Der Giro d’Italia kommt auf die irische Insel.

Ryder Hesjedal wearing the winner's pink jersey as he picks up the title in 2012 zur Verfügung gestellt von <a href="http://www.shutterstock.com/gallery-308011p1.html" >William Perugini/Shutterstock</a>
Ryder Hesjedal wearing the winner's pink jersey as he picks up the title in 2012 zur Verfügung gestellt von William Perugini/Shutterstock

Drei Etappen, 22 Teams und drei Städte – die Grande Partenza des Giro d’Italia 2014

Neun muskelbepackte Fahrer pro Team, 22 Teams und zahllose Helfer: die 97. Grande Partenza des Giro d’Italia kommt im Mai 2014 auf die irische Insel. Und dort ist die Vorfreude bereits jetzt zu spüren.

Der Giro d’Italia startet mit drei Etappen in Irland. Die erste Etappe ist ein Zeitfahren in Belfast, vorbei an all den berühmten Sehenswürdigkeiten. Schauplatz der zweiten Etappe sind dann die überwältigende Causeway-Küste und das ländliche Antrim, bevor in der wunderschönen Stadt Armagh der Startschuss zur dritten Etappe fällt. Entlang der Ostküste geht die Irlandreise dann weiter bis ins Herz der Stadt Dublin.

Fast 200 Fahrer werden gemeinsam mit ihren Trainern, Managern, Masseuren und anderen Helfern nach Nordirland reisen. Nicht zu vergessen der Medientross, der dem Spektakel stets hautnah auf der Spur bleibt. Natürlich wird das Geschehen auch weltweit auf den Bildschirmen verfolgt.

Das darf man einfach nicht verpassen. Aber wie alle Radsportfans wissen, lässt sich das Gefühl, selbst an der Strecke zu stehen, nicht überbieten.

Rennatmosphäre

Die Tifosi, die berühmten italienischen Fans, werden garantiert für Stimmung sorgen. Ebenso wie tausende andere Radsportfans aus allen Teilen der Erde. Es geht um die spannende Antwort auf die Frage, wer sich das berühmte Maglia Rosa (das rosa Trikot) sichern wird. Während das bunte Feld durch Irlands grüne Landschaften und an der malerischen Küste entlang rast, wird sicher überall begeistert diskutiert, wer sich am Ende wohl durchsetzen wird.

Aber wer sind die Favoriten?

Die Fahrer unserer Insel

2013 war für den Radsport in Irland das beste Jahr seit den glorreichen Tagen von Sean Kelly und Stephen Roche, die als Nummer 1 und 2 der Welt den Sport dominierten. Im April entschied Dan Martin das historische Lüttich-Bastogne-Lüttich-Rennen für sich und im Februar wurde der Nordire Martyn Irvine Bahnweltmeister. Dazu die Neuigkeit, dass der Giro 2014 nach Irland kommt. Was für ein Jahr!

Doch 2014 könnte dies sogar noch übertreffen. Welche Lokalmatadore den Giro angehen werden steht noch nicht genau fest, doch Martin, Roche und Philip Deignan haben bereits ihr Interesse angemeldet, bei der Grande Partenza vom 9. bis 11. Mai in Belfast dabei zu sein.

Martin hat letzten Monat bereits verraten, dass er, wenn alles nach Plan läuft, als Kapitän des Garmin Sharp-Teams an den Start gehen wird. Deignan fährt jetzt für das britische Team Sky, für das der Giro kommendes Jahr eine Priorität ist. Nicolas Roche war bei der diesjährigen Vuelta a España Kapitän des Teams Saxo Tinkoff und nach einer überzeugenden Vorstellung in Spanien, könnte er diese Rolle auch beim Giro erfüllen. Das wäre sicher ein Traum, angesichts des Starts auf seiner Insel, die übrigens ausgezeichnete Radrouten zu bieten hat.

Die großen Stars

Die Konkurrenz für die irischen Fahrer auf heimischem Boden ist allerdings nicht zu verachten: Vincenzo Nibali (IT) will seinen Titel verteidigen und die Tifosi werden alles geben, um ihn auf dem Weg zum Double zu unterstützen. Cadel Evans (AU) gewann die Tour de France 2011 und nimmt jetzt den Giro ins Visier. Auch Richie Porte (AU) vom Team Sky hat bestätigt, dass er sich das Rosa Trikot und damit den Titel beim Giro d’Italia 2014 zum Ziel gesetzt hat.

Es wird erwartet, dass weitere große Namen ihre Teilnahme demnächst bestätigen werden. Kein Wunder, schließlich ist der Giro bekannt dafür, die Elite des Sports anzuziehen. Bei der Grande Partenza dürften daher weitere Superstars an den Start gehen, zum Beispiel 2012 Olympia-Goldmedaillen- und 2012 Tour de France-Gewinner Sir Bradley Wiggins (GB), 2013 Tour de France-Gewinner Chris Froome (GB), der ehemaligen Weltmeister Mark Cavendish (GB), 2012 Tour of California-Sieger Robert Gesink (NL), Giro 2012-Gewinner Ryder Hesjedal (CA), Olympia-Goldmedaillen-Gewinner Samuel Sanchez (ES) und Peter Sagan (SK).

Auf der Siegerstraße

Trotz all dieser illustren Namen besteht Hoffnung für die irischen Fahrer: Als Nicolas Roches Vater Stephen 1987 den Giro d’Italia gewann – Teil des historischen Triples zu dem auch die Tour de France und der Straßenweltmeistertitel zählten – setzte er die Messlatte, an der sich irische Rennfahrer heute noch messen.

Vielleicht ist die Grande Partenza 2014 ja genau das, was sie brauchen, um sich selbst in die Geschichtsbücher zu radeln.