Golferlebnisse im Land des Open-Champions

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Royal Portrush

Die The Open in Royal Portrush war sicherlich der Höhepunkt der europäischen Golfsaison 2019 – und mit dem Iren Shane Lowry einen würdigen Sieger gefunden. Rund 237.500 Tickets wurden für The Open verkauft, wodurch das diesjährige Turnier die meisten Besucher einer The Open außerhalb von St. Andrews erzielte! Auch die Dubai Duty Free Irish Open zwei Wochen zuvor im ehrwürdigen Lahinch Golf Club hat die Vielfalt des Golfangebots auf der grünen Insel unterstrichen. Wer nun noch mehr Lust auf Golf in Irland und Nordirland verspürt, sollte auch die Nebensaison in Herbst und Frühjahr für eine Reise in Betracht ziehen. Die Vorteile: sowohl die Golfplätze als auch die Hotels sind weniger stark frequentiert, auch die zahlreichen weiteren Sehenswürdigkeiten sind nicht so überlaufen. Auch bei den Greenfees lohnt sich die Nebensaison oft, da die Runden dann teils deutlich günstiger angeboten werden. Wir stellen Ihnen einige der bekannteren und weniger bekannteren Golfanlagen vor.

Seapoint Golf Links – ein Geheimtipp nahe Drogheda
Rund 20 Autominuten von Drogheda, direkt oberhalb des bekannteren County Louth Golf Clubs (Baltray), findet man diesen ursprünglichen Linkscourse. Die ersten neun Bahnen haben teilweise eher Parkland-Charakter, an einigen Bahnen kommt Wasser ins Spiel. Die zweiten Neun bieten dann Linksgolf vom Feinsten. Besonders die beiden Schlussbahnen entlang des Meers sind traumhaft. Vom Abschlag der vorletzten Bahn überblickt man die gesamte Anlage – und sollte sich dann vor dem Teeshot des anspruchsvollen Par 3s wieder ganz auf seinen Schwung konzentrieren. Der noch relativ junge Platz war bereits mehrfacher Austragungsort renommierter Wettspiele, unter anderem der Irish PGA Championship. Das Greenfee liegt wochentags bei 90 Euro sowie 120 Euro am Wochenende.

Wicklow Golf Club – Der Geheimtipp im County Wicklow
Für 35 bis 40 Euro Greenfee kann man in Deutschland vielerorts gerade einmal neun Bahnen spielen. Der Wicklow Golf Club, ein typischer Members Club in Irland, bietet dafür eine komplette 18-Loch-Runde mit teils spektakulären Aussichten auf die Berge und die Küstenlinie. Die Spielbahnen des 1904 gegründeten Clubs folgen der Küstenlinie und sind perfekt in die hügelige Landschaft des Counties eingebettet – wer die zahlreichen Höhenmeter bequemer absolvieren möchte, sollte einen Buggy mieten. Schon die erste Spielbahn vom Clubhaus bergab in Richtung der Ruinen von Black Castle beeindruckt. Ein Highlight ist der Abschlag von Bahn 6, die den bezeichnenden Namen „Pebble Beach“ trägt: der hintere Abschlag befindet sich auf einem Felsvorsprung, die gesamte Spielbahn zieht sich entlang der Klippen. Auf den Back Nine sollte man vor allem an den Bahnen 13 bis 15 einen Blick auf die Küstenlinie nicht vergessen, erreicht man hier doch den höchsten Punkt der gesamten Anlage. Nach der Runde lädt das 2002 neu gebaute Clubhaus zum Verweilen ein.

Waterville Golf Links – auf den Spuren von Charlie Chaplin

Direkt am Ring of Kerry liegt einer der schönsten und ursprünglichsten Links Courses Irlands: der Waterville Golf Links. Der Ort Waterville hat schon viele Prominente angezogen – und anderem Charlie Chaplin, dem eine Skulptur an der Strandpromande gewidmet ist. Der Platz bietet alles, was man von Linksgolf erwartet: Küstennähe, Wind, in die Dünen eingebettete Spielbahnen und strategische Herausforderungen. Dennoch ist Waterville Golf Links auch für Linksgolf-Einsteiger bestens geeignet. Zu den Fans des Platzes zählte kein geringerer als Payne Stewart, dem am Practice Green eine Statue gewidmet ist. Den vielleicht schönsten Blick über das auf John A. Mulcahy zurückgehende Design hat man vom hintersten Abschlag der 16. Spielbahn. Hier zeigt sich auch die Besonderheit, dass der Platz nicht nur auf einer Seite an das Wasser angrenzt, sondern in eine kleine Landzunge eingebettet wurde. Trotz aller Tradition geht die Anlage jedoch mit der Zeit: das Clubhaus wurde aufwändig renoviert, und das weltweit führende System zum Spielzeitmanagement, TagMarshal, wird hier ebenfalls eingesetzt.

 

Dromoland Castle Golf Club – Golfträume rund um ein Schloss

Wenn es den Begriff „Parkland-Course“ nicht schon gäbe, für den Dromoland Castle Golf Club müsste man ihn erfindenn. Denn die traumhafte 18-Loch-Anlage zwischen Limerick und Galway erstreckt sich rund um ein altes Schloss aus dem 15. Jahrhundert, dass inzwischen zum 5-Sterne-Hotel umfunktioniert wurde. Auch der Platz bietet ein Golferlebnis vom Feinsten: ein herrliches Clubhaus mit perfektem Service und ausgezeichneter Küche, modernste Buggies und wunderbar gepflegte Spielbahnen. Die ersten neun Bahnen sind etwas einfacher, dennoch hat man auch hier den einen oder anderen blinden Teeshot. Ein Höhepunkt ist Bahn 7: ein Par 3, dessen Grün deutlich unterhalb des Abschlags liegt, noch dazu mit dem Schloss und dem großen Teich links als Hintergrund – da fällt es schwer, sich auf das Spiel zu konzentrieren... Die Back Nine beginnen mit zwei Bahnen rund um den See – und vom Cartweg vor dem elften Grün aus hat man einen herrlichen Blick auf das Grün, den See und das malerische Schloss als Hintergrund. Danach darf man sich mit einem Drink und mehr im Clubhaus für die Runde belohnen – und im Kaminzimmer sollte man auf die besondere Tapete achten.

Connemara Golf Links – ein Linkstraum in unvergleichlicher Landschaft

Seit 1973 ist die ohnehin spektakuläre Landschaft Connemaras um eine Attraktion reicher: den Connemara Links Course. Der 18-Loch-Championship Course (die Anlage bietet einen zusätzlichen 9-Loch-Platz) liegt eingebettet zwischen Atlantik und die Ben Mountains. Wind herrscht hier fast immer – und an vielen Spielbahnen hat man den Eindruck, er wurde bereits bei der Anlage der Bahn und der Berechnung der Bahnlänge eingerechnet. Immer wieder sieht man eine Besonderheit dieser Anlage: große Felsen, die sich entlang der Fairways ziehen. Vor allem am Par 3 an Bahn 7 kommt der Wind spürbar ins Spiel – je nach Richtung kann dies schon einmal bis zu 2 Schläger mehr oder weniger bedeuten. Auch an den übrigen Bahnen gilt oft die Devise „if it’s breazy, swing it easy“, und mancher Schlag ins Grün wird besser als flacher Chip denn hoher Pitch gespielt. Die Back Nine sind noch spektakulärer, bieten sich hier immer wieder unglaubliche Aussichten auf das Meer und die Landschaft. Das Signature Hole ist Bahn 13, ein langes Par 3. Vom Abschlag der 14. Bahn hat man einen herrlichen Rundblick auf die gesamte Anlage. Wasser kommt auf diesem fantastischen Platz nur selten ins Spiel, beispielsweise vor dem 16. Grün. Kein Wunder, dass der mehrfache Major-Sieger Tom Watson zu den größten Fans dieses Platzes zählt!

Esker Hills Golf Club – zu Gast bei Shane Lowry

Der amtierende Champion Golfer of the Year Shane Lowry hat seine Heimat in diesem wunderschönen Golfclub nahe Tullamore. Der Parkland-Course erfordert ein sehr gutes Coursemanagement. Kaum eine Bahn ohne Dogleg, blinden Teeshot, Schräglage oder Wasserhindernis – die Herausforderungen sind äußerst vielfältig. Zudem liegen Abschlag und Grün selten auf der gleichen Höhe, die gesamte Anlage ist – wie der Name schon andeutet – in die hügelige Landschaft eingebettet. Der Pflegezustand ist ausgezeichnet und die Gastfreundschaft typisch irisch herzlich – das Ganze noch dazu zu einem sensationellen Greenfee von rund 30 Euro wochentags, ein echter Geheimtipp auf dem Weg von Galway nach Dublin!

Ardglass Golf Club

Die Anlage, an der Ostküste der irischen Insel Richtung Isle of Man gelegen, ist ein wunderbarer Links-Course mit vielen beeindruckenden Aussichten auf das Meer. Und Ardglass wartet mit einer weiteren Besonderheit auf: dem ältesten Clubhaus der Welt! Seine Ursprünge lassen sich bis ins Jahr 1405 zurückverfolgen, und damit liegen die Wurzeln des Clubhauses sogar noch vor den verbrieften ersten Erwähnungen des Golfsports selbst. Der Platz bietet ein sehr faires Design, die Bahnen sind nicht allzu lang und an immerhin 8 Bahnen spielt man direkt an der Irischen See – da kommt an einigen Stellen fast schon ein wenig Pebble Beach-Stimmung auf. Aber die exponierte Lage bedeutet auch, dass das Spiel auf diesem wunderschönen Golfplatz stark durch die Witterung beeinflusst wird. An schönen, sonnigen Tagen kann man hier eine absolute Traumrunde genießen – bei Wind und Regen zeigt der Platz seine Zähne. Nach dem letzten Putt sollte man auch den sehr gut sortierten Proshop besuchen und den hoffentlich erfolgreichen Score bei einem Pint im Clubhaus begießen.

Castlerock Golf Club – Golf im Bann des „Bann“

Der Castlerock Golf Club liegt rund eine halbe Autostunde westlich des diesjährigen The Open-Austragungsorts, Portrush, entfernt. Er grenzt an die linke Uferseite des Flusses Bann – auf der rechten Flussseite befindet sich der ebenfalls ausgezeichnete Portstewart Golf Club. Castlerock bietet einen 18- sowie einen 9-Loch-Platz. Der bekanntere Platz ist der 18-Loch Mussenden Course, dessen Greenfee bei 100 GBP liegt. Ebenfalls sehr reizvoll und kein Kurzplatz, sondern ein vollwertiger 9-Loch-Linkscourse, ist der Bann Course, der seinen Namen vom gleichnamigen Fluss erhalten hat. 3 Par 3s, 5 Par 4s sowie 1 Par 5 bieten ein anspruchsvolles Golferlebnis bei moderater Bahnlänge. Seine Lage inmitten der Dünen erfordert zudem sehr präzises Spiel. Sehr erfreulich ist auch das Greenfee mit gerade einmal 20 GBP pro 9-Loch-Runde.

Lough Erne Resort – Golfen am Tagungsort der G8

Das Lough Erne Resort nahe Enniskillen ist eines der Top-Golfresorts Irlands und bietet neben einem Fünf-Sterne-Hotel zwei 18-Loch-Golfplätze: den Castle Hume Course und den Faldo Course. 2013 fand das sechste G8-Gipfeltreffen statt, an dem unter anderem Barack Obama teilnahm. In der Gordon Wilson Library des Hotels erinnern zahlreiche Fotos an das Treffen der Staatsmänner und -frauen. Der Castle Hume Course misst bis zu 6.200 Meter und wurde als Parklandplatz angelegt. Noch spektakulärer und anspruchsvoller ist der vom sechsfachen Major-Sieger Nick Faldo designte Platz. Immer wieder treffen die Bahnen auf den Lough Erne, zudem winden sich die Fairways entlang der Hügel rund um das Resort. Tiefe Bunker sorgen oftmals fast für Links-Feeling, obwohl der Platz eine Mischung aus Parkland- und Heideplatz ist. Mit rund 6.400 Metern ist der Platz vor allem von den hinteren Teeboxen sehr anspruchsvoll, Wind und Wetter können sich zusätzlich auf die Anforderungen auswirken. Vor allem die teils spektakulären Par 3s dieses Platzes und die beiden tollen Schlussbahnen, zwischen den See und das Resort eingebettet, bleiben von der Runde in Erinnerung. Das Greenfee ist für die sehr hohe Platzqualität außergewöhnlich günstig: der Castle Hume Course kann täglich für 20 GBP gespielt werden, für den Faldo Course werden für 2 Personen inklusive Buggy ab 99 GBP aufgerufen (für 4 Spieler in einer Buchung inklusive 2 Buggies ab 159 GBP). Am schönsten ist es, die Runde mit einem Aufenthalt im Resort zu verbinden und den ausgezeichneten Service sowie die fantastischen Speisen zu genießen. Das Catalina Restaurant wurde als erstes nordirisches Restaurant überhaupt mit 3 AA-Rosetten ausgezeichnet.

Sepp Maier neuer Golfinfluencer für Irland und Nordirland

Um die Präsenz auf dem deutschen Markt weiter zu intensivieren, haben wir den früheren Weltklasse-Torhüter Sepp Maier zum Golf-Influencer für Irland und Nordirland ernannt. Der mehrfache Deutsche Meister, Welt- und Europameister ist seit Jahren Fan der Golf-Vielfalt Irlands. Der begeisterte Golfer hat in den vergangenen Jahren bereits zahlreiche Golftouren in alle Regionen der Insel Irland unternommen und ist ein absoluter Experte in Sachen Golf in Irland. Im Zuge der Zusammenarbeit werden Golf-Gruppenreisen angeboten, die von Sepp Maier persönlich begleitet werden. Der renommierte Frankfurter Golfreise-Spezialist Classic Golf Tours bietet aktuell diese zwei Reisen an:

- Sepp Maier Irland Reise „Hidden Secrets“  Reisezeitraum: 18.-25.05.2020

- Sepp Maier Nord-Irland Reise Reisezeitraum: 17.-25.08.2020

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