Dublins literarische Pubs

Toner’s, Dublin city
Toner’s, Dublin city

Seit Jahrhunderten tummeln sich Dichter, Bühnenautoren, Romanautoren und Träumer in Dublin.

Unter ihnen sind vier Literaturnobelpreis-Träger. Die Stadt wurde also zu Recht zur UNESCO-Literaturstadt ernannt.

Selbstverständlich wird man bei all dem Schreiben und Träumen durstig. Deswegen müssen Sie bei Ihrer literarischen Reise durch Dublins Museen und Bibliotheken unbedingt auch ein paar Pubs besuchen.

Sie können wetten, dass einige der großen Erzählungen an den abgenutzten Tresen zum Besten gegeben wurden. Zudem spielen Dublins Pubs in vielen literarischen Werken eine Rolle. Der Barhocker, auf dem Sie sitzen, oder die Sitzecke, in der Sie es sich gemütlich gemacht haben ... vielleicht saß genau dort schon einer unserer großen Schreiberlinge.

Eerden Sie ein Teil der Geschichte.

Brazen Head

Es geht das Gerücht, dass dieses Pub die Stammkneipe von Jonathan Swift, dem Autor von Gullivers Reisen, war. Swift war Dekan in der nahe gelegenen Christchurch Cathedral. Er hatte es also nicht weit, wenn er auf ein oder zwei Bier ins Brazen Head gehen wollte. Der Sage nach ist hier auch Robin Hood eingekehrt. Wenn man bedenkt, dass das Pub schon seit 1198 besteht, ist das gar nicht so weit hergeholt.

Davy Byrne’s

Natürlich konnte Joyce kein Buch mit Dublin als Schauplatz schreiben, ohne ein Pub zu erwähnen.

„Er betrat Davy Byrnes’ Wirtschaft. Anständiges Lokal. Er schwatzt nicht, gibt hin und wieder ein Glas aus. Aber nur wenn Schaltjahr, alle vier einmal. Hat mal einen Scheck kassiert für mich.“ (Joyce, Ulysses, 1922).

In Davy Byrne’s aß Leopold Bloom ein Gorgonzola-Sandwich zum Mittagessen und trank ein Glas Rotwein dazu. Am Bloomsday machen es ihm hier einige Leute nach. Die Lokalität ist seit 1789 ein Pub. 1889 kaufte es Davy Byrnes, dessen Namen das Pub bis heute trägt. Joyce war hier Stammgast und war mit Davy selbst befreundet. 

Neary's

Brendan Behan bezeichnete sich selbst als „Trinker mit einem Schreibproblem“. Der Autor von Borstal Boy ging in den 1950er Jahren im Neary’s ein und aus. Kommen Sie früh hierher, nehmen Sie die Tür auf der linken Seite und sichern Sie sich die gemütliche private Sitzecke.

Oliver St John Gogarty

Das Pub wurde nach Oliver St John Gogarty benannt. Der Dichter und Schriftsteller diente als Vorlage für die Figur Buck Mulligan in Ulysses. Patrick Kavanagh trank hier gemeinsam mit seinem Kumpel, dem humoristischen Schriftsteller Flann O’ Brien.

Palace Bar

Die Mutter aller literarischen Pubs in Dublin ist die Palace Bar in der Fleet Street. Da sie vorviktorianisch ist, herrscht hier eine andere Atmosphäre als in den meisten anderen Pubs in Dublin. Seit 1843 kommen Schriftsteller zum Trinken hierher, darunter Flann O’Brien, Brendan Behan und Paddy Kavanagh. Hier war auch das inoffizielle Hauptquartier von Robert M. Smyllie, dem Herausgeber der Irish Times. In den 1930er und 1940er organisierte er in der Palace Bar literarische Runden. Achten Sie auf die Messingtafel am Laternenmast vor dem Pub. Sie wurde zu Ehren der berühmtesten literarischen Stammgäste angebracht.

Toner’s

Der Dichter und Bühnenautor W. B. Yeats war kein Fan von Pubs. Die Tatsache, dass er bei Toner’s auf einen Sherry vorbeischaute, ist daher eine besondere Auszeichnung. Auch Bram Stoker, der Autor von Dracula, kam regelmäßiger hierher. Besuchen Sie das Pub und genießen Sie die rustikale Atmosphäre im Toner’s mit den originalen Lagerschubladen hinter dem Tresen und dem traditionellen Steinboden.