Zu Verkaufen: Beatle Island

The Beatles in Dublin November 1963. Photograph: Dermot O'Shea zur Verfügung gestellt von <a href="http://www.irishtimes.com/photosales/index.cfm?fuseaction=enlarge&id=390473&order_now_query=The Beatles&order_now_page_number=&order_now_from=dd/mm/yyyy&order_now_to=dd/mm/yyyy&order_now_photographer=&pcid=-1&p=0." >The Irish Times</a>
The Beatles in Dublin November 1963. Photograph: Dermot O'Shea zur Verfügung gestellt von The Irish Times

Es kommt selten vor, dass ein Immobilienmakler ein Objekt nur mit dem Boot erreichen kann. Es kommt auch selten vor, dass es sich bei dem Objekt um eine ganze Insel handelt. Es kommt noch seltener vor, dass diese Insel einmal John Lennon gehört hat

Andrew Crowley ist der Immobilienmakler, der Dorinish Island in seinem Portfolio hat. Als Tracy McVeigh von der Zeitung Guardian und andere ausgewählte Gäste kurz davor waren, aus dem Boot zu steigen, warnte Crowley sie vor: „Sie werden hier nicht mehr weg wollen.“ Normalerweise ist das eine der typischen Floskeln, die man von Immobilienmaklern kennt. Hier allerdings ist es die Wahrheit.

„Eine betörende Wasserwelt“

Als die BBC-Sendung Coast Irland besuchte, fand sich die Filmcrew an der Atlantikküste der Grafschaft Mayo wieder, in Sichtweite von Clew Bay. Sie waren allesamt beeindruckt:

„Es ist eine betörende Wasserwelt, wie man sie nirgendwo sonst auf den Britischen Inseln findet.”

Laut örtlicher Mythologie gibt es insgesamt 365 der verstreuten Inseln – eine für jeden Tag des Jahres. Tatsächlich sind es allerdings „nur” 117. 1967 kaufte ein gewisser John Lennon eine dieser 117 Inseln für 1700 &Pfund.

Ein perfekter Ort

Es ist eine schöne Vorstellung, dass Lennon auf dem Höhepunkt der Beatlemania mit all dem Gekreische, Rummel und dem endlosen Touren regelmäßig nach Dorinish floh und dort einfach nur sein Leben lebte. Er war definitiv ein Mann, dessen Vorstellungskraft enorm war. Er war jemand, der sich die angeborenen, zauberhaften, fast schon kindlichen Ideale von Hoffnung, Frieden und Liebe bewahrt hatte, die so charakteristisch für seine Generation gewesen waren. Angesichts der friedlichen Atmosphäre von Clew Bay, des sanften Rauschens der Brandung und des unvorstellbaren Grüns der verstreuten Inseln fällt es schwer, sich einen besseren Ort zum Träumen vorzustellen.

Hat Lennon also hier geträumt? Ein Zitat von seiner Frau, Yoko Ono, gibt einen Hinweis:

„Wir haben oft darüber diskutiert, dort ein Ferienhaus zu bauen. Es war so schön, so ruhig, so abgelegen, es schien der perfekte Ort zu sein, um allem zu entkommen. Leider wurde daraus nichts.“

Das Leben hatte andere Pläne

Bis zu seinem Tod 1980 hatte Lennon die Insel nur einmal besucht. Michael Browne, der mit Lennon auf Dorinish war, sagte über den Besuch: „Er [Lennon] schwenkte die ganze Zeit eine Filmkamera hin und her, um ein Panorama von der Bucht zu bekommen.“

Das Leben, und das unglaublichste Musikphänomen der Welt, durchkreuzten Lennons Pläne, ein Haus auf der Insel zu bauen. Obwohl er eine Baugenehmigung erhalten hatte, fand der Mann aus Liverpool einfach nie die Zeit, sich hier niederzulassen. In der Zwischenzeit „verlieh“ er die Insel an den Friedensaktivisten Sid Rawle, besser bekannt als „Der König der Hippies“.

Beatle Island

Obwohl die Insel vier Jahre nach Lennons Tod von Yoko Ono verkauft wurde (Ono spendete den Erlös von 30.000 &Pfund an ein irisches Waisenhaus), ist die Insel noch heute bekannt als „Beatle Island“. Das wird sich auch nicht ändern, egal, wer der nächste Besitzer sein mag.