5 Monumente, 5 Epochen

Von unglaublichen Gräbern aus der Steinzeit bis zu gigantischen normannischen Burgen – wir stellen Ihnen 5 Monumente vor, die für 5 Epochen stehen.

1. Die jungsteinzeitliche Epoche (4000 – 2200 v. Chr.)

Ein einmaliges architektonisches Meisterwerk, das älter ist als die Pyramiden von Gizeh? Das ist Newgrange, ein jungsteinzeitliches Ganggrab in der Grafschaft Meath, das mit einigen äußerst überraschenden Details ausgestattet wurde. So scheint die aufgehende Sonne am Tag der Wintersonnenwende durch eine präzise platzierte Öffnung und erleuchtet die reich verzierte innere Grabkammer. Aber wer waren diese Architekten aus der Steinzeit? Das werden wir nie erfahren, doch es heißt, das Bauwerk sei zur Ehrung der Götter errichtet worden. Ein gelungenes Unterfangen!

2. Die Epoche der Kelten (500 v. Chr. – 600 n. Chr.)

Spulen wir vorwärts bis zur Epoche der Kelten und zum Corlea Trackway, einem uralten Pfad durch ein Moor in Longford. Die dicken Eichenplanken wurden erst vor ca. 20 Jahren entdeckt, nachdem sie für Jahrtausende im Sumpf verborgen lagen. Wie ihre jungsteinzeitlichen Vorfahren waren auch die Kelten ein gottesfürchtiges Volk. So wird vermutet, dass der Pfad nicht zur Überquerung des Sumpfes angelegt wurde, sondern als Plattform, um von dort aus den Göttern zu huldigen.

3. Die frühchristliche Epoche (400 – 800 n. Chr.)

Schon bald begann die frühchristliche Epoche und Holz wurde immer mehr durch Stein ersetzt. Die Mönche hatten schnell festgestellt, dass Stein nicht so leicht niederbrennt wie Holz! Glendalough in Wicklow ist eine beeindruckende Ansammlung von Steinruinen, kunstvoll gemeißelten Kreuzen und Rundtürmen. In diesem geheimen Zufluchtsort versteckten die Mönche einst ihre Schätze, wie das Book of Kells, vor plündernden Neuankömmlingen: Den Wikingern.

4. Die Epoche der Wikinger (800 – 1170 n. Chr.)

Unter den Raubzügen dieser skandinavischen Seemänner litten die Mönche während der gesamten Wikinger-Epoche, doch über die Jahre wurden die einst furchteinflößenden Eindringlinge in Irland sesshaft. Eine Tatsache, die sich heute noch an vielen Ortsnamen, wertvollen Kunstobjekten und Monumenten ablesen lässt. Wie zum Beispiel dem Reginald’s Tower in Waterford, der nach dem Wikinger benannt wurde, der Waterford im Jahre 914 n. Chr. gründete!

5. Die normannische/mittelalterliche Epoche (1169 – 1500 n. Chr.)

Die Dominanz der Wikinger wurde schließlich durch die Normannen beendet, was wiederum die nächste bedeutende Epoche einläutete. Die Normannen zeigen sich auch für einige der beeindruckendsten Festungen auf irischem Boden verantwortlich, darunter Trim Castle aus dem 12. Jahrhundert. Mel Gibson war derart beeindruckt, dass die Festung in Braveheart eine Hauptrolle erhielt. Das wohl treffendste Lob aber erhielt Trim Castle von Richard Pococke, dem Erzdiakon von Dublin und Ägyptenforscher. Im Jahr 1753 beschrieb er die Burg als „die größte Antiquität“, die er je gesehen habe.

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