Rory McIlroy: Der Goldjunge des Golfsports

Mit einem weiteren Titel in der Tasche – diesmal bei der US PGA Championship im Valhalla Golf Club – und wieder führend in der Weltrangliste scheint Rory McIlroy, dem Nordiren aus dem County Down, momentan alles zu gelingen.

Als Rory McIlroy in Louisville, Kentucky, die Wanamaker-Trophy der US PGA Championship in die Höhe stemmte, konnte er im Alter von nur 25 Jahren schon die stolze Zahl von vier Major-Titeln für sich beanspruchen. Aber wo hat dieser außergewöhnlich talentierte junge Sportler die Fähigkeiten erworben, um sich mit den weltbesten Golfern zu messen und sie dabei alle zu übertreffen? Wir besuchen die Golfplätze, die aus McIlroy einen vierfachen Major-Gewinner gemacht haben.

Wo Rory McIlroy golfen lernte...

McIlroy gehörte schon früh zu den Gewinnern. Die anspruchsvollen Golfplätze – ob am Meer oder in Parklandschaften – entlang der Causeway Coastal Route in Nordirland waren seine ersten Trainingsplätze und schon als Teenager gewann er mehrere prestigeträchtige Titel. Diese haben ihm zweifellos auch geholfen, bei der Honda Classic 2011 Tiger Woods in Schach zu halten und es erstmals an die Spitze der Weltrangliste zu schaffen.

Viele Trainingsrunden in seinem Heimatclub in Holywood im County Down gaben dem Nachwuchsgolfer das nötige Selbstvertrauen, um sein Talent in Siege umzusetzen, wie er mit dem Titelgewinn bei der Irish Amateur Close Championship 2005 bewies. Dieser Sieg im zarten Alter von 16 Jahren machte ihn zum jüngsten Gewinner dieses Titels aller Zeiten und er trat damit in die Fußstapfen von Stars wie Darren Clarke und Graeme McDowell.

Ebenfalls im Jahr 2005 gelang McIlroy ein neuer Platzrekord mit einem Total von 61 Schlägen auf dem Dunluce-Golfplatz des Royal Portrush Golf Club im County Antrim. Der Platz besteht seit 1888 und ist der einzige Club auf der irischen Insel, der Austragungsort der Open Championship war – und dies möglicherweise 2019 erneut sein wird.

Wechsel zum Profisport

2007 erhielt McIlroy einen der begehrten Plätze in der Mannschaft von Großbritannien und Irland im Walker Cup, der im Royal County Down Golf Club ausgetragen wurde. Obwohl sein Team das Turnier nicht für sich entscheiden konnte, gewann er seine Einzelpartien gegen Billy Horschel. 2007 war auch das Jahr, in dem Rory den Schritt zum Profi machte und seine Karriere mit mehreren Siegen einleitete.

Nachdem McIlroy bei der Irish Close Championship zum zweiten Mal als Sieger vom Platz gegangen war, bereitete er sich darauf vor, seinen Titel zu verteidigen, indem er einen der Großen des Golfsports – seinen Mentor Nick Faldo – auf den sturmgepeitschten Old Links in Ballyliffin auf der Halbinsel Inishowen im County Donegal, dem nördlichsten County Irlands, besiegte.

„Ballyliffin ist ein großartiger Golfplatz“, sagt McIlroy, dem mit 67 Schlägen ein Platzrekord gelang, mit dem er den sechsfachen Major-Sieger Faldo mit einem Schlag Differenz besiegte. „Dort gibt es zwei fantastische Plätze. Die Old Links, ein Platz, der etwas kürzer und aufgrund der kleineren Greens etwas enger ist. Nick Faldo hat den Platz neu gestaltet und er ist sehr schwierig und anspruchsvoll. Der Glashedy hingegen ist ein weitläufiger Golfplatz mit einer Länge von mehr als 6700 Metern.

„Es gibt dort zwei hervorragende Golfplätze in atemberaubender Lage“, schwärmt McIlroy, „deshalb sollte jeder, der Gelegenheit hat, den Nordwesten Irlands zu bereisen, unbedingt auch Ballyliffin besuchen.“

Wahrscheinlich der weltbeste am Meer gelegene Golfplatz

Nur wenige Tage nachdem er Faldo in Ballyliffin besiegt hatte, sicherte sich McIlroy den Titel bei der Irish Close Championship auf dem Rasen des European Club bei Dublin und bezeichnete ihn als den besten am Meer gelegenen Golfplatz, auf dem er je gespielt hatte.

Das ist ein großes Lob aus dem Mund eines Golfers, der nur unweit eines anderen Spitzengolfplatzes, des Royal County Down, aufwuchs und regelmäßig auf dem Rasen des Royal Portrush aufteete, als er noch ein Jugendlicher war.

„Der European Club ist wahrscheinlich der beste am Meer gelegene Golfplatz, auf dem ich je gespielt habe, und dazu gehören auch Plätze wie Royal St. George‘s, Royal County Down und Royal Portrush“, sagte McIlroy damals. „Die Platzgestaltung ist einfach außergewöhnlich und dann sind da noch die Holzschwellen in den Bunkern. Die Fairways sind die besten, auf denen ich je gespielt habe. Der Platz ist einfach unglaublich!“

„Ich liebe Plätze, auf denen man sich das Vorgehen genau überlegen muss. Da kann ich mich total auf mein Spiel konzentrieren. Das ist der Grund, warum mich dieser Platz so fasziniert.“

Harte Konkurrenz

Zurück zur Irish Close Championship, bei der McIlroy auf den Weg war, den von Tiger Woods im Juli 2002 aufgestellten Platzrekord von vier unter Par 67 zu brechen, als er bei Halbzeit drei Schläge unter Par lag. Er musste sich schließlich mit 70 Schlägen zufriedengeben und kam in der zweiten Runde auf 80, als starker Wind blies und das Rough seinen Tribut forderte.

Er qualifizierte sich trotzdem problemlos für die Lochspielrunden und gewann schließlich den Titel ungefährdet und hatte dabei auch seine Lektion über Taktik und Windbedingungen gelernt. Dies ist ihm in seiner späteren Profikarriere sicherlich zugutegekommen.

Seine nordirischen Wurzeln machen McIlroy zu einem Golfer, den die Plätze seiner Jugend geprägt haben. Golfplätze, die Sieger hervorbringen, in der Heimat der Champions #homeofchampions.

Von Brian Keogh

Möchten Sie uns helfen?

Wir sind stets bemüht, unsere Website zu verbessern.

Daher würden wir uns sehr freuen, wenn Sie an dieser kurzen Umfrage teilnehmen würden. Wir möchten ireland.com für alle Nutzer noch besser machen.

 

Nein danke Close An der Umfrage teilnehmen