Ein Wintermärchen: Die Wintersonnenwende in Newgrange

Passage tomb at Newgrange zur Verfügung gestellt von <a href="http://www.shutterstock.com/gallery-561085p1.html" >Pecold</a>
Passage tomb at Newgrange zur Verfügung gestellt von Pecold

Seit über 5000 Jahren findet diese uralte Lichtshow zur gleichen Uhrzeit, am gleichen Datum statt. Es ist Wintersonnenwende in Newgrange und ihre Entdeckung ist eine spannende Geschichte.

Wir können nicht drum herumreden: Irland ist nicht gerade für seinen Sonnenschein bekannt. Das ist keine weltbewegende Offenbarung.

Aber wenn in Irland die Sonne herauskommt, dann nutzen wir das aus. Nehmen Sie zum Beispiel Newgrange, die weltberühmte Megalithenanlage im Boyne-Tal in der Grafschaft Meath. Hier ist ein Sonnenaufgang im Winter eben nicht nur ein Sonnenaufgang im Winter.

Ein Journalist beschrieb das Ganggrab in Newgrange einst als „5000 Jahre altes Wunder steinzeitlicher Architektur.“ Es ist also keine gewöhnliche Ruhestätte. Es ist eine UNESCO-Weltkulturerbestätte. Das Grab ist älter als die Pyramiden von Gizeh und Stonehenge.

Wie Professor M. J. O’Kelly und seine Frau Claire herausfanden, diente es auch einer der wichtigsten Feiern vorchristlicher Zeit: der Wintersonnenwendfeier.

Lokale Tradition

Die bahnbrechende Entdeckung des Ehepaares O’Kelly wurde jedoch nicht über Nacht gemacht gemacht. Es begann alles ganz harmlos mit einer lokalen Geschichte, die die beiden bei Ausgrabungen in Newgrange in den späten 1960ern hörten (sie beaufsichtigten die Arbeit 14 Sommer lang).

Die Anwohner erzählten, dass der Stein mit der Triskele in der inneren Kammer von Newgrange nur einmal pro Jahr von der aufgehenden Sonne beleuchtet werde. Viele erzählten, dass dies geschähe, aber niemand hatte es selbst gesehen. Bis…

Es werde Licht!

Am 21. Dezember 1967 beobachtete Professor M. J. O’Kelly im inneren Heiligtum des Newgrange-Ganggrabs, wie ein blasser Strahl der Wintersonne durch eine Öffnung im Dach über dem Haupteingang fiel, den Gang entlang wanderte und die Kammer in ein mystisches goldenes Leuchten tauchte.

Dies war vermutlich die erste Wintersonnenwende, die seit über 5000 Jahren in Newgrange beobachtet wurde.

Eine Familienangelegenheit

Seitdem ist das Phänomen zur Wintersonnenwende in Newgrange weltbekannt geworden und heutzutage versammeln sich alljährlich Menschenmassen vor dem Grab. Die wenigen Glücklichen, die die Grabkammer betreten dürfen, werden durch ein Losverfahren ausgewählt. Die Menschen, denen der Zufall hold ist, reisen dann aus aller Welt an.

Eve O’Kelly, die Tochter der O’Kellys, hat das Wunderebenfalls schon mit eigenen Augen gesehen.

„Es ist eine ganz besondere und spirituelle Erfahrung“, sagt Eve. „Egal ob die Sonne scheint, zur Wintersonnenwende in Newgrange zu sein und den Jahreswechsel und die Rückkehr der Sonne auf dieselbe Weise zu feiern, wie die Menschen vor 5000 Jahren, ist etwas Besonderes.“

Auf die nächsten 5000 Jahre

Einem solchen jahrtausendealten Schauspiel beizuwohnen, erweckt neue Hochachtung vor unseren Vorfahren. Das findet auch Eve.

„Es ist sehr beeindruckend, dass unsere irischen Vorfahren so viel über Bautechnik und Astronomie wussten. Sie haben etwas geschaffen, das heute noch stabil steht und wo noch in tausend Jahren einmal pro Jahr die Sonne hineinscheinen wird.“

Wie schon gesagt, in Irland scheint nicht häufig die Sonne, aber wenn ...

Fakten über Newgrange

Wo: Donore, Grafschaft Meath

GPS Koordinaten: Geografische Breite: 53.694567, Geografische Länge: -6.4463

Alter: Etwa 5000 Jahre

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