Öko-Urlaub: So reisen Sie umweltfreundlich

Walking in the Great Western Greenways
Walking in the Great Western Greenways

Wir alle tun gerne etwas für unseren Planeten: Müll recyceln, das Auto stehen lassen und Fahrrad fahren oder Bio-Produkte kaufen. Muss das im Urlaub anders sein?

Umweltfreundlich reisen steht bei Urlaubern gerade ganz hoch im Kurs. Die Internationale Gesellschaft für Ökotourismus (The International Ecotourism Society, TIES) bestätigt: Grün und umweltfreundlich reisen wird seit den 1990er Jahren weltweit immer beliebter.

Aber was ist Ökotourismus?

Richard Hammond und Jeremy Smith, die Autoren von „Clean Breaks“, bringen es auf den Punkt. „Im Grunde geht es darum, die Umwelt während der Reise und am Zielort möglichst wenig zu belasten. Man wählt bewusst, wie man reist und wo man übernachtet.“

Das Beste daran ist, dass eine geringere Umweltbelastung nicht weniger Spaß bedeutet. Jeder Ökotourist wird bestätigen, dass umweltfreundliche Urlaube großartig sind. Man lernt die Landschaft und die Einheimischen hautnah kennen. Bei einem nachhaltigen Urlaub erlebt man unberührte Natur und genießt leckere Bio-Lebensmittel.

Sie wollen das ausprobieren? Wir haben einen Vorschlag für Sie. 

Auf den Wanderwegen entlang der Seen von Fermanagh oder im Killarney National Park, werden Sie schnell merken, dass Irland nicht nur grün aussieht. Irland ist grün.

Die Landschaft entdecken

Umweltbewusst reisen bedeutet nicht unbedingt Hanfkleidung und Weizen-Smoothies. Es kann auch ganz einfach heißen, beim Wandern die eigene CO2-Bilanz zu verbessern.

Bei geführten Wanderungen im Westen Irlands oder in den Blackstairs Mountains erfahren die Teilnehmer alles über die Landschaft und über umweltbewusstes Verhalten. Wenn Sie die wilde Landschaft von Connemara oder die Glens of Antrim lieben, ist so eine Eco-Tour mit Sicherheit etwas für Sie.

Es gibt wenige Orte in Irland oder Europa, die naturbelassener sind als der Burren in der Grafschaft Clare. Frances Connole, der Leiter des Besucherzentrums, erzählt: „Für die Besucher gibt es geführte Eco-Touren durch die empfindlichen Gebiete des Burren, um die Schäden und negativen Folgen für die natürliche Landschaft möglichst gering zu halten.“

Aber auch in Großstädten kann man sich ohne Probleme umweltfreundlich verhalten. Erkunden Sie Dublin zu Fuß oder fahren Sie Rad. Es gibt mehrere Anbieter wie Dublin City Bike ToursSee Dublin by Bike oder den Fahrradverleih im Phoenix Park. In Belfast können Sie bei Belfast City Bike Tours Fahrräder mieten und Touren buchen. Und es ist nicht nur eine umweltfreundliche Alternative, laut Jason Morrissey von Kilkenny Cycling Tours erreichen Sie so auch die verstecktesten Ecken einer Stadt.

Umweltfreundliche Aktivitäten

Sanfter Tourismus beschränkt sich natürlich nicht auf Verkehrsmittel. Der Great Western Greenway, ein 42km langer Bahnradweg im Westen Irlands, führt Sie zu Touristenattraktionen wie die Ceide Fields and National Park, einem Nationalpark in dem man nicht nur über 6,000 Jahre alte Steinmauern und megalithische Grabanlagen, sondern auch die Pflanzen und Tierarten eines irischen Deckenmoores bewundern kann.

Im Landesinneren liegt die wunderschöne Route mit Namen Kingfisher Trail. Entlang dieser Tour durch Cavan, Donegal, Leitrim, Roscommon, Monaghan und Fermanagh tummeln sich Irlands Wildtiere.

Auch im kulinarischen Angebot spiegelt sich der Trend wider. Restaurants wie die Ely Bar and Brasserie in Dublin bieten Rindfleisch von Bauernhöfen im Burren an. Auf der Speisekarte des The Green Room in Belfast finden Sie Spezialitäten wie Krabben aus Carlingford und Schweinebauch aus Fermanagh. Lokal und nachhaltige produzierte Lebensmittel sind schwer im Kommen.

Umweltbewusst übernachten

Sie wollen Ihren Urlaub mit einer umweltfreundlichen Unterkunft abrunden? Das Bellinter House in der Grafschaft Meath heizt sein Schwimmbecken mit Erdwärme. Das Delphi Mountain Resort in Mayo wurde mit dem ECO-Centres Award ausgezeichnet. Die Glenribbeen Lodge in Waterford erzeugt ihre Wärme und Licht mit Solarzellen und Windkraft.

Das Angebot an neuen Reiseideen wird immer größer. Beim sogenannten "Woofing" helfen Urlauber umsonst auf Biobauernhöfen mit. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch eine große Unterstützung für die Einheimischen. Wer zum Beispiel das Burtown House in Kildare besucht, arbeitet tagsüber in den Gärten und auf dem Bauernhof und bekommt dafür kostenlose Verpflegung und Übernachtung.