechnen und 3 Stunden extra einplanen. Eine Alternative ist die Umrundung der kleinen Halbinsel auf den engen Straßen Richtung Malin More Head. Es geht vorbei am schönen Strand von Glencolumbkille. Das hiesige Heimatmuseum mit seiner netten Cafeteria ist ein schöner Platz zum Lunchen. Es ist in den mit Reet gedeckten Häusern der alten Fischersiedlung untergebracht. 

Die Tour wird den Wild Atlantic Way kurzfristig verlassen, wenn es nahe Belleek über die offene Grenze nach Nordirland geht. Ziel ist die alte Festungsstadt Enniskillen in der Grafschaft Fermanagh mit ihrem trutzigen Castle am Lough Erne. Hier starten Bootstouren über den oberen See nach Devenish Island. Die Mönchsinsel ist berühmt wegen ihres herrlichen Rundturms. Ein wundervoller Übernachtungsplatz liegt an Lough MacNean mit großartigem Ausblick über den stillen See.


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Woche 2

An der Seenplatte von Fermanagh verlassen Sie Nordirland für diese Tour. In dieser zweiten Woche folgen Sie dem Wild Atlantic Way südwärts: von der Surferküste an die Küste der Buchten, über die Klippen des County Clare zu den Halbinseln des Südens. Eine dramatische Küstenlandschaft empfängt Sie.

L driving 70km
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Sligo

Tag 8

Von Nordirland in die Grafschaft Sligo

Heute geht es zurück über die grüne Grenze, zurück in die Republik Irland. Dort gelten wieder „km/h und Euro“, wie die Verkehrsschilder und Tankstellen alsbald deutlich zeigen. Zuvor sei ein Besuch der Marble Arch Caves im nahen Geopark dringend empfohlen: er liegt kaum 15 km und gut 15 Minuten vom Campingplatz in Belcoo entfernt. Eine geführte Wanderung durch die märchenhaften Grotten und eine unterirdische Bootsfahrt sind der perfekte Auftakt für die Weiterreise. Unmerklich überquert die Straße die innerirische Grenze, doch bald schon verraten ausgedehnte Wälder, stille Seen und mächtige grüne Tafelberge: dies ist Yeats Country, das Land des großen Dichters William Butler Yeats.

Durch Yeats Country an die Surfer Coast

Yeats Werk hat seiner Heimat Sligo ein poetisches Denkmal gesetzt. In Drumcliff am berühmten Ben Bulben, wo der irische Literatur-Nobelpreisträgers aufwuchs, liegt auch sein Grab. Ein Besuch lohnt. Unweit der idyllisch gelegenen Kirche am kleinen Friedhof steht ein wunderschönes Hochkreuz, nicht weit entfernt eine verfallene Abtei aus dem Ende des 6. Jahrhunderts, die dem Heiligen Columcille zugeschrieben wird. Im Drumcliff Besucherzentrum lässt sich prima lunchen, bevor Sligo zu einem Spaziergang einlädt. Die Hauptstadt der Grafschaft County Sligo liegt beschaulich am Garavogue River. Ein guter Platz für die Nacht ist an der Surferküste zu finden. Zu Füßen der Knocknarea Mountains liegt der Strand von Strandhill, ein Treffpunkt von Surfern aus aller Welt.

M driving 150km
Céide Fields

Tag 9

Sligo sehen – Mayo erfahren

Von Sligo und William Butler Yeats zum deutschen Dichter Heinrich Böll ist es ein weiter, aber wunderschöner Weg. Ein längerer Fahrtag durch Mayo führt nach Achill Island. Die Hauptroute verläuft von Sligo aus südwestwärts durch die melancholischen Moorlandschaften der einsamen Grafschaft. Als Alternative zur N59 bietet sich von Ballina der nördliche Bogen über eine kleine Straße R341 des WAW (South) zu den Megalithanlagen von Céide Fields an, dem größten neolithischen Feld der Welt. Dann über Bangor wieder weiter auf der N59. In beiden Fällen liefert diese Tagesetappe ein großartiges Landschaftserlebnis. 

Ballycroy Nationalpark

Gleich an der N59 hinter Bangor liegt mit dem Ballycroy-Nationalpark eines der größten Moore Irlands, ja Europas. Ein Stopp hier ist nach so weiter Fahrt gewiss willkommen: die Ausstellung im Visitor Center? Sehenswert! Kaffee und Kuchen? Köstlich! Ein kleiner Rundweg eröffnet eine grandiose Aussicht auf die Hügel der weiten Moorlandschaft. Gute Gelegenheit, die Beine zu vertreten, besteht auch wenige Kilometer weiter direkt an der N59: Der Claggan Mountain Coastal Trail führt an der Küste über einen Holzsteg am Wasser entlang, kurz vor Mallaranny/An Mhala. Von dort geht es rechts ab auf die R319 und über die kostenfreie Brücke nach Achill Island. Es ist nur noch ein kleines Stück zum dramastischen Strand von Keel und dem offenen Atlantik.

N Verweiltag
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Achill Island

Tag 10

Auf Achill Island zu Heinrich Böll

Nach langer Fahrt macht ein Verweiltag in Keel am Strand der Wellenreiter richtig Spaß. Die Bucht mit ihrem wunderbaren Sandstrand und einer riesigen Kiesdüne verlangt geradezu nach einem ausgedehnten Spaziergang. Wer sich traut, tut es den Surfern gleich und springt ins frische Wasser zum Baden. Wer aber nicht lange ruhen und sich umsehen will, nimmt den Achill Drive. Er ist Teil des Wild Atlantic Way geworden und führt zu den spektakulären Punkten dieser einmalig schönen Insel: zu Dugort Strand etwa oder zur Keem Bay, wo sich Croaghaun Mountain (688m), der größte Berg Achills auftürmt. Vom traumhaften Strand führt ein steiler Pfad durch einsame Moore hinauf auf den Grat.

Mit dem Irischen Tagebuch zu Heinrich Böll

Achill, die größte Insel Irlands, wurde in den Fünfziger Jahren die Wahlheimat des deutschen Literaturnobelpreisträgers Heinrich Böll. In Dugort, kaufte er ein Cottage. Mit seinem „Irischen Tagebuch“ hat er der Insel, der Grafschaft Mayo und dem liebenswürdigen Witz der Iren ein bleibendes Denkmal gesetzt. Das Büchlein gehört eigentlich ins Reisegepäck. Denn anhand seiner lassen sich die herrlichen Schauplätze der Böllschen Geschichten noch heute besuchen: das „Deserted Village“ liegt sogar unweit von Keel Strand am Fuß des Slievemore Mountain (671m). Der Abend indes gehört Keel, diesem wunderbaren Platz am wogenden Atlantik: Cafes und Restaurants sowie urige Pubs liegen nicht weit entfernt im kleinem Ort.

O driving 115km
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Westport

Tag 11

Aus der Weite Mayos

Zurück aufs „Festland“ führen alle Wege von der Insel über die Brücke am Achill Sound. Die heutige Etappe bleibt auf der N59., einer großartigen Küstenstraße, die südwärts das Städtchen Newport passiert, gleich am Great Western Greenway. Die alte Bahntrasse ist heute einer der schönsten Radwanderwege. Nicht weit dahinter ist Westport erreicht. Gelegenheit, das malerische Städtchen bei einem Bummel zu genießen oder Westport House zu besuchen. Besonders die Kinder mögen es wegen seines Abenteuerparks am schönen Campingplatz. Von Westport strebt die N59 unaufhörlich nach Süden. Ein kurzer Abstecher zum Croagh Patrick ist Pflicht. Dazu kurz auf die R335 einbiegen und nach dem Blick auf den Berg der Berge wieder zurück auf die N59. Das heutige Etappenziel ist die Renvyle Halbinsel.

In die Stille Connemaras

Wer indessen kleine Straßen nicht scheut, kann statt der N59 zunächst dem Wild Atlantic Way (South) folgen – immer über die R335 am Meer entlang – und ihn hinter Louisburgh für ein Stück verlassen und weiterhin der R335 folgen: über den Dhulough Pass. Die Strecke ist großartig. Immer knapp 2spurig, wird aber stellenweise sehr eng, vor allem am See. Daher Vorsicht, besonders am Ende, wo Schlaglöcher am Seitenrand sind. Zurück auf die N59 Richtung Clifden sind es noch gut 80km bis Renvyle durch die herrlichen Landschaften Connemaras und zur Renvyle Halbinsel vorbei an Kylemore Abbey. Ein schöner Übernachtungsplatz ist der idyllische Sandstrand von Tully.

P 10km
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Connemara

Tag 12

Auf der Renvyle Halbinsel

Mit eigenem Sandstrand vor der Tür ist ein Verweiltag an der Küste der Buchten ein besonderes Vergnügen. Und die Renvyle Halbinsel ist ein perfekter Ort, um die Faszination dieses ozeanischen Kosmos zu erfassen. Der Ausblick über das Meer, die Uferkulisse der Inseln und Halbinseln und auf die Berge Connemaras, die in diesem Küstenabschnitt dicht ans Wasser heranrücken wollen, ist von großer Erhabenheit. In der Ferne ist Irlands „heiliger Pilgerberg“ Croagh Patrick zu sehen. Und wenn die Sonne tief im Westen steht, leuchtet die weiße Kapelle auf seinem Gipfel hell auf.

Wandern im Connemara Nationalpark

Zugleich ist dieser Standort hier wohl einer der besten Ausgangspunkte, um in den nahen Connemara Nationalpark aufzubrechen, zu einem kurzen Spaziergang oder einer längeren Wanderung. Moor- und Heidelandschaften und eine besondere Vegetation prägen den Nationalpark, der 1980 auf dem Farmland der Kylemore Abbey begründet wurde. Auf dem Gipfel des Diamond Hill – 400 Meter über NN – lässt sich die spektakuläre Aussicht auf die herrliche Küste und die Bergkette der Twelve Pins am allerbesten mit der großartigen Seesicht von Renvyle vergleichen. Die Anfahrt hierhin gelingt für ein paar Euro sogar mit Taxi oder Bus. Das Wohnmobil muss gar nicht bewegt werden. Es sind kaum 10 Kilometer dorthin.

Q driving 85km
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Galway

Tag 13

Durch das schweigsame Connemara

Von Renvyle Peninsula aus, vorbei am Eingang zum Besucherzentrum des Connemara Nationalpark in Letterfrack, steuert die heutige Tagesetappe Galway an – bevorzugt über die N59. Wer Kylemore Abbey bei der Anfahrt vor zwei Tagen rechts liegen lassen musste, mag zu einem Abstecher dorthin zurückkehren. Kylemore Abbey, die älteste irische Benediktinerinnenabtei Irlands, wurde 1665 gegründet und ist einen Besuch wert. Aus den kargen Moorlandschaften Mayos und Connemaras führt der landschaftlich wunderschöne Weg in die Hauptstadt der gleichnamigen Grafschaft Galway. Der Weg ist das Ziel, zumindest während des Fahrtages. Zum Übernachten ist es Salthill, mit der Stoßstange an der Galway Bay. Schöner Abstecher am Wegesrand ist Ashford Castle in Cong am Lough Corrib.

An die lebensfrohe Galway Bay

Ein Nachmittags- oder Abendbesuch in der lebendigen Universitätsstadt am River Corrib ist angesagt. Mit dem Bus kommt man von Salthill im Halbstundentakt in die Stadt. Doch auch der Fußmarsch am stadteigenen Strandbad vorbei und über die Uferpromenade stadteinwärts hat ihren Reiz. Was isst man in Galway? Na, Meeresfrüchte. Die maritime Küche im irischen „Latin Quarter“ ist berühmt, die Austern der Hit. Um 22:30 Uhr fährt der letzte Bus zurück, aber ein Taxi findet sich die ganze Nacht.

R
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Cliffs or Moher

Tag 14

Von Galway auf den Mond

An der Galway Bay geht es auf dem Wild Atlantic Way und seinen immer enger werdenden Straßen von der N61 zur R477 und weiter bis nach Doolin ins County Clare. Dort um die Cliffs of Moher liegt Irlands Klippenküste mit ihren wohl verblüffendsten Gesteinsformationen im Karstgebiet des Burren. Der Burren ist eine geologische Rarität, seine Mondlandschaft eine Kuriosität. Sie taucht in die Galway Bay hinab und auf den vorgelagerten Aran Islands wieder auf. Ein langer Stopp an den Aussichtspunkten der Küstenstraße und ein Spaziergang über die erodierten Kalksteinterrassen bis an die Wasserkante der Meeresbucht, ist nur zu empfehlen. Schöner noch ist es, hineinzufahren in den Burren Nationalpark. Er steht unter der Schirmherrschaft der UNESCO.

Burren and Cliffs of Moher Geo- und Nationalpark

Nehmen Sie sich die Zeit, um den Burren in seiner bizarren Schönheit zu entdecken. Denn wann sind Sie das nächste Mal auf dem Mond? Es wird ein unvergessliches Erlebnis. Dafür ist der Info-Point im „Clare Heritage Centre“ in Corofin die beste Anlaufstelle. Sie wird vom National Parks and Wildlife Service bedient und gibt den Besuchern eine Übersichtskarte an die Hand. Schon gleich um die Ecke ist Caherconnell, ein keltisches Ringfort, zu besichtigen. Doch es gibt Attraktionen zuhauf: den magischen Poulnabrone Dolmen etwa, der wahrscheinlich irgendwann während der Jungsteinzeit zwischen 3.800 und 3.200 vor Chr. inmitten dieser kargen grauen Mondlandschaft errichtet wurde. Der Abend gehört Doolin, den Herzen des Irish Folk, mit einem Besuch seiner berühmten Singing Pubs nahe dem schönen Campingplatz am Doolin Pier gleich gegenüber den grandiosen Cliffs of Moher gelegen.

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Woche 3

Von der Küste der Klippen führt der Wild Atlantic Way auf die Halbinseln des Südens. In der dritten und letzten Woche dieser Tour reisen Sie vom County Clare in die Grafschaften Kerry und Cork, bevor es landeinwärts geht und zurück in Irlands historischen Osten. Es erwartet Sie eine große Geschichte – und Natur pur.

S driving 165km
Dingle

Tag 15

Von der Küste der Klippen zu den Halbinseln des Südens

Ein längerer Fahrtag führt Sie von Doolin an der Galway Bay über den Shannon bis zur Halbinsel Dingle. Sie haben die Wahl: abseits des Wild Atlantic Way auf dem Landweg nach Limerick zu einem Stadtbesuch (N85 – M18/N18 – N69 ca. 70 km mehr und teils gebührenpflichtig) oder mit der kleinen Flussfähre hinüber nach Tarbert (2 Std. plus Fährzeit). Beide Routen haben ihren eigenen Reiz und kommen nahe Tralee wieder zusammen. Von dort sind es auf die Dingle Halbinsel noch 100 km. Auf dem Weg zur Killimer-Fähre ist hinter Doolin (R479 zur R478) alsbald schon ein erster unverzichtbarer Stopp angesagt: an den großartigen Cliffs of Moher. Weiterfahrt durch die friedliche Shannon-Region über die N67. Wer engere Straßen meiden möchte, folgt ihr über Kilrush und dann den Fährbootschildern zum Fähranleger Killimer.

Von der Grafschaft Clare in die Grafschaft Kerry

Die Passage über die Mündung des mächtigen Shannon ist sehr beeindruckend, mit etwas Glück sind Delphine zu sehen. In Tarbert haben Sie die Grafschaft Kerry erreicht. Von hier verläuft die N69 über Listowel nach Tralee. Ein Kaffeestopp in der schönen Stadt ist angeraten. Die Weiterfahrt nach Dingle MUSS unbedingt über die N86 erfolgen. Denn Achtung: der Connor Pass (R560) ist ab 2t gesperrt und damit für Wohnmobile nicht passierbar. Halten Sie in Dingle (Stadt) zu einem Bummel durch die kleine, bohème irische Stadt. Das Tourismusbüro am Hafen gibt Ihnen Infos und Karten über den „Ring of Dingle“ und den Drehsinn der Busse dort: im Uhrzeigersinn. Ein schöner Übernachtungsplatz liegt am berühmten Gallarus Oratory an der Westspitze. Sie folgen dorthin einfach dem „Ring of Dingle“ und seinen schönen Aussichtspunkten auf die Küste – im Uhrzeigersinn!

Nützliche Information

Wohnmobil- und Caravanfahrer sollten generell den Drehsinn der routierenden Busse am „Ring of Dingle“ beachten: sie fahren im Uhrzeigersinn! Folgen Sie ihnen! Denn eine Begegnung breiter Fahrzeuge mit den vielen Touristenbussen führt auf den engen bis einspurigen Straßen – nicht nur in der Hochsaison – schnell zum Verkehrsinfarkt. Bleiben Sie gelassen dahinter und rollen Sie relaxt über diese oft küstennahe Traumstraße zu den Naturschönheiten dieser wundervollen Halbinsel. Am Ring of Kerry geht es übrigens genau anders herum: gegen den Uhrzeigersinn!

T driving 150km
Killarney

Tag 16

Im Uhrzeigersinn nach Dingle und Inch

Die Kapelle des „Gallarus Oratory“ am Morgen ist ein erhabener Auftakt für die Weiterfahrt. Der „Ring of Dingle“ führt Sie – im Uhrzeigersinn! – über die Traumstraße dieser Halbinsel zurück zum Wild Atlantic Way (South), vorbei an den vielen spektakulären Naturschönheiten. Über den Wild Atlantic Way geht es heute Vormittag – am Strand von Inch Beach vorbei – zum Killarney Nationalpark. Abends benötigen Sie von dort noch gut eine Stunde Fahrzeit, um am meeresnahen Camping am Ufer der Iveragh Halbinsel zu entspannen. Denn eine Übernachtung im Nationalpark ist nicht erlaubt. An Muckross House, dem Zentrum des Parks, ist eigens für die Besucher mit Campingfahrzeugen ein großzügiger Parkplatz eingerichtet worden. Doch Achtung: er schließt am Abend und Freischließen ist teuer. Lassen Sie es nicht darauf ankommen, sondern beachten Sie die Schlusszeiten. Es geht um den Schutz eines der letzten großen Naturreservate Irlands.

Wald- und Seenidyllen im Killarney Nationalpark

Mit seiner Seen- und Waldlandschaft ist der Killarney Nationalpark ein selten schönes und in Europa wohl einmaliges Naturgebiet. Wasserfälle und wunderbare uralte Bäume, darunter auch mächtige Redwoods, sind nur eine seiner vielen Besonderheiten. Der Park beherbergt die letzten Eichenwälder Irlands. Spaziergänge von Muckross House zur nahen Abtei (1,5 km) und kleine Wanderungen am Ufer der Seen sind wunderbare Ausflüge und leicht zu Fuß zu machen. Optional können Kutschen oder Fahrräder gemietet werden, um die Seen an diesem Nachmittag in wenigen Stunden zu umrunden. Am Abend wird es dann Zeit, zum Meer aufzubrechen. Bevorzugte Straßen dorthin sind die N71 bis Killarney, dann die N72 nach Killorglin und dort die N70 nach Cahersiveen WAW (South). Die Straßen sind meist breit und zügig zu befahren. Ein schöner Platz an der milden Golfstromküste von Süd-West Kerry liegt in Cahersiveen direkt am Ufer der Iveragh-Halbinsel.

U driving 35km
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Ring of Kerry

Tag 17

Iveragh Halbinsel und Cahersiveen

Ein Verweiltag im gemütlichen Cahersiveen, am „Ring of Kerry“, dazu direkt am Meer, das verlangt Abwägung und Entscheidungen. Sehenswürdigkeiten gibt es mehr als genug: ortsnah Staigue Fort, eines der schönsten Ringforts Irlands, oder O´Connors Geburtshaus, beide mit dem Fahrrad und selbst zu Fuß prima zu erreichen. Oder einfach die Aussicht aufs Meer genießen. Abends dann vielleicht ein Besuch in einem der vielen netten Restaurants und Pubs. Wer Tatendrang verspürt, die Region zu erkunden, mag Valentia Island aufsuchen – hin mit der Fähre (7,50 €) und zurück über die kostenlose Brücke beim malerischen Hafenstädtchen Portmagee oder umgekehrt. Am Anleger der Pendelfähre ist fangfrischer Fisch und Hummer zu kaufen. Die Straße ist zuweilen schmal und einspurig, aber mit Vorsicht gut befahrbar. Nur zum Leuchtturm ist es steil und eng und für Wohnmobile NICHT zu empfehlen.

Meeresnah am Ring of Skelligs 

Die Umrundung von Valentia Island wird im Westen mit einer grandiosen Aussicht auf die Mönchsinsel Skellig Michael belohnt. Wer dieses Weltkulturerbe von Portmagee aus mit dem Boot besuchen und sein Felsenkloster erklimmen möchte, sollte frühzeitig für diesen Tag vorbuchen. Ansonsten bei Skellig Experience die Ausstellung besuchen und einen Platz auf den begehrten Booten ergattern, die die Insel umrunden. Seit Star Wars: Episode VII ist Skellig Michael unter den Science Fiction Fans bekannt. Am Wild Atlantic Way sind etliche Drehorte zu finden, einige hier am Skellig Ring, der für mobile Erkundungen der Schönheiten Kerry´s nur zu empfehlen ist. Denn für entspannte Ausflüge ist er weitaus ruhiger als der vielbefahrene Ring of Kerry, der übrigens gegen den Uhrzeigersinn von den Ausflugsbussen umrundet wird - so wie gestern Abend bei der Anfahrt nach Iveragh.

V driving 140km
caravan and camping
Blarney Castle

Tag 18

Gegen den Uhrzeigersinn: viel Zeit für Kerry und Cork

Von Cahersiveen geht es heute nach Blarney. Dort ist der nächste Stopp zum Übernachten und zum Verweilen vorgesehen. Gleichsam vor der Tür liegt der vielbefahrene Ring of Kerry. Er gehört den Besucherbussen und wird von ihnen (meistens) gegen den Uhrzeigersinn umrundet. Entsprechend reihen sich (viele) Wohnmobilisten und Caravaner ein und folgen ihnen entspannt in diesem Drehsinn südwärts auf einer spektakulären Touristenstraße: recht voraus, sonst rechter Hand, eine grandiose Aussicht über das Meer mit etlichen Panorama-Stopps. Die Schilder des Wild Atlantic Way weisen den Weg: über die N70 von Waterville nach Kenmare. Ein Stopp zum Besuch des schönen Städtchens lohnt sich.

Zu Blarney Castle and Gardens

Wer früh genug in Blarney in der Grafschaft Cork ankommt, hat zwei wunderbare Angebote zur Besichtigung, ansonsten muss man wählen: die Woollen Mills oder das Blarney Castle. An der  berühmten Burg und ihren wunderschönen Gärten ist ein großer Parkplatz. Den Stein von Blarney zu küssen, heißt, mit Beredsamkeit belohnt zu werden, oder bestraft, je nachdem wie Ihre Familie das sieht. Einen Besuch lohnt ebenfalls die Blarney Woollen Mills mit ihren Strickwaren, regionalen Erzeugnissen und Souvenirs (bis 18.00 offen). Oberhalb von Blarney empfängt Sie in ländlicher Ruhe ein familienfreundlicher Campingplatz, ideal gelegen, um morgen die irische Riviera zu besuchen: vor allem die Hauptstadt des Südens, Cork und ihren alten Hafen Cobh.

W Verweiltag
Cork City

Tag 19

In Irlands heimlicher Hauptstadt Cork

Verweiltag in Blarney heißt für den einen: Stadt-und Pub-Besuch des reizenden Örtchens. Für andere, auf Bus oder Bahn oder Taxi umsteigen und die heimliche Hauptstadt Irlands besuchen, die Universitätsstadt Cork. Läuten Sie die Glocken auf St Ann´s Church und besuchen Sie das Buttermuseum. Nach einer Stadtführung oder -besichtigung auf eigene Faust ist ein delikater Lunch im English Market angesagt: kulinarisch und ästhetisch unvergesslich. Derart gestärkt ist am frühen Nachmittag Corks alter Hafen einen Ausflug wert: Cobh liegt nur wenige Kilometer vor der Stadt.

Zum Auswandererhafen Cobh

Cobh ging nicht allein als der Auswandererhafen Irlands in die Geschichte ein, sondern auch durch die Titanic, die hier zu ihrer Schicksalsfahrt auslief. Wer in Belfast war, wird das südirische Pendant der Ausstellung  sehen wollen, sie liegt gleich am Hafen: In der Titanic Experience schlüpfen Sie in die Rolle eines der Passagiere. Das lebensfrohe Städtchen ist heute eine sympathische Sommerfrische der „irischen Riviera“. Wer also das eigene Fahrzeug zur Erkundungstour der Grafschaft Cork nehmen möchte, sollte gleich Cobh ansteuern und an der Uferpromenade parken. Oder im Süden den Old Head of Kinsale anpeilen. Das idyllische Städchen Kinsale ist der südliche Ein- und Ausstieg zum Wild Atlantic Way. Hier am Ende seines letzten oder ersten Abschnitts, an den Halbinseln des Südens, wendet sich diese Tour morgen noch einmal landeinwärts und der Mitte der Insel zu: Irlands historischem Osten. Doch der heutige Abend gehört Blarney und seinen gemütlichen Pubs.

X driving 160km
caravan and camping
Kilkenny

Tag 20

Zum Rock of Cashel, dem Sitz der irischen Hochkönige

Von Blarney führt eine Schnellstraße landeinwärts: die N8 zur Motorway 8 in Richtung Dublin. An der Ausfahrt 9 zeigt die Beschilderung das nahe Ziel: das frühe Mittelalter und den Rock of Cashel. Die Königsburg ist das Prunkstück einer historischen Reise durch Irland, kultur- und baugeschichtlich ein Juwel. Zu ihren Füßen liegt mit Brú Ború, das Kulturzentrum für traditionelle Musik und irischen Tanz. Fragen Sie, ob es heute Veranstaltungen gibt: die Aufführungen sind hinreißend. Auf der anderen Seite der Burg, die mit herrlichen Aussichten auf das weite Land der Grafschaft Tipperary leicht zu Fuß zu umrunden ist, liegen die sehenswerten Ruinen der prächtigen alten Hore Abbey. Steigen Sie ein in Irlands historischen Osten, bevor Sie sich wieder ans Steuer setzen, um ins lebendige Hochmittelalter von Kilkenny zu reisen.

Vom frühen ins hohe und späte Mittelalter

Nach dem Lunch steht die Fahrt nach Kilkenny auf dem Programm: für den Stadtbesuch parken Sie mitten in der Stadt Kilkenny auf dem großen gebührenpflichtigen City-Parkplatz, der Ihnen nicht zuletzt eine gute Einkaufsmöglichkeit eröffnet. Von hier starten Sie ihren Stadtbummel über die Medieval Mile zu Kilkenny Castle und zurück zur frühgotischen St. Canice's Kathedrale mit dem herrlichen Rundturm davor. Doch Kilkenny ist nicht umsonst auch wegen seines schmackhaften Red Ales berühmt. Die Brauerei ist auf einer sehr unterhaltsamen Führung zu besichtigen: Smithwick's Experience. Die Fahrt zum Campingplatz führt an den Stadtrand in eine ruhige Randregion. Für einen Pub-Besuch in der quirligen Stadt nehmen sie Bus oder Taxi.

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caravan and camping
Wexford

Tag 21

Rückkehr: über Wexford nach Rosslare

Der letzte Tag dieser Tour bedeutet Rückkehr: zurück zu unserem Ausgangspunkt Dublin oder zurück zum europäischen Festland über den Fährhafen Rosslare. Von Kilkenny sind beide Routen – selbst mit Blick auf die Abfahrtszeiten der Fähren zeitnah zu bewältigen. Zur Ostküste nach Wexford sind es auf direktem Wege über die kleine R700, N30 und N25 gut 1,25 Stunden, über die breite M9 Süd und N25 im Bogen via New Roos immerhin 1,5 Stunden für 100 km nach Wexford. Dann sind es noch gut 20 km zum Fährhafen Rosslare. Wer erst morgen aufs Schiff muss, bleibt im schönen Wexford an der Irischen See. Auf dem Wege dorthin liegt in Ferrycarrig der Irish National Heritage Park, ein Historienpark, der wunderbare 9.000 Jahre irischer Geschichte für Sie beherbergt und Ihnen einen fantastischen Rückblick auf Ihre Zeitreise beschert.

Rückkehr: über Glendalough nach Dublin

Über die M9 Nord besteht eine schnelle Nordverbindung Richtung Dublin. Doch auf dem Wege locken – eine, wenn nicht sogar zwei – ganz große Verführungen dieser letzten Etappe, ja dieser Tour. Da ist die großartige alte Klosterruine Glendalough im Tal der zwei Seen, Sinnbild des religiösen, spirituellen Irlands im historischen Osten. Da ist weiterhin der Wicklow Nationalpark, eine der großen einsamen Landschaften an der Ostküste. Die Empfehlung lautet: über die M9 mit Abfahrt Stonehouse auf die R747 nach Glendalough und von dort durch die Wicklow Mountains über die Military Road zurück nach Dublin. Wer es eilig hat, schwenkt hinüber auf die meeresnahe M1 und nimmt die Autobahn nach Dublin.

Wie auch immer Sie ihre Route wählen, Irland wird Sie bestimmt nicht verlassen. Denn eine Rückkehr von der grünen Insel ist meistens kein Abschied auf immer. Zumal Sie nun wissen, wo Sie beim nächsten Mal länger bleiben wollen. Céad míle fáilte: Sie sind hunderttausendfach willkommen!

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