Zeitgenössische Kunst in Nordirland

Mit der Verleihung des Turner-Preises 2013 in Derry-Londonderry und der Eröffnung des MAC in Belfast ist Nordirland der neue Star in der Welt der zeitgenössischen Kunst.

The MAC, Belfast city
The MAC, Belfast city

Wenn es um bildende Kunst geht, üben sich die nordirischen Künstler auf der Weltbühne eher in Zurückhaltung. Die große Ausnahme: Willie Doherty, dessen Arbeiten bei der Turner-Preis-Ausstellung 2003 gezeigt wurden. In Zukunft aber, wird er nicht mehr alleine sein.

Die erste ist die Verleihung des Turner-Preises in Derry-Londonderry. In der britischen Kulturstadt 2013 wird ein britischer Künstler unter 50 Jahren mit dem begehrten Preis ausgezeichnet.

The National Gallery of Ireland, Dublin city
The National Gallery of Ireland, Dublin city

In der Kunstwelt ist das ist eine ziemlich große Sache: Erst das dritte Mal in 30 Jahren wird der Turner-Preis außerhalb des Tate Britain vergeben. Das erste Mal war 2007 in Liverpool. Das zweite Mal 2011, als die Verleihung im Baltic in Gateshead stattfand.

Eine Stadt mit künstlerischen Referenzen

Warum also diesmal Derry-Londonderry? In den letzten Jahren ist die Stadt zu einem bedeutenden Zentrum für zeitgenössische Kunst avanciert. Neben Doherty hat die Stadt mit Declan McGonagle einen weiteren bekannten Sohn. Der Kurator und Galerist war 1987 für den Turner-Preis nominiert. McGonagle hat dazu beigetragen, dass Antony Gormley seine frühen Kunstprojekte im öffentlichen Raum auf den Mauern der Stadt installieren durfte.

Die beiden Ausstellungsräume für zeitgenössische Kunst sind Void und die Context Gallery, die jetzt CCA heißt. Sie geben Künstlern die Möglichkeit, ihre Werke einem breiten Publikum zu präsentieren.

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Belfasts MAC

Auch Belfast feiert eine Neuheit: Das 28 Millionen Pfund teure Municipal Arts Centre, kurz MAC. Es beheimatet drei Kunstgalerien und zwei Theater. Das MAC ist ein „exzentrisches Gebäude hinter der anglikanischen Kathedrale St. Anne“, berichtet das Architekturmagazin Architectural Review.

Die Architekten Hackett Hall McKnight aus Belfast haben ein fantastisches Bauwerk geschaffen. Mithilfe von Materialien aus der Region, wie zum Beispiel Basalt, wollten sie eine Verbindung zum berühmten Giant’s Causeway herstellen.

„Kurz gesagt“, schließt Architectural Review, „ist es ein großartiger Veranstaltungsort und ein gut durchdachtes und trotzdem robustes Gebäude, das Großes für zukünftige Architekturprojekte im In- und Ausland verspricht.“

Es sieht aus als wären die nordirischen Künstler – und Architekten – groß im Kommen. Die zeitgenössische Kunstszene der Republik Irland ist ebenso dynamisch und beeindruckend. In Dublin werden ständig neue Ausstellungsräume eröffnet. Natürlich beschränkt sich die künstlerische Seite der Insel nicht auf zeitgenössische Kunstgalerien und Werke. Auch moderne und klassische Kunst gibt es reichlich in Irland. Man findet sie in Galerien wie der National Gallery of Art und im Hugh Lane in Dublin, im Hunt Museum in Limerick und in der Crawford Gallery in Cork.

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