Auf den Spuren der Wikinger - das Viking Triangle

Wie sehr die Wikinger Irland geprägt haben, beweist ein Besuch in Waterford, Kilkenny oder Wexford

A Viking reconstruction, The Irish National Heritage Park, County Wexford
A Viking reconstruction, The Irish National Heritage Park, County Wexford

Am besten verbindet man alle drei Städte bei einer Autofahrt durch den „sonnigen Südosten“ Irlands.

Die Wikinger haben in Irland zweifellos ihre Spuren hinterlassen. Horden wilder Seefahrer aus Skandinavien überfielen das ahnungslose Irland zum ersten Mal im 8. Jahrhundert. Sie plünderten Irlands Klöster, kämpften gegen die Könige und erbeuteten nicht nur unbezahlbare Schätze und religiöse Kunstgegenstände, sondern versklavten auch die irische Bevölkerung.

Reginald's Tower, County Waterford
Reginald's Tower, County Waterford

Aber die nordischen Eindringlinge brachten nicht nur Unheil und Verderben. Wir haben ihnen auch einiges zu verdanken. Sie legten den Grundstein für viele irische Städte – auch für die älteste Stadt Irlands, Waterford, die 914 n. Chr. von nordischen Siedlern gegründet wurde.

Der Name Waterford geht auf das nordische Wort Veðrafjǫrðr zurück , das „Windfjord“ bedeutet. Heute, über 1.000 Jahre später, kann man im Reginald’s Tower ihre Schätze besichtigen.

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Der Turm ist eine militärische Befestigung aus dem 13. Jahrhundert, die wie ein Pfefferstreuer im Herzen von Waterfords eigenem Wikingerdreieck sitzt, einem Teil des Stadtzentrums, in dem sich auch das neue Besucherzentrum der Kristallglasfabrik Waterford Crystal Visitor Centre befindet. Zu den Schätzen im Reginald’s Tower gehört auch die erste bekannte Darstellung eines Bürgers von Waterford, die in ein Bleigewicht aus dem 9. Jahrhundert geritzt ist, das bei Ausgrabungen einer Wikingersiedlung am Fluss Suir gefunden wurde.

Wikingererbe unter der Erde

Das Erbe der Wikinger findet man in Irland nicht nur überirdisch in Museen und Klosterruinen. Es befindet sich auch unter der Erde, wie ein Höhlenführer im Dunmore Cave in der Grafschaft Kilkenny 1999 herausfand.

Man sagt, er sei stehen geblieben, um weggeworfenen Abfall aufzuheben. Der Abfall stellte sich als ein Schatz aus silbernen Münzen, Barren und Armreifen, Bronzespangen und seltener Seide heraus. Einiges davon kann man jetzt im Visitor Centre der Höhle bewundern – dort erfährt man außerdem von einer wesentlich grausameren Legende…

Knochen, die man in der Höhle fand, könnten auf ein schreckliches Massaker der Wikinger hindeuten, das hier im Jahr 928 n. Chr. stattfand…

Der sonnige Südwesten

Eine weitere Stadt im Südwesten mit Wurzeln aus der Wikingerzeit ist Wexford. Hier, an der Mündung des Flusses Slaney, kamen die ersten Wikinger im Jahr 819 n. Chr. an und gründeten eine Siedlung, die sie Veisafjǫrðr („Bucht des Wattenmeeres“) nannten.

Heute findet man in der kleinen Stadt, die sich ihren mittelalterlichen Charme bewahrt hat, sowohl nordische als auch normannische Einflüsse – obwohl die einzigen Horden, die hier heute noch einfallen, Opernfans auf dem Weg zum jährlich stattfindenden Wexford Opera Festival sind.

Wenn Sie mit dem Auto und nicht mit dem Wikingerschiff unterwegs sind, warten entlang der Straßen zwischen Waterford, Kilkenny und Wexford wunderbare Flüsse, Strände, Festivals, Schlösser und Cafés.

Das Erbe der Wikinger hier mag kompliziert sein. Aber die Gegend zu erkunden ist eine der einfachsten Freuden, die Irland zu bieten hat 

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