Blaskets View, Grafschaft Kerry

Am westlichsten Punkt des Wild Atlantic Way erspähen Sie eine Gruppe sagenumwobener Inseln – menschenleer, von den Elementen umtost und doch unendlich faszinierend.

Another dreamy Dingle Peninsula view
Another dreamy Dingle Peninsula view

Juwelen im Meer

Dies sind die verlassenen Blasket Islands vor der Dingle-Halbinsel in der Grafschaft Kerry. Ein Besuch dieser Inseln ist ein absolutes Muss. Ein guter Ausgangspunkt ist das Great Blasket Centre auf dem Festland im irischsprachigen Dorf Dunquin (Dún Chaoin). Das Informationszentrum und Museum bietet einen guten Einblick in das Leben der Bewohner der Blaskets, die 1953 evakuiert wurden. Die Gemeinschaft lebte vom Land und dem Meer und hinterließ ein literarisches Erbe, das bis heute überdauert.

Aber am besten erlebt man die Blaskets aber, wenn man sie besucht. Gehen Sie an Bord der Fähre im winzigen Hafen von Dunquin, der über eine steile, kurvenreiche Straße zu erreichen ist. Wenn das Wetter mitspielt, sind Sie schon nach 20 Minuten auf Great Blasket. Sie können auch eine Bootsfahrt um die Inseln machen, um die erstaunlich artenreiche Tierwelt hier zu beobachten.

Kolonien von Seevögeln nisten in den felsigen Klippen, während Schafe, Kaninchen und Hasen das Gras auf und neben den Straßen schön kurz halten. Blickt man aufs Wasser, sieht man mit etwas Glück Riesenhaie, Zwergwale und (mit viel Glück) sogar hin und wieder einen Orka.

Great Blasket Great Blasket ist die größte und am häufigsten besuchte Insel. Früher lebten hier 175 Menschen, doch Auswanderung und die harten Lebensbedingungen forderten ihren Tribut. Im Jahr 1953 zogen die letzten Bewohner auf das Festland. Die Überreste eines verlassenen Dorfes lassen sich noch heute erkunden – eine eindrückliche Erinnerung an die Vergangenheit.

Leben auf den Inseln

Jede der Blasket-Inseln überrascht mit interessanten Besonderheiten: Auf Inishvickillane gibt es eine Herde Rotwild und eine Kolonie Papageientaucher; auf Tearaght befindet sich die steilste Drahtseilbahnstecke Europas und Irlands westlichster Leuchtturm; Inishnabro ist das Zuhause der Cathedral Rocks, einer spektakulären Felsformation, die einer gotischen Kathedrale ähnelt; Inishtooskert wird aufgrund ihrer Silhouette auch „schlafender Riese“ genannt. Außerdem wären da noch Beginish (Oileán na n-Óg) und zahlreiche andere Mini-Inseln, die zum Archipel gehören.

Geschichte erzählt

Das anhaltende Interesse an den Blaskets ist zum Teil durch ihre brillanten Geschichtenerzähler zu erklären. In den langen, dunklen Winternächten unterhielten Seanchaí (kunstfertige Geschichtenerzähler) wie Peig Sayers ihre Nachbarn mit Geschichten, die oft über viele Generationen weitererzählt wurden.

Doch zu Beginn des 20. Jahrhunderts wussten die Inselbewohner, dass ihre Lebensart dem Untergang geweiht war. So beschlossen einige, wie Sayers and Tomás O’Crohan, ihre Erinnerungen aufzuschreiben, um sie zu bewahren. Das Ergebnis ist eine bemerkenswerte Sammlung von Büchern über die Freuden und Sorgen des Lebens an diesem entlegenen, einsamen Ort, die in der reinen Form des Irischen geschrieben wurde, die es nur auf den Blaskets gibt. Sie wurden laut O’Crohan geschrieben, „weil es nie wieder Leute wie uns geben wird“.

Geografische Koordinaten: Geografische Breite 54° 19' 33,49; Geografische Länge: 9° 20' 44,45 (Hinweis: Wenn Sie sich vom GPS-System Ihres Autos direkt zu dem Ort führen lassen, kommen Sie möglicherweise von der Route des Wild Atlantic Way ab.)

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