Die Grand Tour

Vintage style in Ireland zur Verfügung gestellt von <a href="http://gordonbennettclassic.ie/" >Gordon Bennett Classic</a>
Vintage style in Ireland zur Verfügung gestellt von Gordon Bennett Classic

Wenn Sie gedacht haben, dass es nur eine „Grand Tour“ auf der Welt gibt, belehren Sie Wicklow und Kildare eines Besseren.

Hört man „Grand Tour“, denkt man an Aristokraten aus Nordeuropa, die es auf kultureller Bildungsreise gen Süden zieht. Doch auch der Osten Irlands kann ein Ziel für eine „Grand Tour“ sein.

Irland ist berühmt für seine entlegene, unberührte Schönheit. Man muss aber dennoch nicht weit reisen, um sie zu finden. Die Grand Tour durch Irland führt durch die Grafschaften Wicklow und Kildare, ganz in der Nähe von Dublin. Sie bezaubert Besucher mit atemberaubenden Aussichten sowie abwechslungsreichen Freizeitaktivitäten und Sehenswürdigkeiten. So erleben Sie Irland gewissermaßen auf einen Blick.

In diesem Teil der Welt ist Mutter Natur noch die unangefochtene Herrscherin.

Die Schätze des Ostens

Schroffe Berge, Wasserfälle, herrschaftliche Anwesen, lebhafte Städte und grüne Weiden mit stattlichen Pferden. All das gehört zur Grand Tour, die mühelos an einem Tag zurückgelegt werden kann. Der Osten Irlands ist sanfter als der Westen. Das Wetter ist meist milder und trockener. Deshalb finden Wanderer und Radsportler hier ideale Bedingungen vor.

Die Grand Tour in Irland besteht aus mehreren kürzeren Strecken, die bestimmte Themen haben. Von Gärten über Pilger bis zu Herrenhäusern – es ist praktisch für jeden etwas dabei. Die 340 km der Grand Tour lassen sich am besten mit dem Auto erkunden, aber auch Radfahrer und Wanderer kommen auf ihre Kosten.

Meer und Berge

Die Küstenstrecke eignet sich besonders für begeisterte Radsportler. Sie bietet sowohl viel Abwechslung als auch Herausforderungen. Sie führt zunächst an der Küste entlang und führt dann landeinwärts zum Sugar Loaf Mountain. Mit einer Länge von 126 km lässt sie sich gut an einem langen Sommertag zurücklegen. Ideal für einen Zwischenstopp samt Abkühlung: Brittas Bay, ein mit der Blauen Flagge ausgezeichneter Strand. Im Inland führt Sie die Strecke durch das Vale of Avoca. Dort treffen sich zwei Flüsse in einem malerischen Wäldchen – einer der schönsten Flecken Erde in Irland. Wer gerne schwimmt, kann in den Bergen liegt ein erfrischendes Bad in den torfigen Gewässern von Lough Tay (auch Guinness-See genannt) nehmen.

Wenn Sie mit dem Auto unterwegs sind, werden Sie ausreichend Zeit haben, um Pausen einzulegen und die Landschaft zu genießen. In diesem Teil Irlands gibt es auch zahlreiche herrschaftliche Anwesen. Kilruddery zum Beispiel ist ein wunderschönes Haus in elisabethanischem Stil; Castletown ist das älteste und prächtigste Gebäude Irlands im palladianischen Stil und Powerscourt und Mount Usher sind zu Recht für ihre Gärten berühmt.

St. Fiachras Garten im Nationalgestüt in Kildare

Auf das richtige Pferd gesetzt

In Irland ist Geschichte lebendig. Das beweist auch die Pferdezucht und -ausbildung. Kildare spielt hierbei immer noch eine weltweit bedeutende Rolle für den Reitsport. Im National Stud, dem Nationalgestüt, erfahren Sie als Besucher im Museum, warum in Irland so viele Siegerpferde gezüchtet werden. Oder Sie genießen einfach die wunderschönen Gärten, zu denen auch ein japanischer Garten gehört.

Die Grand Tour kann Sie auch in das frühchristliche Irland mitnehmen, in eine Zeit, als Irland ein Zentrum der Bildung war. Die Klostersiedlung Glendalough ist ein magischer Ort. Der berühmte Reisejournalist Christopher Somerville hält die Wanderung durch Glendalough und das Glenealo Valley für die schönste in ganz Irland.

Sucht er Inspiration auf der Grand Tour durch Irland? Er wird bestimmt nicht der letzte sein.