Die Stadt Derry-Londonderry

Derry-Londonderry’s walls
Derry-Londonderry’s walls

Geschichte mit modernen Trends zu mischen, ist nicht einfach für eine Stadt. Alternative Cafés und hippe Läden passen nicht immer zu Turmruinen und verschnörkelten Kathedralen. Einer Stadt aber gelingt diese Gratwanderung bestens: Derry-Londonderry.

Die Stadt ist eine moderne Metropole, die gleichzeitig eine der besten intakten Stadtmauern in Europa vorweisen kann. Kanonen wie die mächtige Roaring Meg wachen über die Silhouette der Stadt und stellen sicher, dass die Geschichte nicht aus den Augen verloren wird.

Die beeindruckenden Stadtmauern haben in ihrer 400-jährigen Geschichte Belagerungen, Hunger und Gewalt erlebt. Wenn man heutzutage auf den Mauern steht und auf den Fluss Foyle hinunterschaut, überkommt einen dagegen ein Gefühl der Ruhe und des Friedens.

In Derry-Londonderry stimmt die Mischung. Unterhalb der mächtigen historischen Stadtmauern glänzt die elegante Peace Bridge. Gemeinsam mit der Hands Across the Divide-Friedensskulptur ist die Brücke ein Beweis dafür, dass die Stadt nach vorne schaut.

Stadt im Wandel

Die Stadt verändert sich: Ebrington Barracks, ein ehemaliger Militärübungsplatz, wurde umgebaut und wird jetzt für Konzertveranstaltungen genutzt. Auch der Status als britische Kulturstadt 2013 deutet darauf hin, dass Nordirlands zweitgrößte Stadt eine glänzende Zukunft vor sich hat.

Kunst im Freien

Genau wie Belfast hat auch Derry-Londonderry einiges an Kunst im öffentlichen Raum zu bieten. An den Wänden der Reihenhäuser zeigen bunte Murals Frieden, Triumphalismus und Zwietracht und stellen so die Rolle der Stadt in der Geschichte dar. Die Bogside Artists sind einige der Künstler hinter den Wandmalereien. Bei Führungen erklären sie auf lebendige Weise die Vergangenheit und Gegenwart der Stadt.

Heute findet man die einheimischen Künstler eher in Cafés als beim Bemalen von Hauswänden. Die Café-Gesellschaft der Stadt trifft sich zum Beispiel im Sandinos, Cafe Del Mondo und Fiorentini’s. Auf diese Kaffeetempel wäre jede italienische Stadt stolz.

Gruselfestival

Kopfsteinpflasterstraßen, 400 Jahre alte Stadtmauern und ein großer Gemeinschaftssinn machen Derry-Londonderry zu einer idealen Stadt für Festivals. Halloween stammt ursprünglich aus Irland und Feuerwerke, Kostüme und etwas Spuk bringen den gruseligen Feiertag zurück an seinen Entstehungsort.

Weniger fürchten muss man sich bei den Musikfestivals der Stadt, wie dem jährlich stattfindenden Jazz- und Bigband-Festival, dem Foyle Folk Festival und dem Walled City Music Festival. Im Jahr 2013, wenn Derry-Londonderry britische Kulturstadt ist, finden hier zwei weitere Feste statt. Zum einen das Fleadh Ceoil, Irlands renommiertestes Festival für traditionelle Musik, das zum ersten Mal in seiner Geschichte außerhalb der Republik Irland veranstaltet wird. Zum andern der angesehene Turner-Preis, eine Auszeichnung für zeitgenössische Künstler, die erstmalig außerhalb Englands verliehen wird. Der Veranstaltungsort? Ebrington Barracks.

In Derry-Londonderry trifft alt auf neu. Und das nicht zum ersten Mal.

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