Die Inishowen-Halbinsel

Willkommen auf der Halbinsel Inishowen. Nächster Halt: Der nördliche Polarkreis!

Lassen Sie uns auf die Eiszeit anstoßen. Die große Zeit der Gletscher, die vor 2,6 Milliarden Jahren anfing, hat definitiv einige beeindruckende Landschaften entstehen lassen. Man muss sich zum Beispiel nur Donegal ansehen. Man kann sich leicht vorstellen, dass hier ein Architekt aus einer anderen Welt am Werk war. Er grub tiefe Täler und entwarf beeindruckende Klippen am Atlantik als ideale Brutplätze für Papageientaucher.

Unter all den eiszeitlichen Prachtstücken Donegals sticht eines jedoch besonders hervor: die Halbinsel Inishowen.

Wer schon einmal den einschläfernden Wetterbericht für die irischen Seegebiete im Radio gehört hat, dem ist der Name „Malin Head“ sicherlich ein Begriff. Wer in Irland gen Norden reist, kommt nicht weiter als bis hierher. Weiter nördlich beginnt der nördliche Polarkreis. Wer bleibt, der kann die schroffe, abgeschiedene und unberührte Landschaft der Inishowen-Halbinsel genießen.

Amazing Grace

So wild die Gegend auch manchmal sein mag, sie kann Erleuchtungen hervorrufen. Nachdem sein Schiff 1748 im Nordatlantik in einen orkanartigen Sturm geraten war, fand der Seefahrer John Newton mit seinem schwer beschädigten Schiff schließlich Zuflucht in den Gewässern von Inishowen – im fjordartigen Meeresarm Lough Swilly, um genau zu sein. Dieses schreckliche Erlebnis ließ den jungen Engländer seinen Glauben an Gott neu entdecken. Man sagt, dass dies Newton letztendlich dazu inspirierte, die epische Hymne „Amazing Grace“ zu schreiben.

Falls Sie den genauen Ort sehen möchten, steigen Sie am besten auf die Hügel zwischen Lough Swilly und Lough Foyle. Dort kann man nicht nur den Ausblick auf die ruhigen Gewässer genießen, sondern auch das Steinfort Grianan of Aileach entdecken. Dieser mysteriöse Ort liegt rund 240 Meter über dem Meeresspiegel und man nimmt an, dass er vor über 4000 Jahren besiedelt wurde. Die momentane Struktur entstand im 5. Jahrhundert und wurde über die Jahre von vielen berühmten Gästen besucht: St. Patrick, den Prinzen von Aileach und dem heldenhaften, sagenumwobenen Gottesvolk der Túatha Dé Danann.

Road Trip

Inishowens Landschaft hat aber neben dem Lough Swilly noch vieles mehr zu bieten. Setzen Sie sich ans Steuer oder auf ein Zweirad und machen eine Entdeckungstour. Wenn Sie auf der Suche nach großen Weiten und unberührter Natur nach Irland gekommen sind, dann haben Sie Ihr Ziel hier erreicht. Die Ausblicke über den Atlantik scheinen endlos. Grasgesäumte Straßen in malerischen Tälern schlängeln sich durch Fischerdörfer wie Moville, Shrove und Muff.

Wenn man dann Malin Head erreicht und der unendlich scheinende Atlantik vor einem liegt, sollte man sich ein Glas nehmen und auf die Eiszeit anstoßen.

Denn ohne die Eiszeit gäbe es Inishowen nicht.

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