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Irlands Herrenhäuser und Gärten

Fünf Herrenhäuser zum Entdecken

Locked-up wives, lingering ghosts and a true-blue pirate queen, Ireland’s houses aren’t just relics of the past – they’re places with fascinating stories to tell

Belvedere House, Grafschaft Westmeath

Belvedere House, ein riesiges Herrenhaus im Georgianischen Stil im Herzen der Grafschaft Westmeath, hat so manche Überraschung zu bieten: von Fledermausgängen über Festivals bis zu Hundeschauen und zu Weihnachten sogar eine magische Narnia-Veranstaltung. Es ist jedoch die Geschichte hinter dem großen Landhaus, die diesem Anwesen am Ufer eines Sees seine ganz eigene Faszination verleiht.

Was steckt dahinter?

Belvedere war einst das Zuhause des Earl Robert Rochfort, der seine bezaubernde Gemahlin Mary Molesworth 31 Jahre lang einsperrte, weil er sie des Ehebruchs mit seinem eigenen Bruder Arthur für schuldig hielt. Und die unglückliche Familiengeschichte geht jedoch noch weiter. Die Beziehung des Earls zu seinem anderen Bruder George (der Mary von Anfang an nicht akzeptierte), verschlechterte sich im Laufe der Jahre ebenfalls. Das Ergebnis? Der Earl errichtete die so genannte „Jealous Wall“, mit der er Georges größeres Anwesen verstecken wollte. Der größte Teil dieses aberwitzigen Bauwerkes ist auch heute noch zu sehen – als Symbol für verbotene Liebe und Hass.

Mount Stewart, Strangford Lough, Grafschaft Down

Während viele Landhäuser aufgrund ihrer Architektur beeindrucken, sind es im Fall von Mount Stewart besonders die Gärten, die Besucher faszinieren. Hier erwartet Sie ein florales Paradies, das durch die Fantasie, Experimentierfreude und Kunstfertigkeit von Edith, Lady Londonderry, entstand.

Was steckt dahinter?

Lady Londonderry war eine beeindruckende Person und geschätztes Mitglied der feinen Gesellschaft. Sie wurde nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges zum Oberst des „Women’s Volunteer Reserve“, einer freiwilligen Frauenorganisation, ernannt und half mit beim Aufbau des Officers’ Hospital in Londonderry House. Ihr bleibendes Vermächtnis sind allerdings die Gärten von Mount Stewart. Hier ließ sie ihre Vision mit einer einzigartigen Sammlung von Blumen, exotischen Pflanzen und Skulpturen wahr werden. 


Westport House, Grafschaft Mayo

Die Schriftstellerin Anne Chambers beschreibt Grace O’Malley, die Piratenkönigin aus dem 16. Jahrhundert, als „furchtlose Anführerin an Land und auf See, politische Pragmatikerin und Taktikerin, Rebellin, Piratin und Matriarchin.“ Westport House hingegen mit den hübschen Parklandschaften und der anmutigen Architektur ist nicht gerade das, was man sich unter dem Landsitz einer viel beschäftigten Piratin vorstellt. Aber es wurde tatsächlich auf den Grundmauern eines der Schlösser von O’Malley errichtet.…

Was steckt dahinter?

Wenn Sie sich heute in die Kerker hinabschleichen, können Sie noch immer Teile von O’Malleys Anwesen sehen. Überirdisch ist Westport House eine reine Familienangelegenheit. Es wurde im 18. Jahrhundert von der Familie Browne errichtet und befindet sich noch immer im Privatbesitz des 11. Marquis von Sligo, einem direkten Nachfahren der berüchtigten O’Malley. Zu entdecken gibt es einen Piraten-Abenteuerpark, knapp 200 Hektar Park- und Gartenlandschaft, Wanderwege und im Haus über 30 Zimmer.

Springhill House, Grafschaft Londonderry

Dieses „Plantagen-Anwesen“ aus dem 17. Jahrhundert war das Zuhause von zehn Generationen der Conyngham-Familie. Es wurde schon als „eines der schönsten Häuser in Nordirland“ beschrieben. Und das zu Recht! Der von einer Mauer umgebene Garten und die Parklandschaften sind zur Blütezeit ein Fest für die Sinne, obwohl Ihnen bei Ihrem Spaziergang vielleicht ein kleiner Schauer über den Rücken laufen wird.

Was steckt dahinter?

Ein Gespenst treibt sich im Haus herum: Olivia! Es heißt, dass ihre verlorene Seele im blauen Salon von Springhill umherspukt. Olivia, die Gattin von George Lenox-Conyngham, lebte hier im frühen 19. Jahrhundert. Die Unglückliche musste mitansehen, wir ihr Ehemann Selbstmord beging, und so soll ihr Geist hier bis zum heutigen Tage schmerzerfüllt umherwandern.

Russborough House, Grafschaft Wicklow

Mit seiner idyllischen ländlichen Umgebung nahe der Blessington Lakes und seiner spannenden Geschichte ist Russborough garantiert einzigartig. Sir Alfred und Clementine Beit – ein schillerndes Paar und Erben eines Bergbauvermögens – kauften Russborough im Jahr 1952 und erwiesen sich als die bislang glamorösesten Bewohner dieses Herrenhauses aus dem 18. Jahrhundert.

Was steckt dahinter?

Die palladianische Schönheit des Hauses, seine weitläufigen Gärten, der beeindruckende Irrgarten und die umliegenden Parkanlagen waren über die Jahre Schauplatz für dramatische Ereignisse wie Raubüberfälle und Brände. Zudem zog das Anwesen eine ganze Reihe faszinierender Charaktere an. Zur Unterhaltung von Besuchern wie Jackie Onassis oder Fred Astaire bauten die Beits außerdem eine beeindruckende Kunstsammlung auf, die auch Werke von Vermeer und Rubens beinhaltet. 1978 überließen die Beits ihre historische Villa der Öffentlichkeit, und die Beliebtheit ihres Vermächtnisses ist seither ungebrochen. 

Gefällt Ihnen der Charme dieser Herrenhäuser? Jetzt, wenn die Gärten neu erblühen und Festivals in den Parkanlagen stattfinden, ist die ideale Zeit für einen Besuch. Und warum sollten Sie sich in einem dieser tollen Häuser nicht einmal wie ein waschechter Lord oder eine vornehme Lady fühlen? 

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