Tauchen Sie zu Irlands Geheimnissen

Scuba Diving in Ireland zur Verfügung gestellt von <a href="http://www.emerald-vision.com/" > George Karbus</a>
Scuba Diving in Ireland zur Verfügung gestellt von George Karbus

Unter der Wasseroberfläche des Meeres rund um die grüne Insel können Sie eine Unterwasserwelt entdecken, bei der Taucher ins Schwärmen geraten

Schon Jacques Cousteau stellte fest, dass die Unterwasserwelt der grünen Insel etwas ganz Besonderes ist: „Mit die besten Tauchgänge der Welt erlebt man an der Nordseite der Dingle-Halbinsel, wo der Atlantik auf die faszinierend schöne Landschaft der Brandon Mountains trifft.”

Vielfarbige Entdeckungen

Jennifer S. Holland, Journalistin bei der Zeitschrift „National Geographic”, war genauso beeindruckt wie Cousteau: „Ich bin überwältigt von der Farbenpracht der Seeanemonen. Sie leuchten so pink wie Kaugummi, so grün wie Limetten und so orange wie eine reife Apfelsine.” 

Die Lage am äußersten Rand des westeuropäischen Kontinentalsockels bringt so manche Vorteile mit sich: Das heißt Tauchen am Rande des offenen Atlantiks. Mit Tiefen von 0 bis 15 Meter und einer überraschenden Artenvielfalt ist das Meer vor der irischen Küste perfekt fürs Tauchen geeignet. Es ist das ganze Jahr über möglich. Die Entscheidungsschwierigkeiten bezüglich des Reisemonats lassen sich recht einfach formulieren: Sichtweiten von durchschnittlich 20 Metern (Oktober–Januar) versus wärmeres Wetter. Februar ist der schlechteste Monat für einen Tauchurlaub in Irland. Während des Sommers können Sie mit Sichtweiten von 6–12 Metern rechnen. Die Wassertemperatur beträgt je nach Jahreszeit durchschnittlich zwischen 9 und 15°C.

Die Wahl des richtigen Tauchkurses

Fast hundert Tauchclubs gibt es auf der grünen Insel, die Kurse für verschiedene Anforderungen und Fähigkeiten anbieten. Irische Tauchschulen unterrichten nach dem weltweit anerkannten PADI (Professional Association of Diving Instructors) Standard. Die meisten bieten den eintägigen Schnupperkurs „Discover Scuba Divingˮ, den PADI-Anfängerkurs „Open Water Diverˮ, den Fortgeschrittenen-Kurs „Advanced Open Water Diverˮ und den Rettungstaucherkurs „Rescue Diverˮ an. Wenn Sie eine anerkannte Tauchschule suchen, sind das Irish Underwater Council oder die Northern Ireland Federation of Sub Aqua Clubs gute Ansprechpartner.

Farbenfrohe Unterwasserwelt

In Kinsale in der Grafschaft Cork betreiben Anne und Graham Ferguson das Tauchzentrum „Ocean Addicts“. Anne erzählt uns gerne von der artenreichen Flora und Fauna, die sich an der Küste bietet: „Der Golfstrom erwärmt das Meer und reichert es außerdem mit Nährstoffe an. So entsteht eine einzigartige und vielfältige Unterwasserwelt.“ Neben Seeanemonen und Korallen bevölkern hier unter anderem Delfine, Tintenfische, Dornhaie, Anglerfische, Zitterrochen und Meeraale die Gewässer. Aber für Anne ist das spektakulärste Tier, das man hier beobachten kann, der Riesenhai: „Diese friedlichen Planktonfresser kommen jedes Jahr ab Mai an unsere Küste. An der Landzunge Old Head of Kinsale kann man sogar manchmal im September noch welche sehen.”

Delfine und Schiffswracks

Weiter oben an der Küste kann man im 200 Quadratkilometer großen Lough Corrib tauchen. Die Tauchschule „Galway Dive School” bietet dort unter anderem auch Nacht- oder Höhlentauchgänge an. Noch weiter nördlich können Sie beim Tauchzentrum „North Irish Diver LTD in Antrim in Nordirland Touren buchen, bei denen man Seevögel und Wale beobachten kann – sowie Unterwasser-Safaris rund um die Inseln Rathlin und Sanda.

An der Ostküste lohnt sich ein Ausflug zum Salzwasser-See Strangford Lough in der Grafschaft Down. Er ist ein 18.647 Hektar großer Naturhafen. Auf seinem Grund liegen viele Wracks untergegangener Schiffe.

Da wir gerade bei Wracks sind: Auf der Internetseite für Wracktaucher „Irish Wrecks Online” sind insgesamt über 10.000 havarierte Schiffe aufgelistet. Sie alle sanken während der letzten hundert Jahre in irischen Gewässern. Da haben Sie die Qual der Wahl: Interessiert Sie ein U-Boot, ein Schlachtschiff aus dem 1. Weltkrieg oder der weltgrößte, gesunkene Frachter?

Unser Vorschlag: Tief Luft holen und sich alle anschauen.