Die Bundeslade im Boyne-Tal?

The Stone of Destiny, The Hill of Tara
The Stone of Destiny, The Hill of Tara

Indiana Jones dachte, er hätte die Bundeslade in Ägypten gefunden. Experten glauben jedoch, dass sie woanders versteckt ist: im Boyne-Tal.

Nur wenige Orte sind so mystisch wie das Boyne-Tal in der Grafschaft Meath. Zum BeispielNewgrange, ein Wunder aus der Jungsteinzeit und gleichzeitig eine organische Lichtshow und ein Ort der heidnischen Sonnenverehrung. Die UFO-förmigen Erdwerke in Knowth und Dowth dagegen scheinen die Antwort auf die Frage „Sind wir allein im Universum?“ zu sein. Ganz zu schweigen von dem Kribbeln, das man verspürt, wenn man den Lia-Fáil-Stein berührt, an dem so viele Krönungen stattfanden.

Man erwartet fast, dass Indiana Jones auf der Suche nach der Bundeslade über den Hügel kommt.

Sie finden, das klingt unwahrscheinlich? Es ist schon Seltsameres geschehen.

Tora & Tara

Wir schreiben das Jahr 1899 in London. Eine Gruppe Wissenschaftler der Anglo Israel Association suchen nach dem spektakulärsten Gegenstand in der modernen Religionsgeschichte. Sie haben im Rahmen ihrer Forschung bereits angelsächsische Stammbäume zu den Stämmen von Israel zurückverfolgt. Als nächstes möchten sie wissen, wo genau sich die Bundeslade befinden könnte. Die berühmte Truhe enthält die Tafel mit den Zehn Geboten, die Gott Moses diktierte.

Wenn die Informationen der Wissenschaftler stimmen, weisen die irische Folklore und Geschichte darauf hin, dass die Lade zuletzt auf dem Hill of Tara in Irland gesehen wurde. Die linguistische Ähnlichkeit zwischen „Tora“ und „Tara“ unterstützte diese Auffassung.

Auf nach Tara

Also begann diese Gruppe unerschrockener und tatkräftiger Archäologen und anderer Wissenschaftler, angeführt von Richter Edward Wheeler Bird, im Jahr 1899 auf einem grasbewachsenen Hügel in Meath mit der Suche nach dem jüdisch-christlichen Heiligtum.

Allerdings hätte ihr Timing nicht schlechter sein können. Wheeler Birds Suche nach der Bundeslade fiel in einen Zeitraum, der auch als „irische Renaissance“ bekannt ist.

Was war die irische Renaissance? Es war eine Zeit neu geweckten Interesses an Kulturerbestätten. Für viele Iren bekamen die Orte, die uns verraten wer wir sind und woher wir kommen, enorme Wichtigkeit. Sie hatten schon viel zu lange nicht genügend Beachtung erfahren.

Im Irland dieser Zeit, als die Gesellschaft für ihre Geschichte und ihr kulturelles Erbe sensibilisiert war, war man von den dreijährigen Ausgrabungen alles andere als begeistert. Kritisiert wurden die Archäologen unter anderem von der irischen Gesellschaft für Altertumsforschung (Royal Society of Antiquities), vom Dichter W.B. Yeats und der Revolutionärin Maud Gonne.

Schließlich mussten die Jäger der verlorenen Lade aufgrund von zahlreichen Protesten und andauernden Beschwerden ohne Bundeslade und ohne Antworten nach Hause zurückkehren.

Historische Höhepunkte

Aber eigentlich hat Meath auch ohne die Lade ein außergewöhnliches kulturelles Erbe.

Indiana Jones würde sicher begeistert sein von Newgrange: ein steinzeitliches Ganggrab, das älter als die Pyramiden ist.

Dann würde er über die Loughcrew Cairns – die auch Hexenhügel genannt werden – stolpern oder sich im Schatten von Trim Castle wiederfinden, einem normannischen Kastell, in dem Mel Gibson Braveheart drehte.

Vielleicht würde sich der Professor auch mehr für den Ort der Schlacht am Boyne interessieren, wo sich britische Soldaten 1690 in einer blutigen Schlacht zwischen den Truppen von König Jakob und den Truppen von König Wilhelm gegenüberstanden.

Doch da Mr. Jones nur eine Filmfigur ist, werden wir nie erfahren, welche Abenteuer er in Meath erleben würde.

Bei Ihnen sieht das anders aus …

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