Im Seengebiet Fermanagh Lakelands dreht sich alles ums Wasser

Enniskillen Castle is home to Fermanagh County Museum
Enniskillen Castle is home to Fermanagh County Museum

Wasser, Wasser überall Wasser, das muss Fermanagh sein. Die Grafschaft ist ein Paradies für Angler, Abenteurer und alle, die einfach Spaß am Bootfahren haben.

Fermanagh wird vom Wasser regiert – ein Drittel der Grafschaft ist von dem reinen Nass bedeckt. Aber auch an Land gibt es im Gebiet der Lakelands vieles zu entdecken. Herrschaftliche Anwesen zum Beispiel oder der Berg Cuilcagh Mountain und die hallenden, unterirdischen Kammern der Marble Arch Caves.

Wasser, Wasser überall Wasser

Fermanagh ist vom längsten Wasserwegenetz in ganz Europa durchzogen: 700 km Flüsse, Kanäle und Seen, die sich zu einer perfekten Wasserwelt zusammenfügen. Man kann angeln (die Seen sind weltberühmt für ihre Winterrotaugen und Hechte). Man kann Wakeboarden und Wasserski fahren. Oder man lehnt sich einfach zurück und genießt die Atmosphäre.

Der Lough Erne ist der größte See in diesem Seenlabyrinth. Der Fluss Erne fließt durch den See, in dem 154 Inseln zu finden sind – darunter Devenish Island mit einer der schönsten Klostersiedlungen Nordirlands. Und mitten drin liegt die pulsierende Stadt Enniskillen.

Die Stadt am Wasser

Enniskillen teilt den großen See quasi in zwei kleinere, Upper und Lower Lough Erne. Einst befand sich hier der Sitz der Maguires, der mächtigen Stammesfürsten von Fermanagh, die zur Überwachung der weitläufigen Wasserflächen eine private Marine mit 1.500 Booten unterhielten.

 

Von ihrer Burg Enniskillen Castle aus konnte man herannahende Unruhestifter frühzeitig erspähen – heute sind dort das Heimatmuseum der Grafschaft, das Fermanagh County Museum, und das Militärmuseum eines Infanterieregiments, das Royal Inniskilling Fusiliers, untergebracht. 

 

Große Literaten wie Oscar Wilde und Samuel Beckett gingen auf die berühmte Portora Royal School in Enniskillen. Sie waren aber keine echten Enniskilliner – um das von sich behaupten zu dürfen, muss man den Einheimischen zufolge schon „zwischen den Brücken“ auf Inis Ceithleann, der Hauptinsel und Namensgeberin der Stadt, geboren worden sein.

Bei einem Besuch hier dürfen Sie sich einen Spaziergang auf der eine Meile langen Hauptstraße nicht entgehen lassen. Diese ändert während der 1,6 km ganze sechs Mal ihren Namen!

 

Berge und Höhlen

In Fermanagh liegt auch der Cuilcagh Mountain, ein 665 m hoher Berg, von dem aus man bei gutem Wetter die Irische See und den atlantischen Ozean sehen kann. Seine charakteristische Form – ein schroffes Plateau umrandet von Steilklippen – ist durch Erosion in der Kalksteinlandschaft entstanden. Die geologische Wunderwelt um den Berg ist heute ein UNESCO-Geopark.

Man kann die Hügel, Moore und Wälder über der Erde erkunden (und nicht zu vergessen die palladischen Gebäude Florence Court und Castle Coole), oder man erlebt die einzigartige Geologie unterirdisch bei einer Tour durch die Höhlenwelt der Marble Arch Caves.

Ein Boot bringt die Besucher in die riesigen Marmorbogenhöhlen, die vor 650 Millionen Jahren entstanden sind. Die Unterwelt aus Kammern und Gängen bietet eine perfekte Möglichkeit unter die Oberfläche von Fermanagh zu schauen.

Natürlich kommt man auch dorthin auf dem Wasserweg.