Willkommen im Land von Moby Dick

Es war im Jahr 1973. In einem Interview mit dem Regisseur John Huston hat ein irischer Fernsehmoderator gerade etwas Falsches gesagt.

A humpback tail fluking zur Verfügung gestellt von <a href="http://www.whalewatchwestcork.com/" >Whale Watch West Cork</a>
A humpback tail fluking zur Verfügung gestellt von Whale Watch West Cork

Moderator: „Ich glaube, das ist das erste Mal, dass Sie einen Teil eines Films in Irland gedreht haben …“

Huston: „Nein, nein, Seamus. Haben Sie das vergessen? Ein großer Teil von Moby Dick wurde in der Grafschaft Cork …, in Youghal, gedreht.“

Hustons Zuneigung oder Unterstützung für Irland in Frage zu stellen, war ein heikles Thema. Sein Vater war nämlich Schotte mit irisch-schottischen Vorfahren. Huston ließ sich 1952 in der Grafschaft Galway nieder und erhielt 12 Jahre später die irische Staatsbürgerschaft.

Er war genauso stolz, in Youghal drehen zu dürfen, wie die Stadt es war, ihn willkommen zu heißen. 

Es Wal einmal

Postkarten wurden eigens für Orte wie Youghal erfunden; rote und weiße Fischerboote, malerische Strandpromenaden und viktorianische Reihenhäuser.

Was hat Gregory Peck wohl über Youghal gedacht, als er 1954 dort ankam, um die Hauptrolle in Hustons Verfilmung von Moby Dick zu spielen?

Statt Sunset Boulevard wartete Main Street, statt Hollywood-Zeichen der Glockenturm und statt Chateau Marmont … ein Pub.

Das Moby Dick's

Als Peck und Huston in die Stadt kamen, trug das Moby Dick’s Pub noch einen anderen Namen. Den beiden gefiel es aber trotzdem eindeutig sehr gut. Sie wohnten während der gesamten Drehzeit des Films dort.

Heute sind die Wände des Pubs eine Hommage an die Zeit, als Melvilles Klassiker in die Stadt kam. Schwarz-Weiß-Fotos zeigen Peck mit einem frechen Grinsen unter seinen zotteligen Kapitän Ahab-Locken und die Hollywood-Filmcrew bei der Arbeit. Die Luft, die durch das offene Fenster strömt, riecht nach Salz.

Hier muss erwähnt werden, dass es in Youghal aber nicht nur imaginäre Wale gibt. Es gibt auch echte.

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Nic Slocum von Whale Watch West Cork in Baltimore kennt sich mit Walen aus. Er weiß außerdem einiges über Seehunde, Delfine und sogar Moby Dick. Er stellt allerdings klar: „Ich habe Moby Dick gelesen. Ich kann keine Ähnlichkeit feststellen und möchte nicht mit dem guten Kapitän verglichen werden.“

Aber er kennt sich wirklich gut mit Walen aus.

Die Grundlagen

Vorneweg: Wieso ist die Küste vor Cork ganz nach dem Geschmack der Wale?

„Es gibt zwei Dinge, für die Wale sich interessieren: Die Partnersuche und Nahrung. Wir können kein auffälliges Sexualverhalten feststellen, also können wir ziemlich sicher davon ausgehen, dass der Hauptgrund für ihre Reise in die irischen Küstengewässer die Nahrungssuche ist. Zudem liegt die Südküste Irlands sehr nahe beim Übergang vom Festlandsockel in den tiefen Ozean.“

Wir wissen also, wieso sie hierher kommen. Wie findet Nic aber heraus, wann sie da sind?

„Wir haben ein ganzes Netzwerk aus Menschen entlang der Küste, die nach den Walen Ausschau halten“, erklärt Nic, „und wir bekommen es ziemlich schnell mit, wenn Tiere vor der Küste entdeckt worden sind. Baltimore ist auch ein Fischereihafen, so dass jede Sichtung durch Fischer, die Fischereiüberwachung der Irish Navy oder Schiffe der Zollbehörde sehr schnell mitgeteilt wird.“

Wenn sie dann da sind, ist es so gut, wie es aussieht?

Wird er oder wird er nicht

„Es ist 10 Mal aufregender als es aussieht. Die hoffnungsfrohe Erwartung und Spannung an Bord, wenn man darauf wartet, dass ein großer Wal an der Wasseroberfläche zu sehen ist, ist spürbar. Das Gefühl zu wissen, dass eines der größten Tiere, die jemals auf der Erde gelebt haben, im Meer unter dem Boot herumschwimmt ...“

„Die Kameras sind bereit für ein Tier, das mehr als 60 Tonnen wiegen kann. Dann taucht es auf, atmet aus und versinkt wieder im Wasser. Wird er noch einmal auftauchen? Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Schon die Vorstellung daran lässt einen ins Schwärmen geraten.“

Warum nur vorstellen?

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