Gälische Sportarten

Den gälischen Sport muss man einfach lieben: „Die Spieler kämpfen bis zum Umfallen. Sie zeigen eiserne Hingabe. Schmerz zeigen bedeutet für sie Schwäche zeigen“

Das sind die Worte von Dean Goodison, der seinen Lebensunterhalt damit verdient, am Rand von Spielfeldern überall in Irland zu stehen. Er fährt fort: „Es sind rasend schnelle Spiele, bei denen ständig überall etwas los ist, so dass man in mehrere Richtungen gleichzeitig schauen will…“

Mit dem Stift in der Hand hält Dean die spannenden Spiele für die Zeitung fest. Für ihn ist das, was man erlebt, wenn man live bei einem gälischen Spiel dabei ist, Sport in Reinform: „Ob beim Gaelic Football, beim Hurling oder beim Camogie, hier kommt alles zusammen, was typisch irisch ist. Es ist ein toller Spaß, es geht um Gruppengefühl und um tief empfundene Rivalitäten. Aber es geht immer respektvoll zu.“

Was sind die gälischen Sportarten?

Dean und alle anderen wissen um die historische Bedeutung der gälischen Sportarten. Zusammengefasst sind es die Sportarten, die im Sportverband Gaelic Athletic Association (GAA) organisiert sind, wie Gaelic Football, Hurling, Handball und Rounders. Auch Frauen spielen Football und Hurling (Camogie) und obwohl sie nicht zur GAA gehören, besteht eine enge Verbindung.

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Mythen und Legend

Die gälischen Sportarten spielen sogar in der Mythologie eine Rolle. Irlands größter Krieger Cú Chulainn soll einen Hurl (den Hurlingstock aus Eschenholz) und einen Sliotar (den kleinen Lederball, mit dem gespielt wird) als Waffen verwendet haben. Durch einen meisterhaften Schlag mit diesen Spielgeräten tötete er einen furchterregenden Hund und rettete sein Leben.

Auch heute noch ist das Bild von Cú Chulainn wie er mit einem Hurl in der Hand durch die Hügel Antrims streift legendär.

Zeitgenössische Gegner

Die Leidenschaft auf den Tribünen ist nicht nur Show. Die gälischen Sportarten haben in den 1880er Jahren, einer politisch turbulenten Zeit für Irland, ein Revival erlebt. Für den eigenen Verein oder die eigene Grafschaft anzutreten war ein Zeichen des Patriotismus.

So ist es immer noch.

Frage nicht, was deine Grafschaft für dich tun kann…

Sport ist tief in der Gesellschaft verwurzelt und lebt von den Freiwilligen. Die Exzesse anderer Sportarten weichen hier reiner Hingabe. Der Typ, der das Tor geschossen hat? Er arbeitet unter der Woche bei einer Bank. Die Frau, die den Sliotar aus der Luft gefangen hat? Sie ist die Tierärztin des Ortes.

Das Stadion Croke Park am Royal Canal in Dublin ist ein beeindruckendes Denkmal für diesen Amateursport. Bei wichtigen Spielen geht es hier rau und laut zu. Die Nackenhaare stellen sich auf und man bekommt Gänsehaut. 

Dean versichert uns jedoch, dass man nicht in der Hauptstadt der Republik sein muss, um die Atmosphäre eines gälischen Spiels zu erleben:

„Das Schöne an diesen Sportarten ist unter anderem, dass jeder daran teilhaben kann. Natürlich spielen im Dubliner Stadion die Besten der Besten, aber von Antrim bis Athenry, Ballybofey bis Blessington und von Westport bis Wexford kann man sich von Januar bis November jede Menge Spiele anschauen.“

Suchen Sie sich irgendein Spiel aus und es wird mit Sicherheit heiß hergehen. Sobald der Abpfiff ertönt, sind die Fans sich jedoch wieder einig:

„Es gibt eine Sache, die alle Seiten zusammenbringt und auf die sich alle einigen können. Egal, was im Spiel passiert ist, beim Gehen hört man folgenden Satz: ‚Mein Gott, der Schiedsrichter war schrecklich, oder?‘“

Anscheinend sind manche Dinge in jeder Sportart gleich.

Offizielle Links

GAA 

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