Die Grafschaft Waterford

The Copper Coast, County Waterford

Die Grafschaft Waterford liegt an der Küste von Irlands historischem Osten und überzeugt mit traumhaften Küstenlandschaften, Irlands ältester Stadt, einem UNESCO Global Geopark und klösterlichen Wundern direkt am Meer.

Historisches Waterford

1171 segelte Heinrich II den Fluss Suir hinauf, um den normannischen Fürst Strongbow in Waterford aufzusuchen. Auf der Fahrt flussaufwärts passierte Heinrich die zerklüftete Hook-Halbinsel zu seiner Rechten und das kleine Küstendorf Crooke zu seiner Linken. Zwischen den beiden Punkten schwor der König, es bis Waterford zu schaffen – „by hook or by crook“ – und prägte so ein geläufiges Sprichwort, das so viel bedeutet wie „auf Biegen und Brechen“ . So schnell entstehen legendäre Redensarten!

Waterford ist eine Grafschaft, die ihre stolze Geschichte bis zum heutigen Tag pflegt. Crooke liegt noch immer friedlich am Meer und die Hook-Halbinsel gehört zu den schönsten Küstenabschnitten in ganz Irland. Hier befinden sich auch das eindrucksvolle, schwarz-weiß gestreifte Hook Lighthouse, das riesige Herrenhaus Loftus Hall (angeblich das Haus in ganz Irland, in dem es am meisten spukt) und die Tintern Abbey, die Gedichte von William Wordsworth inspirierte.

Die Stadt Waterford

Waterford ist Irlands älteste Stadt. Sie wurde im 9. Jahrhundert von den Wikingern gegründet. 1170 beanspruchte Strongbow die Stadt für die Normannen und läutete damit eine bedeutende Ära in ihrer Geschichte ein. In den Waterford Treasures, drei Museen im Stadtzentrum, sind einige der faszinierendsten Schätze aus diesen Zeiten zu sehen, darunter auch die Great Charter Roll aus dem Jahr 1373. Sie zeigt die Stadt, wie sie im 14. Jahrhundert aussah. Ein weiterer Höhepunkt ist die Waterford Kite Brooch, eine aus Gold und Silber gefertigte Brosche.

Dennoch ist es nicht nur Geschichtliches, das Waterford zu einem wunderbaren Reiseziel macht. Die Stadt ist bekannt für ihre handwerklich hergestellten Biere, Blaas – leckere weiße Brötchen, die es nur hier gibt – und Waterford Crystal, eine der renommiertesten Kristallmarken der Welt.

Spuren der Wikinger und der Normannen sind in den engen Gassen und Stadtmauern des sogenannten Viking Triangle überall präsent und die drei ausgezeichneten Museen der Stadt erzählen die Geschichte des mittelalterlichen Irlands besser als jeder andere Ort auf der Insel.

Lonely Planet

Auch vor den Toren der Stadt hat Waterford einiges zu bieten. Die Copper Coast ist Waterfords eigener UNESCO Global Geopark: ein 25 km langer Küstenabschnitt mit Klippen, Buchten und Felsnadeln. 

Der Name rührt von den ehemaligen Kupferminen der Region her und die gesamte Küste ist ein Paradies mit verborgenen Buchten und einer faszinierenden Geschichte. Achten Sie bei Newtown Head auf den Metal Man, die Statue eines Matrosen hoch auf einem Pfeiler, die über die Einfahrt zur Tramore Bay wacht.

Vor den Toren der Stadt

Im Norden dominieren die felsigen Comeragh Mountains die Landschaft. Hier stürzt bei den Mahon Falls glitzerndes Wasser in ein Tal und der tiefschwarze Gletschersee Coumshingaun thront hoch in den Bergen – es heißt, er habe keinen Boden.

Westlich von Waterford liegt Ardmore Round Tower & Cathedral, die älteste christliche Stätte in Irland. Sie wurde vom heiligen Declan im 5. Jahrhundert gegründet. Sie umfasst einen beeindruckenden Rundturm und, auf einer nahen Klippe, eine verborgene Einsiedlerklause, was diesen Ort zum einzigen noch existierenden Kloster an der Küste in ganz Irland macht.

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