Fotos vom Causeway

Giant's Causeway, County Antrim
Giant's Causeway, County Antrim

Es gibt nur eine Handvoll wirklich außergewöhnlicher Landschaften auf der Welt. Es sind Orte, an denen eine Postkarte Urlaub machen würde. Giant's Causeway in Nordirland ist einer davon.

Auf der 2012 von TripAdvisor veröffentlichten Liste der 10 beeindruckendsten Landschaften hat Giant’s Causeway seinen festen Platz zwischen atemberaubenden Sand- und Salzwüsten.

Die 40.000 sechseckigen Basaltsäulen, die wie dunkle Steinstufen in die schäumende Gischt hinunterführen, sind ein atemberaubender Anblick. Wer zum ersten Mal hierher kommt, weiß oft nicht, was zuerst tun. Der Natur gratulieren? Den Erdkundelehrer anrufen, um ihm zu sagen „Sie hatten Recht, Steine KÖNNEN faszinierend sein!“ Die Kamera zücken?

Lassen Sie sich mit Letzterem Zeit. Es gibt einige Tricks, die dabei helfen, die Faszination dieses Ortes auf einem Foto festzuhalten. Wir haben Experten gefragt, wie es geht.

Chris Hill ist ein preisgekrönter Landschaftsfotograf. Der Causeway gehört zu seinen Lieblingsmotiven. Das Geheimnis hinter der magischen Nebel-Aufnahme oben ist, auf den Sonnenuntergang zu warten.

„In den letzten beiden Stunden vor Sonnenuntergang sieht der Causeway immer am besten aus. Im Frühling und Herbst kommt die Sonne von der Seite und taucht die Säulen in ein schönes, goldenes Licht. Bei aufgewühltem Meer werden die Fotos grundsätzlich besser.“

Was ist mit Irlands bekanntermaßen stürmischem Himmel, der die Farbe schneller ändert als ein Stimmungsring?

 Giant’s Causeway

Simon Brown, Meister der Landschaftsfotografie aus der Grafschaft Down, ist diese Bedingungen gewohnt. Sein Rat ist sie auszunutzen.

„Lassen Sie sich von einem dunklen Himmel nicht abschrecken“, empfiehlt er. „Er kann Ihrem Foto Atmosphäre verleihen.“ Sein Trick für den sanften Welleneffekt im Foto oben war „eine lange Verschlusszeit zu wählen, um die Bewegung der Wellen einzufangen“.

Alle Experten sind sich einig, dass bei der Landschaftsfotografie Geduld nicht nur eine Tugend, sondern eine Notwendigkeit ist.

Glücklicherweise hat der erfahrene Fotograf Chris Hill jede Menge davon.

Giant’s Causeway 

„Es stimmt wirklich, dass ich 30 Jahre darauf gewartet habe, dieses Foto zu schießen“, sagt er über seine brillante Aufnahme der schneebedeckten Basaltsäulen des Causeway.

Ganz zu schweigen von den schwierigen Reisebedingungen aufgrund des Winterwetters: „Im Schnee hierher zu kommen ist nicht gerade leicht, besonders, wenn man fast 100 Kilometer weit weg wohnt.“ Aber wenn man genügend Geduld hat, braucht man nur noch warme Kleidung, gute Schuhe und ein Stativ.

Die schwierigste Hürde für professionelle Fotografen ist, dass Orte wie der Causeway schon viele tausend Mal fotografiert worden sind.

Giant’s Causeway 

Als Brian Morrison seinen letzten Causeway-Auftrag bekam, wusste er, es würde schwer werden, eine neu Perspektive für das Motiv zu finden. Seine Lösung war einfach: Menschen mit aufs Foto nehmen.

„Ich wollte zeigen, wie die Leute die Steine erkunden“, erklärt er.

„Es war ungefähr eine Stunde vor Sonnenuntergang und die Sonne stand tief am Himmel, also entschied ich mich für eine Silhouette. So konnte ich das Licht auf den Steinen und die interessanten Formen mit den Menschen im Vordergrund und der Landzunge im Hintergrund einfangen.“

Er verwendete ein Weitwinkelobjektiv, einen Polarisator für besseren Kontrast, stellte den ISO-Wert auf 100 für maximale Qualität und nutzte eine schnelle Verschlusszeit, um die Menschen in den letzten Sonnenstrahlen aufzunehmen. Das Ergebnis ist eine vollkommen neue Art den Causeway darzustellen. Eine, bei der man sich vorstellt, selbst dort zu stehen.  

Wenn man also etwas von den Experten lernen kann, ist es, für ein so berühmtes Fotomotiv eine eigene Perspektive zu finden. Ansonsten braucht man ja nur einen düsteren Himmel und ein Stativ, oder?