Golf spielen in Irland mit allen Infos

The Royal County Down Golf Club, County Down
The Royal County Down Golf Club, County Down

Irland ist ein Paradies für Golfer; dafür sorgen hervorragende Golfplätze in spektakulärer Umgebung. Hier finden Sie alle Informationen, die Sie vor dem Abschlag brauchen.

Irland misst von Norden bis Süden ungefähr 450 Kilometer – und verfügt über mehr als 400 Golfplätze. Oder anders - zugegeben ein wenig übertrieben - ausgedrückt: Die 260 Kilometer breite Insel ist eine einzige grüne Spielwiese, ein Paradies für Golfer.

Aber auch wenn die reinen Zahlen beeindruckend sind, noch viel imposanter ist, was Irland Golfern zu bieten hat. Von Ballyliffin, dem nördlichsten Platz der Insel, bis zum Old Head of Kinsale an der Südspitze  findet man ein breit gefächertes Angebot. Dreißig Prozent aller Links Courses der Welt, jene weitgehend von der Natur geschaffenen Plätze in den Dünen der Küstenlandschaft, findet man in den 26 irischen und sechs nordirischen Counties (Grafschaften) – und viele davon gehören zu den Besten der Welt. 

Royal County Down in Newcastle wird in allen Umfragen unter die zehn besten Plätze der Welt eingereiht. Auch andere Links-Klassiker wie Royal Portrush, Portmarnock, Waterville, Ballybunion oder Lahinch genießen Weltruf. Aber was fast noch überraschender ist: Selbst unter den irischen Links Courses gibt es noch viele weitgehend unentdeckte Juwelen, Plätze, die nicht überlaufen sind und deshalb günstiger sind wie etwa Ballyliffin, Donegal (Murvagh), Enniscrone, Portstewart, Rosapenna, Carne oder Sligo, um nur einige zu nennen. Doch grandiose Golfplätze findet man nicht nur entlang der Küste. Auch im Landesinneren wurden in der langen irischen Golfgeschichte – der irische Golfverband (Golfing Union of Ireland) ist mit seinem Gründungsjahr 1891 der älteste nationale Golfverband der Welt – viele Parkland Courses geschaffen, die zur internationalen Spitzenklasse zählen.

Ein Land mit einer für Golf wie geschaffenen Topographie hat natürlich auch die ganz großen Stars der Golfplatz-Architektur zu Meisterwerken inspiriert. Der australische Meistergolfer Greg Norman entwarf in den riesigen Dünen der Westküste Doonbeg, einen modernen Links Course, der gerade von Donald Trump erworben wurde und in Trump International Golf Links & Hotel Ireland umbenannt wurde. Nick Faldo neuestes Meisterwerk Lough Erne in Enniskillen liegt im nordirischen County Fermanagh. Jack Nicklaus, Arnold Palmer, Bernhard Langer, Robert Trent Jones – sie alle haben Plätze entworfen, von denen Kenner schwärmen. Kein Wunder, dass viele große internationale Wettbewerbe auf der Insel stattfinden: 2006 war der K-Club (Architekt Palmer) bei Dublin Gastgeber des Ryder Cups, dem alle zwei Jahre stattfindenden Duell zwischen den besten Profis Europas und der Vereinigten Staaten. 2011 war der Nicklaus-Platz von Killeen Castle Austragungsort des Solheim Cups, dem weiblichen Gegenstück zum Ryder Cup. Und 2018/2019 wird die British Open, das älteste (ausgetragen seit 1860) und wichtigste Golfturnier der Welt auf die „Grüne Insel” zurückkehren: Dann werden die Dunluce Links des Royal Portrush Golf Clubs wie schon einmal 1951 die besten Golfer der Welt an die Nordküste locken.

Dass solch große Veranstaltungen immer wieder in Irland stattfinden, liegt einmal daran, dass irische Golfprofis Weltklasse sind. Der derzeit Beste der Welt, Rory McIlroy aus Holywood, einem Vorort von Belfast, hat bereits vier „Majors”, wie die vier Traditionsturniere genannt werden, gewonnen. Der Dubliner Padraig Harrington gewann drei, Graeme McDowell und Darren Clarke, die beide in Portrush wohnen, jeweils eins. Alle vier haben immer wieder betont, dass sie durch die Vielfalt der Plätze in ihrer irischen Heimat auf alle Herausforderungen des internationalen Profigolfs bestens vorbereitet waren.

Aber was vielleicht noch schöner an einer Golfreise nach Irland ist, man kann die großen Namen links liegen lassen und trotzdem viel Spaß haben. Fast jedes Dorf verfügt über einen eigenen Golfplatz – und die sprichwörtliche Gastfreundschaft der Iren, macht eine Runde in einem der vielen, weitgehend unbekannten Clubs zu einem Erlebnis. Wer nach der Runde mit den golfbegeisterten Iren – immerhin spielen mehr als zehn Prozent der knapp fünf Millionen Iren Golf, prozentual mehr als in jedem anderen Land Europas – bei einem Guinness oder einem Hot Toddy (heißes Getränk aus Whiskey, heißem Wasser, Zitrone und Gewürzen) ins Gespräch kommt, wird so manchen Geheimtipp bekommen.

All das lockt jedes Jahr mehr als 240.000 Golfer aus aller Welt nach Irland. Die International Association of Golf Tour Operators kürte die Insel mehrfach zur internationalen Golf-Destination des Jahres. Im Gegensatz zu anderen großen Golfländern sind alle Plätze auch für Gastspieler offen – vorausgesetzt man bucht rechtzeitig eine Startzeit. Selbstverständlich bieten fast alle Plätze Leihschläger, Leihtrolleys, viele auch Elektro-Trolleys und Golfwagen (Buggies).

Die beste Zeit zum Golfspielen

Auch wenn die beste Zeit für eine Golfreise nach Irland die Zeit von April bis Oktober ist (im Sommer ist es bis 22 Uhr hell, man kann also leicht zwei Runden spielen), so sind die Links Courses das ganze Jahr geöffnet. Dank ihrer Bodenbeschaffenheit bieten sie das ganze Jahr über ideale Spielbedingungen, zumal die Winter auf Grund des Golfstroms ausgesprochen mild sind.

Im Voraus buchen

Am besten erkundigt man sich telefonisch nach der Verfügbarkeit und bucht im Voraus. Green-Fees: Die meisten Golfclubs bieten für Besucher und Gruppen Sonderpreise an. Fragen Sie unbedingt beim Club oder Ihrem Reiseanbieter nach Sonderangeboten.

Wenn Sie Ihre eigenen Golfschläger nicht dabei haben, können Sie vielerorts welche leihen. Fragen Sie im Voraus telefonisch nach. Auch Caddies, die es auf den größeren Turnierplätzen gibt, sowie Golfmobile oder die weniger üblichen Golfcarts sollten Sie im Voraus buchen. Die Preise sind jeweils unterschiedlich. Wenn Sie einen Handicap-Nachweis von Ihrem Golfclub besitzen, lohnt es sich ihn mitzubringen.

Auch viele Golfbälle sollten Sie einstecken, denn Sie werden einige verlieren! Wir haben es ja schon angedeutet: Unsere Plätze sind eine Herausforderung!

Die passende Kleidung

In Irlands Golfclubs gelten im Allgemeinen noch die traditionellen Kleidungsvorschriften. Jeans, kurze Hosen und Turnschuhe werden nicht gerne gesehen. Manche Clubs bestehen auf ein Jackett und eine Krawatte im Speisesaal. Am besten entscheiden Sie sich für gehobene Freizeitkleidung und nehmen für alle Fälle Regenschutz und Sonnencreme mit. In vielen Clubs sind nur Softspikes erlaubt. Erfragen Sie das ebenfalls im Voraus.

Das 19. Loch

Ob im traditionellen Pub im Dorf oder im Clubhaus, ein Höhepunkt des Golfens in Irland ist der herzliche Empfang und der „Craic“ (Spaß) nach einer Golfrunde. Bei traditioneller Live-Musik in einem ländlichen Pub oder bei einer Feinschmeckermahlzeit in einem Gastropub werden Sie feststellen, dass die guten Schläge fast perfekt werden, wenn man der Runde davon erzählt. Das Clubhaus ist ebenfalls ein großartiger Ort, um Geschichte über Siege oder Horrorstories über schwierige Doglegs und zu starken Wind mit anderen Spielern auszutauschen.

Offizielle Links

Golf Ireland

Golfing Union of Ireland

Golf in Northern Ireland

The Irish Ladies Golf Union Ltd