Draculas unsterblicher Reiz

Bram Stoker hautnah, die Inspiration hinter dem Fürsten der Finsternis und das alljährliche Festival zu Ehren von Mensch und Monster.

Abraham Stoker (1847–1912) wurde in Clontarf, einem grünen Küstenvorort fünf Kilometer vom Stadtzentrum von Dublin entfernt, geboren. Bram, wie er genannt wurde, war bis zu seinem siebten Lebensjahr ans Bett gefesselt. Während dieser Zeit regte seine Mutter Charlotte die Fantasie des Jungen mit makaberen Geschichten und irischer Folklore aus ihrer Heimatgrafschaft Sligo an. Bram erholte sich und besuchte schließlich das Trinity College Dublin, wo er viel Zeit damit verbrachte, Bücher in Marsh’s Library zu verschlingen. Dies ist nicht nur die älteste öffentliche Bibliothek in Irland, sondern auch der Aufbewahrungsort der Totenmaske von Jonathan Swift, dem Autor von Gullivers Reisen. Doch Stoker las nicht nur Bücher. Er war Leichtathletik-Champion, ein erstklassiger Fußballer und Präsident der Philosophischen Gesellschaft. Die historischen Gebäuden, alten Bibliotheken und kopfsteingepflasterten Plätze des Trinity College haben sich seit der Zeit, als Stoker hier seine Studienzeit verbrachte, kaum verändert.

Wie gesegnet sind die Menschen, deren Leben ohne Furcht und ohne Angst dahinfließt, denen der Schlaf ein Tröster ist, der allnächtlich kommt und nur süße Träume bringt.

Bram Stoker

Nach seinem Abschluss arbeitete Stoker in der Verwaltung des Dublin Castle und als Theaterkritiker. Zu dieser Zeit lernte er den Schriftsteller Sheridan Le Fanu und den gefeierten Schauspieler Henry Irving kennen. Beide haben angeblich Elemente von Dracula inspiriert, ebenso wie ein Besuch Stokers in der St Michan’s Church in Dublin zu dieser Zeit. Seine Arbeit als Staatsbeamter dagegen beeinflusste den Aufbau von Dracula. Die Tagebucheinträge, Notizen und Telegramme verleihen der Geschichte ihren unheimlichen Realismus.   

1878 heiratete Stoker Oscar Wildes frühere Freundin Florence Balcombe in der St Ann’s Church in der Dawson Street, wo heute seine Büste zu sehen ist. Das Paar zog aus seinem Haus in der Kildare Street nach London, wo Bram auf Bitten von Irving ein bedeutendes Theater in der Stadt leiten sollte. Es sollte aber noch bis 1897 dauern, ehe der Meister der Vampirzähne mit seinen Kenntnissen von irischen Geschichten über die Untoten hier Dracula zu Papier brachte.

Festival-Trubel

Dracula ist heute eines der bedeutendsten Symbole der Popkultur. Jedes Jahr im Oktober strömen die Liebhaber des Horror-Genres in Scharen in Dublins gotisches Herz, um dem Grafen und seinem Erschaffer zu huldigen. An diesem Wochenende ist die Stadt erfüllt von gespenstischem Nervenkitzel und geisterhaftem Treiben, von Events für die ganze Familie, von grusligen Veranstaltungen zu später Stunde, von turbulenten Spektakeln und vielem mehr.  

Aber das ist alles nur ein Vorgeschmack: Bram Stoker Festival.

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