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Surfen in Irland

Profisurfer Kelly Slater hatte die Gerüchte gehört. Und sie stellten sich als wahr heraus: Irlands Westküste ist „ein kaltes Paradies“. Er beschreibt das Surferlebnis sogar als „Party auf dem Wasser“. Mehr Bestätigung braucht es nicht. Es wird Zeit, die Surfhauptstadt Bundoran kennen zu lernen.

Wir stehen am Strand in Bundoran. Der Himmel hat sich lila gefärbt, als hätte er blaue Flecken und wäre angeschwollen mit den Regenfällen für die Nacht. In diesen Himmel fliegt ein sich drehendes BMX. Im Sattel sitzt jemand, der sich mit blauen Flecken bestens auskennt. 

Um die Bühne jubeln die Zuschauer mit ihren Papierbechern in der Hand. Die Surfbretter im Sand sehen aus wie eine Skulptur.

Wir befinden uns in Donegal beim Sea Sessions Surf & Music Festival, in Irlands Surfhauptstadt und, dem US-Nachrichtensender CNN zufolge, in einer der 50 besten Surfgegenden der Welt.

Surfen pur

Wärme verbindet man jedoch normalerweise nicht mit dem Atlantik, der Irlands Westküste umspült. Genau das ist das Reizvolle an Bundoran: Hierher kommen die echten Surfer. Hier geht es um Wellen, Wellenbrüche und Peaks und nicht um perfekt gebräunte Körper.

Richard Fitzgerald, der hier fast sein ganzes Leben verbracht hat und Mitglied des irischen Surf-Teams ist, kennt diese Küste und ihre Vorteile für Surfer besser als die meisten anderen. 

Er erzählte der New York Times vor Kurzem, dass es beim Surfen hier nicht um Selbstdarstellung geht: „Hier wird nicht cool rumgehangen, wie man es von anderen Surfgebieten kennt. Wer im Februar hierher kommt, den erwarten Hagelstürme. Statt schönen Frauen begegnet man höchstens Möwen.“

Hohe Wellen

Fehlende Romantik und Niederschläge tun Bundorans wachsender Beliebtheit als Surferparadies jedoch keinen Abbruch. Die britische Zeitung Guardian glaubt, es würde „den berühmten großen Breaks wie Jaws vor Hawaii, Mavericks in Nordkalifornien und Teahupoo auf Tahiti“ Konkurrenz machen. Bei TNT und der Pittsburgh Gazette steht Bundoran auf der Liste der besten Surfplätze in Europa.

Und was ist Sea Sessions? Das, liebe Wellenreiter, ist eine große Après-Surf-Strandparty. Man kann die zuvor erwähnten BMX-Künstler bewundern, Erinnerungen fürs Fotoalbum sammeln und Auftritte der Happy Mondays oder der Kaiser Chiefs erleben. 

Es gibt außerdem viele Surfverleihe und Erinnerungen an den Eurosurf-Wettbewerb, der 2011 hier stattfand. Natürlich finden Sie hier auch „The Peak“.

The Peak

Man könnte fast sagen, The Peak IST Bundoran. Diese Welle macht das Surferlebnis hier aus. Ihretwegen steigen Surfer mit Sack und Pack in Flugzeuge, Boote und Busse, um nach Bundoran zu kommen und sich den Naturgewalten zu stellen. Anders als die meisten einmaligen Naturschauspiele ist dieses einfach zu beschreiben. 

Besonders, wenn man Peter Craig fragt, der bei Bundoran Surf Co hinter dem Tresen steht: „The Peak ist die berühmteste Welle in Irland. Sie finden sie mitten in Bundoran. 

„Eigentlich ist sie ein so genannter Reef Break, ist aber als Peak bekannt, weil sie rechts und links bricht und somit für alle Surfer geeignet ist.“

Lokalmatadore

Woher weiß man, dass das Surferlebnis hier etwas Besonderes ist? Wenn die Namen Tom Curren, Joel Tudor und Easkey Britton Ihnen etwas sagen, ist keine weitere Erklärung nötig.

Wenn nicht, helfen Ihnen vielleicht die Worte von Richard Fitzgerald aus Donegal, dem Inhaber von Surfworld, weiter: 

„Wir haben hier [in Bundoran] genauso gute Wellen wie in Australien oder an der Küste Kaliforniens, warum sollten wir also nicht surfen?“

Ja, warum nicht. Sie kennen jemanden, der auf Surfabenteuer auf wilden Gewässern aus ist?