Phoenix Park in Dublin

Phoenix Park

Europas größter geschlossener Park birgt zahlreiche prachtvolle Herrenhäuser und atemberaubende Anblicke – und dazu noch seine ganz eigene Damwildherde.

Der Phoenix Park liegt nur einen Katzensprung vom Dubliner Stadtzentrum entfernt: Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sind es nur 20 Minuten Fahrt entlang des Liffey-Ufers. Doch sobald Sie ihn betreten, wird es Ihnen vorkommen, als läge die pulsierende Großstadt ganze Welten entfernt.

Gegründet wurde der Park ursprünglich um 1660 als Royal Hunting Park, und für die Öffentlichkeit zugänglich ist er seit 1747. Eine stattliche Damwildherde kam im 17. Jahrhundert dazu – und die Tiere, die Sie heute durch das Gelände streifen sehen, sind direkte Nachfahren jener Herde. Mit ganzen 709 Hektar ist der Phoenix Park doppelt so groß wie der Central Park in New York. Hier dürfen Sie gerne stundenlang verweilen, denn diese Stadtoase ist das ganze Jahr über geöffnet – und ihre beiden Haupttore sogar rund um die Uhr. Was es dort sonst noch gibt…

Phoenix Park
Phoenix Park

Phoenix Park Visitor’s Centre und Ashtown Demesne

Ashtown Castle ist ein mittelalterliches Turmhaus aus dem 15. Jahrhundert, das früher bis 1978 hinter den Mauern eines georgianischen Herrenhauses verborgen lag. Heute gehört es zum Phoenix Park Visitor Centre, das in seinen Ausstellungen die Geschichte des Parks von 3.500 v. Chr. bis heute veranschaulicht.

Das Ashtown Demesne besitzt außerdem auch einen ummauerten viktorianischen Küchengarten aus dem 19. Jahrhundert. Seine Meistergärtner halten das ganze Jahr über an jedem zweiten Samstag im Monat öffentliche Vorträge. (Beginn um 10.30 Uhr)

Dublin Zoo

Der 1830 gegründete Dublin Zoo ist der viertälteste Zoo der Welt. Seine ersten Tiere waren eine Schenkung vom Londoner Zoo. Seither ist er allerdings um einiges gewachsen. Auf 28 Hektar beheimatet er mehr als 400 Tiere in artgerechten Lebensräumen wie dem Orangutan-Wald, dem Kaziranga-Waldweg, der Seelöwen-Bucht, einer afrikanischen Savanne und einem Reptilienhaus

Áras an Uachtaráin
Áras an Uachtaráin

Áras an Uachtaráin

Die „President's Residence“ (irische Aussprache: „Ah-rahs on uhk-tar-onn“) blickt auf eine bewegte und ungewöhnliche Geschichte zurück. Der Originalbau wurde 1751 vom Parkranger und Amateurarchitekten Nathaniel Clemens erbaut. Als Residenz des irischen Präsidenten diente es erst ab 1938 – also ein Jahr, nachdem dieses Amt in Irland eingeführt wurde.

Wenn Ihnen der Anblick dieses neoklassizistischen Baus mit seinem Portikus mit dem dreieckigen Giebel, seinen breiten griechischen Säulen und seiner weiß getünchten Fassade irgendwie bekannt vorkommt, dann deshalb, weil das Áras den in Irland geborenen Architekten zu seinem Entwurf für das Weiße Haus in den USA inspiriert haben soll.

Das Áras ist jeden Samstag für die Allgemeinheit geöffnet. Mit etwas Glück erhaschen Sie vielleicht sogar einen Blick auf unseren Präsidenten Michael D Higgins, wenn er mit seinen Berner Sennenhunden Bród („Broh-d“) und Síoda („Schi-a-da“) unterwegs ist.

Farmleigh Estate
Farmleigh Estate

Farmleigh Estate

Farmleigh House dient als Residenz für Würdenträger und ist nur bei geführten Besichtigungen für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Grünanlage und die Galerie stehen jedoch allen Besuchern offen.

Der eklektische Stil dieses Hauses, das die edwardianische Zeit (Anfang des 20. Jahrhunderts) nach seiner Restaurierung wie kein zweites verkörpert, ist überall zu spüren. Errichtet wurde es vom Urenkel des legendären Arthur Guinness – aus jener Familie, der wir das berühmte schwarze Stout zu verdanken haben – und viele der Kunstwerke und Möbel von Farmleigh sind bis heute Leihgaben aus dem Besitz der Familie Guinness. Wenn Sie gerade hier sind, erkundigen Sie sich danach, ob der wunderbare Bauernmarkt mit Lebensmitteln und Kunsthandwerk im Hof hinter der Galerie gerade stattfindet.

Victorian People’s Flower Garden

Der People's Flower Garden am Eingang zur Parkgate Street erstreckt sich über 9 Hektar und entstand 1864 als Paradebeispiel für schönste viktorianische Gartenkunst. Mit seinem großen künstlich angelegten See und mehreren Picknickbereichen lädt er förmlich zum Speisen unter freiem Himmel ein.

Eine Fahrt in der Pferdekutsche
Eine Fahrt in der Pferdekutsche

Entdecken Sie die Monumente

Quasi gleich gegenüber dem People's Flower Garden befindet sich Phoenix Park Bikes. Das Team dort kümmert sich bestens um Sie und zeigt Ihnen das kürzlich auf 14 km ausgebaute Radwegenetz, das kreuz und quer durch den Park führt. Radeln Sie vorbei an den beeindruckenden Monumenten wie dem Papstkreuz (Papal Cross), das anlässlich der Freiluftmesse von Papst Johannes Paul II im Jahr 1979 errichtet wurde, und dem Wellington Monument, das mit 62 m der höchste Obelisk in Europa ist. Hier finden Sie auch das sternförmige Magazine Fort auf dem St. Thomas Hill in der Nähe des Islandbridge Gate. Einst wurden hier Schießpulver und Munition für die britische Armee gelagert. Heute steht es Besuchern täglich zur Besichtigung offen. (Bitte beachten Sie: Die Besichtigungstour beginnt am Phoenix Park Visitor Centre.)

Phoenix Park
Phoenix Park

Essen und Trinken

Hier speist es sich bei Sonnenschein einfach fantastisch unter freiem Himmel. Und wenn Sie Ihr Picknick erst noch zusammenstellen müssen, haben die berühmten Victorian Tea Rooms unweit des Dubliner Zoos genau das Richtige für Sie. Diese Einrichtung, die einst nur ein bescheidener Kiosk war, serviert heute warme Gerichte und selbstgebackene Köstlichkeiten, die Sie entweder gleich in diesem legendären Gebäude oder in der schönen freien Natur genießen können.

Gleich neben dem Ashtown Castle und dem dazugehörigen Besucherzentrum finden Sie das Phoenix Café, das mit verschiedenen gesunden, knackigen Salaten und frisch gebackenen Quiches lockt. Die Scones des Cafés, die mit hausgemachter Marmelade serviert werden, sind einfach ein Gedicht – und ein hervorragender Grund, um hier einen Zwischenstopp einzulegen.

Und auf der Anlage des Farmleigh Estate entzückt das Boathouse Café am Seeufer mit Blick auf die schönen Garten- und Waldflächen. Ein wunderbares Idyll und ein echter Geheimtipp im Park.

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