Aran-Inseln, Grafschaft Galway

Dieses Trio repräsentiert die Kultur und Geschichte des rauen Westen Irlands.

Inishmore

Mitten in der Galway Bay befinden sich die Aran-Inseln – Inis Mór, Inis Meáin und Inis Oírr – die letzten Stücke Land vor Amerika. Tausende Besucher verfallen jedes Jahr dem Charme der Inseln, auf denen irische Traditionen noch immer gepflegt werden.

Bilder der Inseln sind aufgrund der Landschaft, die von den für den Westen Irlands typischen Steinmauern durchzogen ist, sofort erkennbar. Dennoch hat jede Insel ihren eigenen besonderen Charakter.

Inis Mór

Inis Mór ist die größte der Inseln („mór“ bedeutet „groß“ auf Irisch) und hat etwa 800 Einwohner. Sie ist 12 km lang und 3 km breit und beherbergt zahlreiche historische Stätten, wie Dún Aonghasa (Dun Aengus), Na Seacht dTeampaíll (die Sieben Kirchen) und einen Rundturm.

Inis Meáin

Inis Meáin heißt übersetzt „die Mittlere“. Auf dieser Insel ist man stolz darauf, auch in modernen Zeiten die Tradition zu pflegen. Neben modernen Strickwaren werden hier von der Inis Meain Knitting Company noch immer die weltberühmten Aran-Pullover hergestellt. Der Überlieferung nach ist der Pullover entstanden, als ein Fischer und seine Familie begannen, ein besonderes Muster einzustricken. Sollte er ertrinken und seine Leiche vielleicht erst Wochen später gefunden werden, hätte er so anhand des Musters identifiziert werden können. Der Schriftsteller J. M. Synge schrieb über die Insel: „Dies ist der letzte Außenposten des alten Europas. Ich bin dankbar, dass ich ihn sehen darf, bevor er für immer verschwindet.“

Inis Oírr

Inis Oírr ist die kleinste und am weitesten östlich gelegene Insel. Sie ist keine 3 Quadratkilometer groß und kann damit in vier Stunden vollständig umwandert werden. Die Landschaft auf Inis Oírr ähnelt der des Burren in der Grafschaft Clare. Deshalb steht die Pflanzenwelt hier auch unter Naturschutz. Ihre aktuelle Einwohnerzahl beträgt 250.

Die Aran-Inseln haben im Lauf der Jahrhunderte zahllose Schriftsteller, Dichter und Künstler inspiriert. Viele besuchen die Aran-Inseln auf der Suche nach Ruhe und dem authentischen, ländlichen und traditionellen Irland. Auf allen drei Inseln wird Irisch gesprochen. Alle Einwohner sind aber zweisprachig und sprechen daher auch Englisch.

Die Inseln sind problemlos mit der Fähre erreichbar, die täglich von Rossaveal (Ros a Mhíl) außerhalb der Stadt Galway ablegt. Vergessen Sie nicht, dass Sie sich am Rand Irlands und auf dem Atlantik befinden und ziehen Sie sich entsprechend an – es kann hier draußen windig werden. Aber oft wird es auch richtig warm, so dass Sie sich in die Wogen stürzen können. Schon kurz danach kann es aber anfangen zu regnen und ohne Anorak und Gummistiefel geht nichts mehr …

Kehren Sie auf die Fähre zurück und setzen Sie Ihre Reise auf dem Wild Atlantic Way fort.

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