5 spektakuläre Geschichten aus Irlands historischem Osten

Mythen und Magie, Schätze und Riesen: Irlands historischer Osten steckt voller interessanter Geschichten!

The Cavan Burren, County Cavan

1. Eine omuhnöse Kuh

Schon einmal versucht, eine magische Kuh reinzulegen? Geben Sie Acht! Sie lassen sich nicht gern hinters Licht führen. Die sagenumwobene grün gepunktete Kuh von Bréifne, County Cavan, gab angeblich so viel Milch, dass jedes Gefäß überlief. Als zwei listige Bewohner die Kuh in ein Sieb melkten, von dem sie natürlich wussten, dass es niemals überlaufen konnte, wurde die Kuh so wütend, dass sie das Sieb mit ihren Hufen wegtrat und aus dem Tal sprang. Dort, wo die Milch zu Boden floss, entstanden sieben Flüsse, die noch heute existieren.


2. Darauf geben wir Ihnen die Flosse

Wenn Sie das nächste Mal in der Stadt Wicklow sind, machen Sie doch einen Abstecher ins Lighthouse Seafood Restaurant auf eine Mahlzeit mit exzellenten Meeresfrüchten. Bereiten Sie sich allerdings darauf vor, hinter einigen Stammgästen zu warten, die hier häufig vorbeikommen - insbesondere die Robbe Sammy, die jeden Tag am South Quay aus dem Wasser springt, die Straße überquert und sich ihre Portion von Alan, dem freundlichen Fischverkäufer, abholt.


3. Der frühe Vogel fängt den... Häftling?

Wir sind uns ziemlich sicher, dass ein Aufenthalt im Gefängnis kein Zuckerschlecken ist, aber das Schicksal, das die armen Seelen von Wicklow Gaol Anfang des 18. Jahrhunderts erwartete, war besonders grauenvoll. Während Hingerichtete von den Wänden hingen, wurde ein Falke losgeschickt, um an ihren Köpfen zu naschen. Ihre Körper wurden dagegen ins Meer geworfen, bis Fischer vor Ort sich über den grausigen Anblick beschwerten, wenn sie an die Küste geschwemmt wurden. Ein Gefangener hatte das letzte Wort, oder vielmehr den letzten Biss, als er den hungrigen Falken fing und selber verputzte.


4. Der Geisterteich

Unter der ruhigen Oberfläche der Blessington Lakes verbirgt sich mehr als man denkt: tosende Unterströmungen, tiefe Schlucklöcher, wirbelnde Wasserstrudel - und ein ganzes Dorf, versunken in den Wassern des Stausees. Wenn die Seen relativ wenig Wasser führen, kann man Überreste mit Bäumen bestandener Straßen, Brücken und Häuser erspähen, die ihre schlammigen Gesichter traurig aus dem Wasser ragen, als würden sie nach Luft schnappen. Da überrascht es nicht im Geringsten, dass der offizielle Name des Stausees Poulaphouca ist, was so viel wie Geisterteich bedeutet...


5. Wer hoch springt, fällt tief.

Wer die irische Folklore kennt, hat bestimmt schon von kämpfenden Helden und sagenhaften Kreaturen gehört, aber wissen Sie auch von verliebten Riesen? Als die zwei Kolosse Lugh und Lag um das Herz einer Riesendame warben, sprangen sie abwechselnd wagemutig über einen Abgrund bei Cavan Burren. Doch Hochmut kommt vor dem Fall und Lag musste seinen Wagemut mit dem Leben bezahlen, als er den Abgrund rückwärts überspringen wollte, der heute bezeichnenderweise Giant’s Leap (Riesensprung) heißt, und in den Tod stürzte. 

Ob Lugh das Herz des Riesenmädchens erringen konnte, wissen wir leider bis heute nicht.