Der Ring of Kerry

Stellen Sie sich folgende Szene vor: Im wunderschönen Killarney National Park in der Grafschaft Kerry kämpft ein junges Mädchen mit ihrer Kamera.

Killarney National Park, County Kerry
Killarney National Park, County Kerry

Sie versucht einen riesigen rosaroten Rhododendron aufs Bild zu kriegen. Es klickt.

Ein Fremdenführer sieht sie im Vorbeigehen fotografieren und erklärt: „Weißt du, dass das Unkraut ist? Im Sommer muss es zurückgeschnitten werden. Sonst sind die Berge am Ende voller Büsche.“

Am Ring of Kerry ist sogar das Unkraut ein Foto wert.

Muckross House and Gardens, Killarney, County Kerry
Muckross House and Gardens, Killarney, County Kerry

Wie der Name schon sagt, endet und beginnt der „Ring“ an derselben Stelle: in Killarney. Königin Victoria war hier 1861 zu Besuch und übernachtete im Muckross House, einer großen viktorianischen Villa im Herzen des Killarney National Park.

Die Anwesenheit der Königin und ihrer Gefolgsdamen hat Spuren hinterlassen: auf einem Gipfel über dem Park mit seinen glänzenden Seen liegt ‚Ladies View‘. Anscheinend hat dieser Aussichtspunkt den Ladies so gut gefallen, dass er nach ihnen umbenannt wurde. Heute ist man hier vom Klang klickender Kameras umgeben.

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Der Wanderführer John Hickey kennt den Ring wie seine Westentasche. Für ihn liegt eines der wahren Kleinode am Ortsausgang von Killarney.

„Je nachdem, welche Straße Sie nehmen, kommen Sie vielleicht, bevor Sie Killarney verlassen, an St Mary’s Cathedral vorbei. Die Kathedrale ist ein persönlicher Lieblingsort von mir. Ein Besuch lohnt sich wegen der Buntglasfenster und dem beeindruckenden Mauerwerk im Inneren des Turms. Direkt gegenüber dem Eingang steht eine Zeder. Sie markiert den Ort als Massengrab von Opfern der Hungersnot. Eine schlichte Erinnerung an Irlands tragische Vergangenheit.“

Höhepunkte entlang des Rings

Der Ring ist eigentlich ein Höhepunkt nach dem anderen, aber die vielen wunderbaren Details sind nicht zu vergessen. Städte wie Sneem, Waterville und Killorglin zum Beispiel sind die Heimat berühmter Leute und eines gekrönten Ziegenbocks. Letzteres zumindest während des Volksfests ‚Puck Fair‘ in Killorglin.

Entlang der Küste könnte der Anblick der Klostersiedlung auf der Insel Skellig Michael DER Fotomoment Ihres Urlaubs sein. Die zerklüftete Insel Valentia Island dagegen hat eine besondere Bedeutung: sie ist Irlands wichtigste Wetterstation. Die Gourmets beim Valentia Island King Scallop Festival im Juli, einem Volksfest rund um die Jakobsmuschel, haben es also nicht weit bis zum nächsten Wetterbericht.

Am Ring ist Zeit das Wichtigste. Je mehr Zeit Sie haben, desto mehr können Sie Ihren Ausflug genießen. John Hickey rät, unbedingt lange Mittagspausen einzulegen:

„Wenn Ihr Magen zu knurren beginnt, steuern Sie Waterville an und genießen Sie ein luxuriöses Mittagessen im Butler Arms Hotel. Ein ausgedehntes Mahl mit Hummer und Garnelen, begleitet von einem leichten Pinot Grigio [natürlich nur, wenn Sie nicht der Fahrer sind], stillt den Hunger und hebt die Laune.“

Achten Sie auf die Wände des Hotels. Dort finden Sie Hinweise auf einen der berühmtesten Besucher Watervilles.

„Nehmen Sie sich einen Moment Zeit und sehen Sie sich die Fotos an, die in den Räumen aufgehängt sind“, rät John. „Auf einigen ist Charlie Chaplin mit Familie zu sehen, die ihren Urlaub in der Stadt genießen. Die Chaplins haben einige Sommerurlaube in Waterville verbracht. Eine seiner Töchter fand die Stadt sogar so schön, dass sie sich hier niedergelassen hat.“

Geschichte und Kulturerbe

Wenn Sie sich mehr Zeit nehmen, müssen Sie sich außerdem nicht strikt an die Ring-Route halten. Sie können einfach abbiegen und sich das anschauen, worauf Sie gerade Lust haben.

Das ehemalige Zuhause von Daniel O’Connell – einem Politiker aus dem 19. Jahrhundert, der oft als „Der Befreier“ bezeichnet wird – ist zum Beispiel einen Abstecher wert. Derrynane House, wo er als Kind lebte, ist ein angemessener Wohnsitz für einen Mann, der aufgrund seiner Rolle in der Katholikenemanzipation zum Helden wurde. Auch die umliegende Landschaft kann sich sehen lassen

Tony O’Callaghan stammt aus Tralee und ist Wanderführer auf Kerrys friedlicheren Routen. Er erinnert sich daran, wie sein Vater ihn und einen Freund als Kinder hierher mitgenommen hat. Als der Freund Derrynane in der Sonne sah, drehte er sich zu Tonys Vater um und fragte: „Onkel Tony, ist das der Himmel?“

An einem Ort, wo Rhododendren Unkraut sind, ist das gar nicht so abwegig.

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